Raumzeit

et Philolog

Archive for November 2007

Lebensberatung via postcolonial studies

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Isolde Charim unterhält sich mit dem Identitätsforscher Homi K. Bhabha ( Harvard University , CU) über die Bedingungen, unter denen Menschen verschiedener Herkunft erfolgreich zusammenleben können. via anaximander

“Die Leute wollen teilnehmen”

Assimilation ist keine Einbahnstraße, sagt der Theoretiker Homi K. Bhabha. Das britische Empire habe an einem Ort Staatsbürger und am anderen koloniale Subjekte (i.e. kolonisierte Untertanen, anmerkende Beckmesserei von Zettel) hervorgebracht. Dies zu überwinden brauche Zeit und die Anstrengung aller

INTERVIEW ISOLDE CHARIM

taz: Herr Bhabha, Sie gelten als Vordenker der kulturellen Hybridität. Ist es ein Erfolg für Sie, dass das überwiegend englische Publikum bei einer Podiumsdiskussion mit Ihnen, Stuart Hall (wiki.en) und Salman Rushdie vehement sein Englischsein bestritt und auf seiner kulturellen Vermischung bestand?

Homi Bhabha: Es ist ein großer Erfolg, wenn man es vom Alltagsleben, von der Alltagskultur aus betrachtet. In vielen Ländern Europas einschließlich England findet man im täglichen Leben einen hohen Grad an Austausch und Zirkulation von unterschiedlichen Kulturen, die an einer gemeinsamen öffentlichen Sphäre teilnehmen. Zur gleichen Zeit haben wir jedoch einen anderen Geist, den diese Art der Hybridisierung verängstigt. Er versucht, diese kontinuierlich einzuschränken. Er tut dies in regionalen, in nationalen oder im schlimmsten Fall in rassistischen Kategorien. Und wir müssen inmitten dieses Widerspruchs, dieses Konflikts leben. Wenn Sie also von einem Erfolg reden, dann muss man beide Seiten in Betracht ziehen.

Trifft dies nur auf entwickelte Länder zu?

In Indien etwa gibt es dieselbe Auseinandersetzung. Auf der einen Seite haben wir eine Liberalisierung des indischen Markts. Viele Menschen kommen aus der ganzen Welt, um Geschäfte in Indien zu machen, um sich in Indien niederzulassen. Hewlett Packard hat einen ganzen Forschungs- und Entwicklungszweig in Indien etabliert. Es gibt eine sehr hybridisierte Kultur mit allem, was dazugehört – Weltmusik, Klubs, internationale Küche. Gleichzeitig gibt es regionalistische und hindufundamentalistische Parteien. Wir leben in einer seltsamen Periode des Übergangs, in einem anhaltenden Konflikt zwischen Kräften der Hybridisierung und Kräften der Homogenisierung.

Beschreibt Ihr Konzept der Hybridität die Identität von Minoritäten, oder beschreibt es die Funktionsweise moderner Gesellschaften?

Es beschreibt sicherlich beides, insofern die moderne Gesellschaft eine Gesellschaft ist, die durch die Erfahrungen der Minoritäten tief gehend beeinflusst und erschüttert wurde. Wir denken bei Minoritäten an Migranten oder an Flüchtlinge, die kamen, um sich innerhalb westlicher Länder niederzulassen. Aber es gibt eine andere Art der Minoritäten. In der Periode des Empires, die auch die Periode des Aufkommens der Moderne war, wurden in manchen Ländern die Begriffe der Nation, der nationalen Kultur, der Individualrechte, der Staatsbürgerschaft formuliert. Das war genau dieselbe Zeit, als genau dieselben Länder sich in Asien, in Afrika, in Südasien in der Etablierung von Kolonien verstrickten. An einem Ort brachten sie Staatsbürger hervor, und an einem anderen Ort koloniale Subjekte (i.e. kolonisierte Untertanen,anmerkende Beckmesserei von Zettel) . Wenn wir also von Minoritäten sprechen, müssen wir an diese Doppelnatur, diese doppelte Identität der Moderne denken. Das Thema der Minorität und das Thema der Moderne gehen Hand in Hand.

