Raumzeit

et Philolog

Archive for January 2007

scrupeda

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January 31, 2007 at 10:32 pm

Prof. Joseph Vogl : Antrittsvorlesung in Berlin

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Vogl»Über das Zaudern«
Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Joseph Vogl an der Humboldt-Universität Berlin,

Senatssaal des Hauptgebäudes, UL6

am 01.02.2007, 18:00

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January 31, 2007 at 8:51 pm

Heidegger Adepten in Frankreich sterben aus

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Anaximander vermeldet: Lacoue-Labarthe ist gestorben

Lacoue-Labarthe ist gestorben

Er war Philosoph und verteidigte Heidegger in der Debatte um dessen Beziehung zum Nazi-Regime. Im Alter von nur 66 Jahren ist er in Paris gestorben. Das teilte am Dienstag die Straßburger Universität Marc-Bloch mit, wo der Franzose über 30 Jahre lang gelehrt hatte. Lacoue-Labarthe hatte gemeinsam mit seinem Freund Jacques Derrida in dem Buch “La fiction du politique” an einer Debatte über die Beziehungen Heideggers zum Nazi-Regime teilgenommen. Die Autoren vertraten die Ansicht, Heideggers politischer Werdegang ändere nichts an der Bedeutung seines Werkes für die Philosophie.
In Frankreich engagierte sich der aus dem südwestfranzösischen Bordeaux stammende Philosoph politisch etwa gegen die rechtsextreme Front National oder für von der Abschiebung bedrohte Ausländer. Außerdem übersetzte der studierte Germanist das Werk “Ödipus der Tyrann” von Friedrich Hölderlin ins Französische.

references:

Biografisches gibt es bei Urs Engeler , diaphanes – speziell die Buchbesprechung Poetik der Geschichte

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January 31, 2007 at 8:36 pm

Konstruktivist oder Existenzialist? Noch ‘ne Umfrage …

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ZEIT-Umfrage: Konstruktivist oder Existenzialist? via anaximander
Welche Theorie liefert die zutreffendste Beschreibung der Geisteswissenschaften?
Für diese Theorie haben Sie sich entschieden
Systemtheorie : 40%
Hermeneutik : 60%

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January 28, 2007 at 6:50 pm

Archiv von Timbuktu

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Die Schriftrollen von Timbuktu
Ein panafrikanisches Projekt versucht, das historische Erbe zu retten
Jahrhundertelang galt Timbuktu als Zentrum der islamischen Gelehrten und der Wissenschaft.Während in Europa nur wenige lesen und schreiben konnten, entstanden hier zehntausende Manuskripte.Religion, Physik, Astronomie und Mathematik

– alles wurde hier studiert und zu Papier gebracht.

Im Ahmed Baba-Institut versucht man heute, dieses Erbe zu retten und auszuwerten.

 

“Bei uns in Afrika sagen wir: Wir müssen wissen, woher wir kommen, um nach vorn zu schauen”, sagt Alfred Kalambry, Manager des Ahmed Baba-Instituts. “Eine Weiterentwicklung unserer Länder kann nicht stattfinden, wenn wir uns unserer Kultur und unserer Geschichte nicht bewusst sind. Kultur ist die Grundvoraussetzung für Entwicklung.”

Die Schriften zerfallen

Doch der Zahn der Zeit nagt an Timbuktus Kulturschatz. Die alten Schriften zerfallen – und es ist kein Geld da, um sie zu erhalten. Die Rettung kommt aus Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas. Thabo Mbeki, der Präsident der größten afrikanischen Volkswirtschaft, kümmert sich persönlich darum. In seinem Büro steht das Modell einer modernen Bibliothek für Timbuktu und seine Schriften. Mbeki will das wieder ans Licht bringen, was der Kolonialismus zerstörte. “Es gab einen systematischen und ganz bewussten Ausschluss der Schwarzafrikaner aus der gesamten großartigen Geschichte Afrikas”, erklärt Essop Pahad, der erste Staatssekretär des südafrikanischen Präsidenten. “Eines der heimtückischsten Elemente des Rassismus war es, den Menschen einzureden, sie hätten keine eigene Geschichte und seien kulturell minderwertig. In Timbuktu beweisen wir heute das Gegenteil.”

