Raumzeit

et Philolog

Archive for August 2007

Rede gegen den Dekonstruktivismus J. Butlers

leave a comment »

Die Butler-Bibel (= “Das Unbehagen der Geschlechter”) wird von nichtidentisches hier vortrefflich im Sinne des semantischen Hedonismus auseinander genommen – die Dekonstruktion der Geschlechter durch Tante Judith und ihre epigonenhaften RachegöttInen hat nichts zur Befreiung des Individuums beigetragen. In katechetischer Geduld sollen textuelle Schutthaufen hin und her bewegt werden, bis auch noch das Kopftuch, der Djihadismus und das suicide-bombing als Befreiungssymbolik plausibel erscheinen – der LINKSRUCK schafft diese Gedankeleistung übrigens ganz ohne Philosophiererei mit plumpen Freund-Feind-Denken im Rahmen der sog. Klassenanalyse nach Trotzky. Sollte nichtidentisches ein Poesiealbum führen, mein Dankestext: Hab so lange an den Texten von Judith B. gedarbt, ihre BauchrednerInnen haben mir manch mentalen Gram erzeugt. Dabei ist das alles Religion, Glaubenssache, sektiererischen Chanten wie bei Hare-Krishna . merci vielmals : 😉

references:
Evangelikale, Poststrukturalisten und Islam von Damien

 


Written by admin

August 27, 2007 at 6:16 pm

Dissertation von Max Bense Online

leave a comment »

Anaximander beweist immer wieder die Spürnase eines Trüffelschweins im Netz: Weil sie in den Bibliotheken kaum zu finden ist, ist die Dissertation von Max Bense “Quantenmechanik und Daseinsrelativität” von 1938 jetzt online als .pdf herunterzuladen. via Johannes Auer

Blogologie

with 2 comments

Written by admin

August 19, 2007 at 5:04 am

Warum ich derzeit wenig hier bin …

leave a comment »

Das Fantasy Filmfest ist in der Stadt. Zum Zeitvertreib: Lesenswert , Serie zum Thema freie Inhalte. via stefan

Written by admin

August 17, 2007 at 5:01 pm

Überraschung zum 46. Jahrestag des Mauerbaus: Es gab ihn doch, den Schiessbefehl

with one comment

update: 1. Die Birthler-Behörde habe schlampig Informationen in die aktuelle Debatte gebracht. Es ist der Umstand kritisiert worden, die Birthlerbehörde kenne ihre eigenen Veröffentlichungen nicht,so sei die aktuelle Schiessbefehlmeldung schon vor 10 Jahren in dem von Mathias Judt herausgebenen SammelbandDDR-Geschichte in Dokumenten” veröffentlicht worden. 2. Zettel vermeldet: Das MfS und seine Opfer. Eine WebSite, deren Besuch sich lohnt: “Informationen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur” , ausserdem gibt er seine Zusammenfassung des gesamtdeutschen Debattenstandes hier bekannt. 3. Die Stasiunterlagengehörde hat bereits 1993 Dokumente über einen Schießbefehl an die Berliner Staatsanwaltschaft übergeben +++ Irischer Investor will die beiden freien Grundstücke am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie kaufen. Abendschau vom 14.08.2007

DIE MELDUNGEN:

Die RBB-Abendschau vom 11.08.2007 meldet: Empörung über Schießbefehl. Jüngst aufgetauchte Stasi-Unterlagen lassen ganz neue Schlüsse auf den Schusswaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze zu. Eine entsprechende Dienstanweisung wurde jetzt in den Unterlagen eines Unterfeldwebels gefunden, der in den 70er Jahren bei den Grenztruppen war.
Darin steht die Aufforderung zu schießen, “auch wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen”. Die DDR-Führung hatte einen Schießbefehl stets geleugnet. So hat es zu DDR-Zeiten offenbar doch einen bedingungslosen Schießbefehl gegeben.

„Es ist ein Stück Papier, das über Leben und Tod entschieden hat: Das Fundstück der Birthler Behörde Magdeburg beweist erstmals die Existenz eines Schießbefehls. Die siebenseitige Dienstanweisung wurde ausgestellt für eine spezielle Stasi-Grenz-Kompanie im Jahr 1973. Darin heißt es: „Zögern Sie nicht mit der Anwendung der Schusswaffe, auch dann nicht, wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen, was sich die Verräter schon oft zu nutze gemacht haben.»