Wir hören hierzulande immer wieder die politische Forderung nach Assimilation der Migranten. Zeigt nicht Ihr Begriff der Mimikry (Biol.) – die Anpassung stellt nicht ganz gleiche, sondern nur ähnliche Subjekte her -, dass Assimilierung zu einem Bumerang werden und sich in Subversion verwandeln kann?

Ja natürlich! Wenn zwei verschiedene Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt erfolgreich zusammenleben wollen, dann wird es immer Aneignung und Entfremdung gleichzeitig geben. Denn man kann den Leuten nicht formale Rechte geben, ohne dass diese Leute, die von anderswo herkommen und sich diesem Land nun zugehörig fühlen, die ihre Steuern zahlen, die Ärzte oder Lehrer sind, diese Kultur auch gestalten wollen. Assimilierung ist keine Einbahnstraße. Es ist eine mehrspurige Autobahn.

die noch dazu in verschiedene Richtungen führt.

Ja, und das macht es nicht einfach. Es macht es kompliziert. Die Leute denken, dass der politische Zugang ausreichend sei. Aber die politische Sprache ist eine sehr spezifische. Sie ist sehr stark ausgerichtet auf das Funktionieren des Staates und der Regierung, aber der politische Diskurs hat den wichtigsten Bereich der Assimilation nicht erreicht. Er beschäftigt sich nicht mit dem komplizierten Sachverhalt, wie Kulturen einander übersetzen und einander verändern, er beschäftigt sich nicht mit der emotionalen und affektiven Reaktion der Leute auf die Migration. Die Leute fühlen sich geschreckt, die Leute fühlen sich gedemütigt. Und all diese politischen Emotionen – denn es sind politische Emotionen – sind sehr selten Teil des politischen Diskurses.

In Ihrem Konzept erscheint Diaspora meist als Widerstand. Benedict Anderson hingegen hat im Rahmen dieser Reihe den spezifischen Long-Distance-Nationalismus der Diaspora betont. Ist dieser nicht eine Abwehr der Hybridität seitens der Diaspora?

Mein Begriff des Widerstands beginnt bei der reinen Verwendung, denn Leute wollen nicht nur verwendet werden, sie wollen auch teilnehmen. Die andere Seite des Widerstands ist Teilnahme. Aber sobald sie das versuchen, hören sie sofort: Geht dorthin zurück, wo ihr hergekommen seid. Was meinen Sie genau mit Long-Distance-Nationalismus?

Dass Leute, die in der Diaspora leben, oft viel nationalistischer sind als die Leute in den Heimatländern. Die Diaspora-Situation befördert nicht nur eine hybride Identität, sondern auch deren genaues Gegenteil.

Das stimmt. Aber wir müssen hier zwei Aspekte unterscheiden. Zunächst einmal einen positiven: Sie haben einen Teil ihrer Familie in Indien oder anderswo, und selbst wenn sie zweite oder sogar dritte Generation sind, haben sie Bindungen, kulturelle Bindungen, Erinnerungen – der Bezug zum Herkunftsland ist ein Bezug durch die Erinnerung, selbst wenn es das Land ihrer Eltern ist, selbst wenn sie es nicht selbst erlebt haben. Damit ist man Teil eines neuen Weltbürgertums.

Aber es gibt Zeiten, wo dieses neue Weltbürgertum sich zu einem neuen Nationalismus verhärten kann. Dafür kann es viele Gründe geben. Einer der Gründe mag sein: Je weniger man sich dem Land, in das man emigriert ist, zugehörig fühlt, desto mehr versucht man, aus der Distanz, aus der langen Distanz, sich selbst eine Identität zu geben, die auf das Land der Herkunft fokussiert ist. Es handelt sich also oft um eine Kompensation des Gefühls der Entfremdung, der Nichtzugehörigkeit zu dem Land ihrer Migration. Das ist nicht einfach ein Long-Distance-Nationalismus. Das ist nur der Name für einen sehr komplexen Prozess einer gespaltenen Zugehörigkeit. Wenn man eine Spaltung in der Zugehörigkeit hat, bedeutet das eine Unsicherheit. Das kann zu einer obsessiven Bindung an eine Seite der Spaltung führen.