Das malisch-südafrikanische Projekt lässt sich aber nicht so einfach in die Tat umsetzen. Uralte Baumaschinen fallen permanent aus oder funktionieren gar nicht. Eigentlich sollten die Fundamente der Bibliothek längst stehen. Doch Timbuktu ist eben heute kein bedeutendes Zentrum mehr und weit ab vom Schuss. Der wichtigste Verkehrsweg ist immer noch der Fluss Niger. Mehrere Tage dauert die Fahrt zur Hauptstadt Bamako, und schweres Gerät lässt sich mit den traditionellen Booten kaum herbeischaffen. Aber die Schwierigkeiten sind es wert, wenn man das Ziel nicht aus den Augen verliert. “Ganz klar”, so Essop Pahad, die rechte Hand des südafrikanischen Präsidenten, “das Projekt spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung und dem Aufbau eines pan-afrikanischen Identitäts-Gefühles. Ein Prozess, der ja noch in den Kinderschuhen steckt.”

Jedes Blatt von unschätzbarem Wert

Vor mehr als 600 Jahren entstanden die meisten dieser Schriften. Für Wissenschaftler sind sie von unschätzbaren Wert. Urteilssprüche aus Gerichtsverfahren oder einfach nur persönliche Briefe erzählen vom kaum erforschten Leben in West-Afrika vor Jahrhunderten. Mediziner aus Timbuktu versorgten die Könige Frankreichs, und die Grundlagen unserer heutigen Mathematik sind hier nachzulesen. Während in den meisten Teilen Afrikas Geschichte mündlich überliefert wurde, brachte man in Timbuktu alles penibel zu Papier. Das passte den europäischen Invasoren überhaupt nicht. Nach und nach werden diese Schriften nun digitalisiert und ihr Inhalt studiert. Jedes Blatt könnte wertvolle, längst vergessene Informationen enthalten. Ohne die mutigen, kulturbewussten Bewohner Timbuktus, wäre das heute nicht möglich.

“Die Französischen Kolonialherren gönnten uns die Mauskripte nicht und wollten sie stehlen”, sagt Alfred Kalambry, stellvertretender Direktor des Ahmed Baba-Instituts. “Deswegen haben die Menschen sie lieber versteckt. Manche Familien haben sie sogar verbrannt, bevor sie den Franzosen in die Hände fielen. Doch die meisten versteckten sie. Niemand wollte den Fremden seine Manuskripte und damit seine eigene Kultur ausliefern.”

“Afrika hilft sich selbst”
Kultur als Waffe also. Vertreter des Ahmed Baba-Instituts sind heute überall in der Stadt unterwegs. Sie stöbern Manuskripte in Privathäusern auf und versuchen die Besitzer davon zu überzeugen, ihre Schriften zu verkaufen. So können sie in der neuen Bibliothek geschützt und ausgewertet werden, bevor sie verfallen – kein billiges Unterfangen. Von manchen wird das gesamte Projekt auch schon kritisiert. Schließlich verhungern in Afrika Menschen. Ist das Geld da richtig angelegt? “Wir setzen dieses Geld zum Wohle der Gesellschaft ein”, meint Essop Pahad, erster Staatssekretär im südafrikanischen Präsidialamt. ” Wenn wir es richtig einsetzen, wird dies eine Investition für ein sehr außergewöhnliches Projekt, von der die Menschheit eine sehr sehr, sehr lange Zeit profitieren wird.”