Die Moral der Grenztruppen war offensichtlich schlechter als die DDR-Führung es zulassen wollte. Wegen der Flucht vieler Grenzsoldaten hat das Ministerium für Staastssicherheit 1968 eine spezielle Einsatzkompanie gebildet. Die Mitarbeiter der Spitzeltruppe waren als normale Grenzer getarnt, um Fahnenflüchtige an ihrem Vorhaben zu hindern. Ab 1973 waren sie mit einer Dienstanweisung ausgestattet, die die DDR-Führung bisher immer bestritten hat.

Das ergibt eine neue Aktenlage, die für den Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen klare Konsequenzen haben muss. Welches juristische Nachspiel dieser Fund jetzt haben wird ist bisher unklar. Doch die Existenz eines Schießbefehls – wenngleich in diesem Fall nur für eine spezielle Stasikompanie – gilt damit als erwiesen.“

Beitrag von Christian Titze

Newsticker.Welt vom 11.08.2007 um 14:30 Uhr: Birthler-Behörde: Erster bedingungsloser Grenz-Schießbefehl gefunden

Erstmals ist in den Stasi-Unterlagen ein bedingungsloser Schießbefehl gegen DDR-Flüchtlinge entdeckt worden GroßansichtGroßansicht

Magdeburg/Berlin (dpa) – Erstmals ist in den Stasi-Unterlagen ein bedingungsloser Schießbefehl gegen DDR-Flüchtlinge entdeckt worden. «Der Befehl fordert zum rücksichtslosen Gebrauch der Schusswaffe ohne Vorwarnung an der Grenze auf – auch gegen Frauen und Kinder», sagte Behördensprecher Andreas Schulze am Samstag der Deutschen Presse- Agentur dpa. Damit wurde ein Bericht der «Magdeburger Volksstimme» bestätigt. Die Aufarbeitung der Vorfälle an der DDR-Regimegrenze erhalte damit eine neue Qualität. Bislang galt laut Sprecher der Schusswaffengebrauch als letztes Mittel, um Flüchtlinge zu stoppen. Das Dokument wurde in Magedburg entdeckt.

references:
Worin sich die Stasi der DDR und die Bundesrepublik unterscheiden

Written by admin

August 12, 2007 at 5:07 pm

Eckensteher

leave a comment »

Es gibt ja genug Leute im Lande, die nichts zu tun haben – als ehemals überzeugter Müssiggänger respektiere ich diese Daseinsform. Wo und wie diese Leute ihren Müssiggang pflegen, ist sehr verschieden. Da ich in den letzten Monaten viele Fusswege durch Berlin zu erledigen hatte, sind mir die Eckensteher wieder aufgefallen. Das sind Leute, meist Männer zwischen 20 und 40, die über längere Zeitperioden immer an der gleichen Stelle im öffentlichen Strassenraum anzutreffen sind. Meist stehen sie alleine, manchmal in Grüppchen an Hauseingängen, Stromkästen, Ampelanlagen und Strassenkreuzungen. Was machen die nur dort?

Written by admin

August 12, 2007 at 8:51 am

Posted in Berlin, culture, Egoshice, la rue

Die Hacienda in Manchester

leave a comment »

war Tony Wilsons letzter Coup, den ich mitgekriegt habe, das war Ende der 80iger meine “HouseZeit” – ich war aber in dieser Zeit eher mit der Londoner Szenerie hekannt. subwave schreibt: “er hat factory records gegründet und somit der welt die musik solch großartiger bands wie joy division, new order oder happy mondays beschert. auch der hacienda club in manchester , einer der britischen clubs der 80er, wurde von ihm gegründet. gestern ist tony wilson im alter von 57 jahren viel zu früh infolge eines krebsleidens gestorben. (via.)” Michael Winterbottoms Film von 2002 24 Hour Party People erzählt die Geschichte des Clubs.