Haben die Ereignisse von 9/11 die Theorie der Hybridität erschüttert

Es gab damals viele Angriffe auf den Postkolonialismus – etwa seitens der Vertreter eines Kampfs der Kulturen. In meiner Sicht stellt aber 9/11 eine Gelegenheit dar, mehr über kulturelle Übersetzung und kulturelle Hybridisierung nachzudenken. Alle Leute, die in 9/11 verstrickt waren, ob als Täter oder als Unterstützer, waren an eine Reihe von kulturellen Überzeugungen gebunden. Manche von ihnen waren sehr religiös in einem traditionellen Sinn, gleichzeitig waren sie sehr erfahren in moderner Technologie und einer modernen Denkweise. Viele von ihnen haben lange in westlichen Gesellschaften gelebt oder wurden hier geboren und ausgebildet. Kulturelle Hybridisierung, egal welchen Grades, ist also Teil der Kultur der Welt. Die Herausforderung ist nun, darüber nachzudenken, unter welchen Umständen die Kombination kultureller Perspektiven kreativ oder aber destruktiv macht. Das ist die wahre Frage.

© taz Entwicklungs GmbH & Co. Medien KG, Vervielfältigung

references:
Postkolonialismus als Ideologie
via TA-Forum
STREIT UM ANGEBLICHEN GHETTOISIERUNGSPLAN
Intellektuelle Seilschaften: E. Said
Postkoloniale „Feministen“ und ihre ›Liaison dangereuse‹ mit dem Islam

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Cultural Studies via Webcast

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ron stricklandDank der nazi-hunter aus Tirol bin ich auf Ron Strickland aufmerksam gemacht worden, er lehrt an der Illinois State University “Literatur und Cultural Studies” und stellt dankenswerter Weise einige seiner Vorlesungen per Videocast ins Netz: A series of college course lectures. Thank you, Mr. Strickland 😉

Elias Canetti Symposion Wien 2007

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Durch einen Hinweis von anaximander habe ich mich etwas auf die virtuelle Recherchereise über den status-quo der Elias-Canetti-Forschung begeben.

Das 20. kulturanthropologisch-philosophisches Canetti-Symposion fand vom 15. bis 18. November 2007 in der Wiener Arena statt. Es wurde veranstaltet von der Wiener Urania und der Gesellschaft für “Masse & Macht“-Forschung (GMMF)  und trägt den Titel: DIE JUDEN – Eine unbekannte Nation?. Für das Konzept und die wissenschaftliche Leitung zeichnen John D. Patillo-Hess und Mario R. Smole verantwortlich. —> to be continued ….

Meine Liebliingstexte von Canetti sind “Reise nach Marrakesch” und “Masse & Macht”. In meinem persönlichen Umfeld kann ich kaum noch über seine Ansichten parlieren, der Autor wird entweder nicht verstanden oder als zu düster eingeschätzt. In Zeiten völkischer Massenbewegungen (Balkan,aktuell Belgien) auch in Europa und zunehmenden Antisemitismus sind Canettis Ideen aber moderner denn je.

Anhang:
Biographie Tabelle, freier Text , Canetti-Wiki

Schlussfolgerungen aus dem Horst Mahler Interview

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Wenn Michel Friedman mit dem braunen Horst beim Interview sitzt und dabei ein 14-seitiger Gesprächstext herauskommt, kann das ganz unterschiedlich verhandelt werden: Es wird der Dammbruch in die mittige Publizistik beklagt, Arno Lustiger zeigt die Zeitungsververantwortlichen wegen Volksverhetzung an, andere hoffen wiederum auf die Möglichkeit einer realistischeren Einschätzung der NPD-Strömung durch nationalverliebte, NPD sympatisierende Rechtskonservative.