Timbuktu als Symbol eines neuen afrikanischen Selbstbewusstseins: Der deutsche Abenteurer Heinrich Barth wurde hier zum Tode verurteilt. Seine Begnadigungsurkunde liegt im Original im Ahmed Baba-Institut. Die Nachfahren der Tuareg, unter denen Barth danach jahrelang lebte, versuchen nun ihre große Geschichte zu retten. Mit südafrikanischem Geld und Know-How, nicht mit europäischer Entwicklungshilfe. “Afrika hilft sich selbst”, ist das Motto. Während in vielen reichen Staaten bei der Kultur gespart wird, kommt sie im ärmsten Kontinent an oberster Stelle.

 
   


23.01.2007 / Dominik von Eisenhart-Rothe für Kulturzeit / se

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January 23, 2007 at 10:54 pm

musica reanimata

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mr logo

Der Musikwissenschaftler Albrecht Dümling (kairos-Preisträger 2007) hat seit 1991 über 70 Komponisten/Musiker dem Vergessen entrissen. Jenes Vergessen – praktisch ging das von der Emigration bis zur Tötung der Künstler in KZ’s – das die Nazis mit ihrer  arischen Volkskulturpolitik  seit ihrer Machtergeifung 1933 ins Werk setzten und an dessen Folgen Herr Dümling sich noch heute ab-arbeitet: In fast schon kriminalistischer Kleinstarbeit wurden Biografien, Werke und künstlerische Verläufe in allen Teilen der Welt recherchiert, zusammengetragen und veröffentlicht. Im Optimalfall konnten die Künstler selbst ihr Werk öffentlich präsentieren.

references:  musica reanimata e.V.kulturzeit-reportage

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January 23, 2007 at 10:22 pm

Rudi Dutschke Strasse

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Der verstorbene APO-Opa soll als Namenspate zur Strassenumbenennung der Kochstrasse in Berlin taugen. Von Volksbegehren dagegen bis zur Affirmation des Vorhabens ist alles am Start. Bei unkultur geht es um die Verfolgung einer ganz anderen Fährte: Die nationale Rudi-Show.

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January 16, 2007 at 10:31 pm

TU-Teheran

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Dem schiitischen Verkünder des Weltuntergangs gehen langsam doch die Jubelperser aus.

Näheres berichtet Bahman Nirumand in der aktuellen NZZ.

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January 15, 2007 at 8:17 pm

Hanno Harnisch

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Hrnisch Gysi Bisky Trabi 1998

Hanno Harnisch denunzierte Biermann-Freunde

Berliner Zeitung, Textarchiv 14.01.1997, Politik – Seite 7

Berlin. os

Der PDS-Pressesprecher Hanno Harnisch hat nach Unterlagen der Gauck-Behörde, die der Berliner Zeitung vorliegen, seit 1971 inoffiziell mit dem früheren Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zusammengearbeitet. Vor seiner Einberufung zum NVA-Wehrdienst bei den Grenztruppen ließ er sich als Gesellschaftlicher Mitarbeiter Sicherheit (GMS) anwerben. 1972 berichtete er über einen ehemaligen Schulfreund, den die Stasi wegen einer geplanten DDR-Flucht observierte. Als ihm wegen unbefugter Kfz-Benutzung 1971 die Fahrerlaubnis entzogen wurde, bat er das MfS, ihm diese wieder zu besorgen.

Seit 1976 berichtete er als IM “Egon” über Freunde und Bekannte aus der Kulturszene der DDR, besonders über jene, die Kontakt zu Wolf Biermann hatten. Dabei brachte Harnisch, wie die Autorin Katja Lange-Müller der Berliner Zeitung sagte, verschiedene Leute selbst in den Biermann-Kreis hinein, um später über sie zu berichten. Eine befreundete Lektorin denunzierte er wegen ihrer zahlreichen Kontakte zu Intellektuellen und Abgeordneten der Partei “Die Grünen” im Westen. Geichzeitig lobte Harnisch ihre Kochkünste und berichtete über ihre Partnerschaften sowie ihr Sexualleben. +++

quelle

references:  Berliner Ehrensenf , Randbemerkung von Zettel: Chausseestraße 131

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January 14, 2007 at 10:56 am

