Schlussfolgerungen aus dem Horst Mahler Interview
Wenn Michel Friedman mit dem braunen Horst beim Interview sitzt und dabei ein 14-seitiger Gesprächstext herauskommt, kann das ganz unterschiedlich verhandelt werden: Es wird der Dammbruch in die mittige Publizistik beklagt, Arno Lustiger zeigt die Zeitungsververantwortlichen wegen Volksverhetzung an, andere hoffen wiederum auf die Möglichkeit einer realistischeren Einschätzung der NPD-Strömung durch nationalverliebte, NPD sympatisierende Rechtskonservative.
Zettel ist ein ideologiegeschichtliches Detail im Denken des braunen Horst aufgefallen:
Daß einer Hegel und Hitler so miteinander verknotet, wie Marx das mit Hegel und Feuerbach gemacht hat.Der das tut, ist Horst Mahler, einst Chef- Ideologe der sogenannten RAF, heute ein Neonazi. Mitgeteilt hat er die Weltanschauung, die er sich aus Hegel und Hitler zusammengezimmert hat, in einem Interview mit Michel Friedman für “Vanity Fair”, das im Netz nachzulesen ist.
Diesen höchst interessanten Fragen wird Zettel in seiner Reihe “Horst Mahler – ein deutscher Denker, ein deutscher Täter (1): Ein Rückblick auf Hegel und Marx” in loser Folge nachgehen. Der Leser sollte Wissen, Mahler hat sich im Rahmen des “Deutschen Kolleg” intensiv mit dieser Verknotung seiner völkischen, nationalsozialistischen und antisemitischen Ideologie mit Hegel befasst und so eine nationalsozialistische Metatheorie entwickelt – eine braune Rekapitulation der 68iger-Pflichtlektüre, hier klingelt also der Nazi-Weltgeist philosophisch auf hohem Niveau.
references:
Wenn Michel Friedman mit dem braunen Horst …
… dem Infotainment verbale Watschen verpassen.






























Das Glaubenssatzsystem eines Horst Mahlers
ist nicht weniger konsistent als das manches dogmatischen Christen. Es gibt Gott. Es gibt Satan. Und ein paar weitere willkürliche Annahmen.
Die einen nehmen an, dass Gott einen Sohn hat.
Der andere nimmt an, dass wir von Juden beherrscht werden.
Will…
Gedankengalerie
December 6, 2007 at 8:27 pm
hallo gedankengalerie,
der ansatz,horst mahlers denken in den stand einer religion zu heben, erscheint mir mindestens kühn.
aber im bild gedacht: gottes sohn soll ja eine erlöserfigur vom alten gesetz darstellen. aus der judenbeherrschungsidee folgert mahler eine bedrohung – als standhafter antisemit und nationalsozialist – und fordert deren vernichtung. das sind dann schon sehr unterschiedliche ansaetze.
in den konsequenzen betrachtet ist deine gleichmacherei mir so nicht verständlich – bis auf das manichäische-dualistische weltbild natürlich.
ahoi
zuppi
Designer
December 9, 2007 at 3:25 am