Zettel ist ein ideologiegeschichtliches Detail im Denken des braunen Horst aufgefallen:

Daß einer Hegel und Hitler so miteinander verknotet, wie Marx das mit Hegel und Feuerbach gemacht hat.Der das tut, ist Horst Mahler, einst Chef- Ideologe der sogenannten RAF, heute ein Neonazi. Mitgeteilt hat er die Weltanschauung, die er sich aus Hegel und Hitler zusammengezimmert hat, in einem Interview mit Michel Friedman für “Vanity Fair”, das im Netz nachzulesen ist.

Diesen höchst interessanten Fragen wird Zettel in seiner Reihe “Horst Mahler – ein deutscher Denker, ein deutscher Täter (1): Ein Rückblick auf Hegel und Marx” in loser Folge nachgehen. Der Leser sollte Wissen, Mahler hat sich im Rahmen des “Deutschen Kolleg” intensiv mit dieser Verknotung seiner völkischen, nationalsozialistischen und antisemitischen Ideologie mit Hegel befasst und so eine nationalsozialistische Metatheorie entwickelt – eine braune Rekapitulation der 68iger-Pflichtlektüre, hier klingelt also der Nazi-Weltgeist philosophisch auf hohem Niveau.

references:
Wenn Michel Friedman mit dem braunen Horst …

… dem Infotainment verbale Watschen verpassen.

Written by admin

November 11, 2007 at 10:57 am

Horst-Eberhard Richter, …

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einer der massgeblichen Stichwortgeber der modernen, psychoanalytischen Familientherapie seit den 60iger Jahren in D-Land,meldet sich auch aus dem Ruhestand immer wieder zu Wort. Ich habe Horst-Eberhard Richter zuletzt vor ein paar Jahren auf einem ATTAC-Kongress in Berlin wieder getroffen, er wollte wohl diese neue soziale Bewegung in seinem Sinn unterstützen. Für mich war es eine Reminiszenz an die 80iger. Als einen gestandenen Individualisten in der linken Friedensbewegung habe ich ihn eigentlich immer wahrgenommen, seine Kriegsberichte hatten aber immer etwas von “nicht anders können- Mechanik” und unterschieden sich kaum von den Betrachtungen aus der Masse der NS-Tätergeneration. Nun hat sich nichtidentisches ein taz-Interview mit dem Psychoanalytiker vorgenommen,es geht um die Reinszenierung eines um die 20 Jahre alten Soldaten in der NS-Wehrmacht und seine heutigen rhetorischen Mittel, den Soldatenstatus garnicht mehr individualistisch sondern friedensbewegt-antiwestlich zu stilisieren: Horst-Eberhard Richter zwischen Mord und Krieg… Flakhelfer des Islamofaschismus.

PS: Und Wolfgang Benz von der TU-B kommt auch immer beschissener drauf. Na ja, die Emeritierung lässt ja auch nicht mehr lange auf sich warten – “Wolfgang Benz und die deutsche Wissenschaft”

references:
“Das geht ziemlich tief rein”

Written by admin

November 9, 2007 at 3:45 pm

Music Albums

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Written by admin

November 5, 2007 at 10:27 pm

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kurze Rede an Zettel

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Lieber Zettel ,

aus einer erwartbaren Glückwunschkarte hast Du wieder viel mehr gemacht als einen freundlichen Gruss. Dein Portrait des philologs und der Raumzeit werde ich als konkludente Beschreibung meiner Interessenslandschaften in mein “about “einbauen, habe Dank für die Mühe, die wohl aus einem positiven Impuls heraus zum Gemälde mutiert ist. Merci vielmals 😉

Deine offenen Fragen beantworte ich gerne.

damals. “Augenzuppler”, das hatte mir gefallen. Ich wußte und weiß nicht, wer oder was das ist, ein Augenzuppler. Aber es klang nett. Irgendwie folkloristisch und ironisch zugleich; ein wenig nach Karl Valentin. Aber “Philologisches Klo”? Mußte das sein?

Was ist also ein Augenzuppler?