Posted in Personen

68iger Popkultur – Z.B. Uschi Obermaier

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Der Film zur Autobiographie einer Frau aus Bayern, die versuchte/auszog, um das Fürchten zu verlernen. Die politischen Implikationen (Stadtguerrillia und Antisemitismus) zu Teilen der K1 hat Wolfgang Kraushaar in seinem Buch “Die Bombe im Gemeindehaus” ausführlich beschrieben.

In dem Film geht es mehr um die mediale (Selbst-) Inszenierung eines Frauenbildes. Kontrastiert man die Figur der Frau Obermaier beispielsweise mit den Figuren von Conny Froboes und Beate Klarsfeld, dann ist Raum für Überlegungen zu Differenz, Kritik und Selbstbestimmungskultur von Frauen in den 60igern. Akzeptanz und Brüche in der Wahrnehmungskultur der Frauen geben weitere Aufschlüsse über eine Epoche, die mit dem herkömmlich universitären 68er-Diskurs unzulänglich beschrieben sind.

Sex-Symbol der 70er
Uschi Obermaier erzählt ihr “wildes Leben”

Filmfoto
Uschi Obermeier (Natalie Avelon) bei Rainer Langhans (Matthias Schweighöfer) in der Kommune 1 © 2006 Warner Bros. Ent
Sie gilt als die erotische Galionsfigur der Gegenkultur: Uschi Obermaier war eine Pop-Ikone der späten 60er und 70er, Fotomodell, Sex-Symbol, Groupie und Geliebte. “Für diese Frau würde ich jede Revolution verraten”, behauptete Rainer Langhans einmal, an dessen Seite sie für die Kommune 1 posierte. Den Revoluzzern kehrte Uschi Obermaier bald den Rücken und wandte sich Männern wie Jimi Hendrix, Mick Jagger und Keith Richards zu. In ihrer Autobiographie, die auch verfilmt wurde, erzählt sie ihr “wildes Leben”.

Schauspieler Alexander Scheer besucht Uschi Obermaier in Kalifornien. Im Film spielt er Keith Richards und will wissen, wie “Das wilde Leben” so war mit Keith und Mick und all den anderen. “Das hat sehr viel Spaß gemacht”, erzählt Uschi Obermaier. “Leider kann ich mich nicht mehr an allzu viel erinnern. Ich weiß nur, ich habe mich unheimlich gut gefühlt. Aber wirklich erinnern kann ich mich nicht. Na ja, an die wichtigsten Dinge natürlich schon.” Dazu gehören für Uschi Obermaier immer noch die Rolling Stones – Mick Jagger, Keith Richards, beide wollten sie haben.

Ein Spielfilm, die Autobiographie und viele Journalisten
U . O.
Uschi Obermaier ist heute 60 Jahre alt. Ihr wirklich wildes Leben liegt ein paar Jahre zurück. Doch das Interesse an ihr war lange nicht mehr so groß wie jetzt: der Spielfilm, die Autobiographie, Journalisten, die fragen und fragen nach den alten mythischen Zeiten. Uschi Obermeier erinnert sich: “Das fand ich so toll. Da wollte der – wie hieß der ? – Alice Cooper mich kennen lernen, aber das war nicht mein Fall. Aber das finde ich so toll: Ich damals im Nachtclub mit Laufmasche. Ich war schon immer so.”

Das gefiel dem Bürgerschreck Rainer Langhans, und auch dass Uschi Obermaier perfekte Joints drehen konnte. Ende der 60er Jahre waren die Mitglieder der Kommune 1 in Berlin, Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann und Rainer Langhans, die Popstars der APO. Sie trieben Politik mit dem Privaten, provozierten das Establishment sogar noch im Gerichtssaal.