R.I.P. Tony

Written by admin

August 12, 2007 at 7:48 am

Der freie Wille …

leave a comment »

ist bedroht, wie das Edelweiss in den Alpen, die Seekühe in der Beringsee oder die Hufeisennase in Dresden. In den Lebenswissenschaften sind Vertreter unterwegs, die den Erkenntnissen der Neurobiologie nun auch gesellschaftliche Taten folgen lassen wollen. Das Strafrecht mit seinem Schuld- und Sühnekonzept soll abgeschafft werden, das Konzept des freien Willens soll abgeschafft werden, das Paradigma des Humanismus soll fallen.

Stattdessen wachen Psychiater, Neurowissenschaftler, Labormediziner und Radiologen über die Abweichung und die Widerherstellung der “Norm” und das am liebsten schon im Vorschulalter. Schuldabwägungen und Strafen sollen der kurativen Intervention oder der Umerziehung weichen und selbstverantwortliches Handeln soll keine Rolle mehr spielen – Jugendstrafrecht für alle Straftäter wäre demnach eine probate Übergangslösung. Exemplarisch konnte dieser Kampf um die wissenschaftlichen Hegemoniebestrebungen einer jungen, noch in der Entwicklung befindlichen Wissenschaftssparte im vorletzten spiegel verfolgt werden: Determinsimus versus freier Wille mit Prof. Reemtsma (Literaturwissenschaftler, pro freier Wille) aus Hamburg und Prof. Markowitsch (Gedächtnisforscher, pro Determinismus) aus Bielefeld. “Neuronen sind nicht böse”- der Text ist leider kostenpflichtig.

Aber die Rettung naht: Thomas Metzinger, lehrt Philosophie an der Uni Mainz und er ist der Meinung, dass angesichts der Möglichkeiten der Neurowissenschaften, Geist und Bewusstsein zu beeinflussen, die Entwicklung einer “Neuroethik” nötig sei. Mehr von anaximander

references:
Es lebe der freie Wille!
von anaximander

Written by admin

August 11, 2007 at 9:24 am

Technik und Mensch

leave a comment »

nachgedacht. Geisteswissenschaften in HamburgDer Kulturwissenschaftlter Prof. Dr. Thomas Hengartner vom Institut für Volkskunde spricht im Rahmen der Reihe nachgedacht über ein nichtalltägliches Beziehungsverhältnis: Von Schreib-, Sprech- und Denkmaschinen – Zum Verhältnis von Mensch, Kultur und Technik am Montag, 27. August 2007 in der SPIEGEL-Kantine Hamburg. Einlass 18.30, Beginn 19.00 Uhr.

Written by admin

August 11, 2007 at 7:47 am

Doku von Malte Ludin in der ARD

leave a comment »

2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß. Raumzeit berichtete bereits im Februar 2007 über diese Doku, sie wurde auf arte-tv ausgestrahlt.

ARD, Di 07.08.2007, 22.45 , 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß

Deutschland 2004 – Regie: Malte Ludin – Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 85 min. – Start: 7.4.2005
2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß Hanns Elard Ludin

Beschreibung

Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Vergangenheit des Vaters aktenkundig, aber unter seinen Verwandten wird sie beschönigt, geleugnet und verdrängt – mit all der Leidenschaft, zu der nur Familienbande fähig sind.

Hanns Ludin wird bereits in der Weimarer Republik berühmt, weil er in der Reichswehr für Hitler konspiriert. Nach 1933 steigt er schnell zum SA-Obergruppenführer auf. Ihm werden der Blutorden und andere hohe Weihen des Nazistaates zuteil. 1941 schickt ihn Hitler als Gesandten in den “Schutzstaat” Slowakei. Als “Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches” soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: vor allem die “Endlösung”. Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den Amerikanern an die Tschechoslowakei ausgeliefert, 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Diese Tatsachen nimmt sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, zum Ausgangspunkt einer schmerzlichen filmischen Auseinandersetzung mit den Legenden, die in der Familie über den Vater kursieren. War er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher? Auf einmal sind alle bereit zu reden: Die Schwestern, Schwager, Nichten und Neffen …

Es entsteht ein intimes und doch beispielhaftes Filmdokument – ein hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. 60 Jahre nach Kriegsende spielt die Hitlerkatastrophe in deren Leben noch immer eine brennend kontroverse Rolle.
Text & Foto: Plan 7