Beatrix Kiddo (Uma Thurman) nimmt Elle Driver (Daryl Hannah) in Kill Bill II noch das zweite Auge aus der Augenhöhle heraus, die tobt wie vom Veitztanz betroffen durch den Trailerküchenraum und flucht unanständige Worte. Mein Kinosesselnachbar meinte:

” Haste gesehen, wie die der Alten das Auge herausgezuppelt hat? Unglaublich, dieser Tarantino und seine dramturgischen Einfälle. Einfach den Scheinwerfer ‘rausgezuppelt und das fiese Blondchen mit der Piratenaugenklappe tobt durch die Küche. Jetzt braucht sie zwei Augenklappen oder soll ‘se doch gleich ne Sonnebrille aufsetzen”

Der Augenzuppler war zerebral geboren. Wie du siehst, lieber Zettel, liegst du mit deiner folkloristischen Annahme goldrichtig – auch wenn die Folklore eher der berliner Schnauze entliehen ist. Das war das einschneidende Ereignis zur Namensgebung: Eine Identifikation mit einem zufällig aufgeschnappten Kommentar über eine äusserst gewalttätigen Filmszene in 2004. Ob hierbei auch psychologische Projektionen eine Rolle spielten, bleibt wohl im dunkeln der Seele verborgen. Sicherlich hatte ich in den Jahren zuvor einige harte Streitdebatten auch mit blondierten PolitkaderInnen, aber Pei-Meis Augenrausreisstechnik wäre wohl eher ein unagemessenes Mittel der Konfliktlösung gewesen, aber hesitative, unbewusste Affekte sind ja nie endgültig ausschliessbar. Das wären dann aber wohl eher Themen für die Couch.

Als Zuppi sich zum Umzug und Neustart entschloß, trug der Link dorthin noch den Namen “philolog”; und so habe ich’s auch verlinkt. Dann wurde es zum Klo; nun ja. Soviel an Kritik. Der Rest ist ein Loblied.

Wie schon im Jubiläumsposting angedeutet, ist dieser Name meiner Erfahrungswelt um die Jahrtausendwende zu verdanken. “Philolog” – einige meiner besten Freunde sind Wörter – wäre wohl hinreichend gewesen, aber wie das so bei mir abläuft, kamen noch ganz andere Assoziationen und Referenzen mit ins Spiel:

Freie Software, ein möglichst barriere- und kostenfreies Internet sind meine vordringlichen Themen in dieser Zeit gewesen und mit Abstrichen sind sie noch bis heute auf meiner Agenda. Die Konferenzen beim “CCC” und bei “oekonux” in jener Zeit waren das Futter, um die Jahre danach – die “Bewegung” zerklüftete daraufhin in diverse, spezialisierte Cluster – besser überstehen zu können. Mit Annette Schlemm und Jörg Bergstedt verband mich in jener Zeit z.B. die Debatte um den entstehenden Text “Freie Menschen in freien Vereinbarungen”, meine letzte grossspurige Diskussion um emanzipatorische Ansätze (im Rahmen der “freie-software-bewegung”) jenseits von Parteigliederungen oder ATTAC. Das “Philosophische Klo” war ein philosphisches Forum von Annette Schlemm (es ist leider offline) und es hatte eine semantische Anspielung auf eine WG-Praxis in den 70igern/frühen 80igern, auf deren Klos Zeitungen, Bücher und Infomaterialien – es war noch die Zeit der analogen Printmedien – als Refugium einer umfassenden Bedürfnisbefriedigung und Bildungsvermittlung genutzt wurden. Ich habe die “Dialektik der Aufklärung” seiner Zeit erstmalig vollständig und in aller Seelenruhe über 2 Wochen auf dem Klo gelesen; Habermas und Luhmann dann aber doch lieber am Schreibtisch. Dieser Sinnzusammenhang dürfte meine Blogbezeichnung aus dem reinen, hygienischen Bedeutungsraum – der kulturell immer wieder eher negativ besetzt ist – etwas herausnehmen. 😉
Soviel erst einmal zu den zentralen, kritischen Punkten. Abschliessend verlinkt wird hier später.

Written by admin

November 4, 2007 at 10:02 pm

Posted in Blogwelt, Egoshice