K1,an der Wand
Uschi Obermaier war nur ein paar Monate dabei. Der Film “Das wilde Leben” versucht, die Stimmung dieser Zeit einzufangen, ohne sich allzu genau an die Fakten zu halten. “Es wurden Begebnisse zusammengezogen”, sagt Uschi Obermeier, “zum Beispiel in der Kommune 1 – als die alle nackt vor der Wand stehen – das war noch vor meiner Zeit, aber so lange das stimmt von der Essenz her, habe ich überhaupt keine Probleme damit.”

In der Kommune 1 zum Star
Die Kommune 1 machte Uschi Obermaier zum Star. Langhans wurde ihr Manager und schlug Rekordgagen für Aktbilder heraus. “Da musste man mir nicht den Arm erst umdrehen”, meint Uschi Obermeier. “Ich war gleich immer total bereit, weil ich halt eben fand, das schaut gut aus, und so lange es gut ausschaut, ist es OK. Das, was ich nicht wollte, das habe ich nicht gemacht. Wenn da ein schöner Tag war, und die sagten, wir gehen an die Isar, da wollte ich lieber an die Isar gehen, als den Job und dadurch, dass ich nicht so geldgierig war und Jobs abgelehnt habe, haben die gedacht, was ist denn mit der, die muss etwas Besonderes sein.”

Eine Kiezgröße legt ihr die Welt zu Füßen
die 80iger
Seit Jahren lebt Uschi Obermaier bereits in den USA. Irgendwann hatte sie genug von Langhans und dem Gruppenzwang in den Wohngemeinschaften. Sie wollte raus und traf jemanden, der ihr dabei half. Ausgerechnet ein Rocker, eine Hamburger Kiezgröße legte ihr die Welt zu Füßen: Dieter Bockhorn. “Ich bin überhaupt nicht angstfrei”, meint Uschi Obermeier. “Ich hab’ Schiss. Es ist nur die Frage, was macht man damit? Es gibt das Märchen ‘Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen’. Ich bin eher ausgezogen, das Fürchten zu verlernen und das war auch gut mit Bockhorn, der hat mir gezeigt, dass man alle Sachen, vor denen man Angst hat, genau anschaut und seziert. Dann verliert man seine Angst und das stimmt. Das war eine ganz große Hilfe.” Zehn Jahre fuhren Uschi Obermaier und Bockhorn im Bus durch die Welt. Die Welt hatte mehr zu bieten als Rainer Langhans Harem. Uschi ließ sich fotografieren als Beduinin, in afghanischer oder pakistanischer Tracht. Den Bus hat sie für den Film über ihr Leben zur Verfügung gestellt.
Bei den Dreharbeiten in Indien lebt am Set der Spirit der 70er wieder auf. David Scheller spielt Bockhorn, der Silvester 1983 bei einem Motorradunfall starb. Damals endete Uschi Obermaiers wildes Leben, das jetzt Stoff für einen Film ist. Das Casting für ihre Rolle zog sich über zwei Jahre. Natalia Avelon wurde aus 500 Schauspielerinnen ausgewählt. Im Duett mit dem finnischen Rocker Ville Valo singt sie den 60er-Jahre-Hit “Summer Wine”. “Im ersten Moment, als ich sie gesehen habe, dachte ich ‘I can see it!'”, meint Uschi Obermaier. “Da haben natürlich meine Freundinnen gelästert und gesagt‚ die hat aber nicht das oder das. Aber dafür ist sie Schauspielerin und sie hat mich anscheinend auch studiert.” Bei dem kleinen Teil des Films, den sie bisher gesehen habe, findet Uschi Obermaier: “Das macht sie sehr gut, auch die body language”.