Written by admin

August 5, 2007 at 5:03 pm

Mauertote stören, hüben wie drüben

leave a comment »

Die Erinnerung an die Realitäten der beiden dt. Staaten verblasst zunehmend, dem Schrecken oder der Freude ist die Ignoranz gefolgt – wie vor dem Mauerfall auch. Die Büttel des ehemaligen SED-Regimes sind hüben wie drüben z.B. durch die historischen Arbeiten von Hubertus Knabe benannt, Gauck/Birthler tun ihr mögliches dazu. Der ethische Preis, den die Realpolitik der BRD dafür bereit war zu zahlen – die Mauertoten 1961 bis 1989 – ist noch nicht benannt, geschweige denn gesühnt worden. Dieser Problematik ist auch nicht über den politologischen Vergleich der ehemaligen Demagogien der CDU- oder SPD-Ostpolitik und DDR-Politik beizukommen, sie haben sich bis in die 80iger verwechselbar angeglichen. Es sind über hundert Menschen an der dt.-dt.-Grenze ermordet worden, viele Tausend wegen Republikflucht in den Knast gewandert. Die juristische Bearbeitung via Mauerschützen-Prozesse war kläglich, weil die Systematik “DDR-Staat+Vereingungsvertrag” so gut wie keine Verantwortlichen hinterliess – die restlichen Zweifelsfälle konnte RA Diestel für seine Jungs von der NVA vor den Gerichten durchklagen. Im selben Masse sind aber die politischen, bundesrepublikanischen Verhandler der Misere zwischen 1961-89 noch garnicht in einen Verantwortungsdiskurs gezwungen worden. Diese Doku kann dem Mangel mit abhelfen, bevor diese Politikerkaste klammheimlich wegstirbt oder in demenzieller Verblödung ihr Restaltenteil in gepflegter Athmosphäre absitzt.

Gueffroy CrossTV-Tip von Zettel , nicht nur für DDR-Ostalgiker: Tote an der Mauer
Die Sendung heißt “Wenn Tote stören” und wird heute von der ARD ab 22.45, also nach den “Tagesthemen” ausgestrahlt.

“Am Nachmittag des 12. Februar 1987 verabschiedet sich der junge Ost-Berliner Lutz Schmidt von seiner Frau, um im Kombinat “Autotrans” seine Nachtschicht anzutreten. Was Karin Schmidt nicht weiß: Heute ist der Tag X, an dem ihr Mann über die Mauer nach Ost-Berlin fliehen will. Zusammen mit einem Kollegen überwindet er die tiefgestaffelten Sperranlagen bei Treptow mit einer simplen Leiter. Sein Freund schafft den Sprung in den Westen, Lutz Schmidt wird an der letzten Grenzmauer von der Leiter geschossen – Tod durch Herzschuss. Seine Familie wird anschließend jahrelang von der Stasi observiert und drangsaliert. Er ist einer der letzten Mauertoten.
Mehr als 120 Mauer-Tote
Mehr als 120 Menschen sind bis dahin an der Berliner Mauer gestorben. Frauen, Männer, Kinder, deren Verbrechen darin bestand, der Mauer zu nahe zu kommen. Seit dem Mauerbau 1961 war die deutsch-deutsche Grenze in Berlin die bestbewachte und meistgehasste der Welt. Die Mauer sollte Ostdeutsche von Westdeutschen trennen, für immer, ohne Ausnahme und ohne Gnade. Auf beiden Seiten arrangierten sich die Politiker – billigend oder missbilligend – mit dem mörderischen Grenzregime. 28 Jahre lang.
Tragische Beispiele
Der Film zeigt drei tragische Beispiele von Mauertoten, deren Fälle vollständig auf Grundlage offizieller Dokumente rekonstruiert wurden. Dazu berichten Politiker beider Seiten, warum bis zur Wende 1989 kein Mittel zur Beendigung des Sterbens gefunden wurde.”

references:
Das vermutlich letzte Maueropfer:Ulrich Mühe
  von Euckens Erbe
Maueropfer wiki

Written by admin

August 1, 2007 at 7:08 pm