Eine Rolle mit Körpereinsatz

Natalia Avelon meint: “Das war keine politische Rolle oder kein tragischer Charakter in dem Sinne. Die Rolle ist wirklich eine leichte Rolle, die sehr, sehr körperlich ist, sehr viel mit körperlicher Ausstrahlung, mit Sexualität zu tun hat.” Ist das wilde Leben am Ende bloß das Leichte, das Mühelose? Uschi Obermaier scheint sich nie verändert zu haben. Sie ist eine Ikone, weil sie dazu gemacht wurde, Objekt sexueller Träume. Sie ist immer bloß natürlich gewesen, sie selbst. Spaß wollte sie haben, frei von allen Zwängen sein, damals wie heute. Ob das als Spannungsbogen für einen Spielfilm reicht, muss sich zeigen.
12.01.2007 / Ralf Rättig (Kulturzeit: montags bis freitags, um 19.20 Uhr) / hs

references:

Olaf Kraemer, Uschi Obermaier:
High Times. Mein wildes Leben
Heyne 2007, 14 €
ISBN-13: 978-3453130104

Das wilde Leben
Deutschland 2007
Regie: Achim Bornhak
Darsteller: Natalia Avelon, Matthias Schweighöfer, David Scheller, Alexander Scheer, u.a.
Kinostarts:D: 01.02.2007

Rote Sonne
Deutschland 1970
Regie: Rudolf Thomé
Darsteller: Uschi Obermeier, Marquard Bohm, u.a.
Als DVD erschienen bei Galileo Medien AG 2005

Am Tag als Bobby Ewing starb“: Ein melancholisch-schmunzelnder Blick auf das Deutschland der 80er Jahre
Container-Kommune: Rainer Langhans zwischen Mao und Zlatko

12.01.2007 / Ralf Rättig (Kulturzeit) / hs

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January 13, 2007 at 9:55 am

DIE FACKEL von Karl Kraus

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gibt es jetzt online, einfach anmelden und loslegen.  merci an  anaximander

AAC – Austrian Academy Corpus: AAC-FACKEL
Online Version: »Die Fackel. Herausgeber: Karl Kraus, Wien 1899-1936«
AAC Digital Edition No 1
http://www.aac.ac.at/fackel

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January 13, 2007 at 2:14 am

Heinz Zemanek

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Heinz Zemanek
Heinz Zemanek

nachtstudio

Heinz Zemanek

Computerpionier

Heinz Zemanek wurde 1920 in Wien geboren und studierte an der TH Wien, wo er auch 1951 promovierte, sich 1958 habilitierte und 1964 den Titel eines Universitätsprofessors erhielt.

19.11.2006

   

Nach dem Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Wien und dem Versuch einer Firmengründung wurde er Hochschul-Assistent und wechselte dann zur Industrie: Direktor des Wiener IBM-Laboratoriums (1961-1976) und IBM-Fellow (1976-1985). Seit 1964 ist er Professor.

Das “Mailüfterl”
1950 begann er selbst den Bau einer Relaisrechenmaschine (URR1), und 1954 folgte die Entwicklung eines volltransistorisierten binär-dezimalen Rechenautomaten – des legendär gewordenen “Mailüfterl”. Die Hauptleistung des Wiener Laboratoriums ist die formale Definition der Programmiersprache PL/ 1. Eine IFIP-Arbeitstagung über “Formal Language Description Languages” hilft auf dem Wege zur Entwicklung der Definitionssprache VDL, in welcher dann auch die internationale Normierung von PL/1 durch ANSI erfolgt.

 
   

Von 1971 bis 1974 war er IFIP-Präsident. Im Jahre 1977 wählte man ihn zum Ehrenmitglied der IFIP. 1970 war er an der Gründung der FIACC beteiligt, Vizevorsitzender 1970 bis 1972, Vorsitzender 1973 bis 1975.

 
   

Auszeichnungen
Er hat mehrere Bücher verfaßt und über 400 Aufsätze. Er besitzt zwei Ehrendoktorate, etliche Ehrenmitgliedschaften und Medaillen und ist Mitglied von vier Akademien.

 
     
 
   

Veröffentlichungen (Auswahl):

Weltmacht Computer. Weltreich der Information. Bechtle-Verlag, München 2002
 
Vom Mailüfterl zum Internet. Picus Verlag, Wien 2001
 
Das geistige Umfeld der Informationstechnik. Springer Verlag, Heidelberg 1992

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January 12, 2007 at 10:34 pm

Joseph Weizenbaum

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J W

Er wurde 1923 in Berlin geboren. 1935 floh die jüdische Familie nach Erlass der Rassengesetze durch die NS-Diktatur in die USA.Er studierte ab 1941 Mathematik an der Wayne University in Detroit/Michigan. Unterbrochen wurde das Studium durch den Kriegsdienst in der meteorologischen Abteilung der US-Luftwaffe. 1948 graduierte er in Detroit zum Bachelor of Science und 1950 zum Master of Science.

Bahnbrechender Forscher
An der Wayne University baute er 1948 einen der ersten digital arbeitenden Computer, bei dem alle Befehle und Rechenoperationen über binäre Zahlenreihen erfolgten. Fortan wurde er bundesweit für verschiedene Projekte aktiv.

1955-1963 arbeitete er für den Elektronikkonzern General Electric, wo er etwa Computersysteme für Bankgeschäfte entwarf und umsetzte. Zudem entwickelte er mit “SLIP” eine der frühen Programmiersprachen. 1963 wurde er als Associate Professor ans Laboratory für Computer Science am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge berufen. 1970 bis zur Emeritierung 1988 lehrte und forschte er dort als Professor für Computer Science. Parallel hierzu nahm er Lehraufträge in Harvard, Stanford, Hamburg und an der TU Berlin wahr. Nach der Emeritierung lehrte er 1997/1998 in Bremen als Gastprofessor für Informatik und Gesellschaft.

Grundlage des World Wide Web
Weizenbaum, der in den 60er Jahren zu den bahnbrechenden Forschern auf dem Gebiet der Informatik gehörte, stellte sich immer kritischere Fragen über die gesellschaftlichen Folgen der Fortschritte in der Computertechnik. Zur gleichen Zeit gehörte er zu den Wissenschaftlern, die mit den Militärs überlegten, wie Datenübermittlung im Falle der atomaren Zerstörung aller Kommunikationswege gewährleistet werden könnte. Das damals entwickelte ARPA-NET zur Kommunikation zwischen räumlich getrennten Rechnern wurde zu einer Grundlage des World Wide Web.

Seit den 70er Jahren trat der bisherige Pionier immer häufiger offen als Gegner einer allzu unbekümmerten Fortschrittsgläubigkeit hinsichtlich der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) auf. Konkret warnte er besonders vor der wachsenden Unübersichtlichkeit immer stärker vernetzter Computersysteme, was mit dem Aufkommen des WWW weiter verkompliziert wurde.

Gesellschaftskritiker
Er machte allerdings mehrfach deutlich, er verstehe sich nicht als Computerkritiker, sondern als Gesellschaftskritiker. Was ihn nämlich im Kern immer mehr bewegte, war die Frage nach der Wechselwirkung zwischen technologischer Entwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen.

ZDF nachtstudio vom 19.11.2006

Veröffentlichungen (Auswahl):

Wo sind sie, die Inseln der Vernunft im Cyberstrom? Auswege aus der programmierten Gesellschaft. Gem. mit Gunna Wendt. Herder Verlag, Freiburg 2006
 
Computermacht und Gesellschaft. Freie Reden. Suhrkamp, Frankfurt 2001 (3. Auflage)
 
Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2002
 
Wer erfindet die Computermythen? Der Fortschritt in den großen Irrtum. Herder Verlag, Freiburg 1994

references:

Zur Person wikipedia de   wikipedia en

ELIZA Spracherkennungssoftware

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January 12, 2007 at 10:31 pm