Raumzeit

et Philolog

kurz zusammen gefasst

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es ist ein fehler,wenn du glaubst, endlos zeit zum fahren zu haben,ein wochenend-ticket bei der db zu lösen und den mp3-player zu vergessen:zwischen kirchmösa und haldensleben – unter anderem ein u.s.p. graffitti gesichtet – einem markdurchtreibenden,kreischenden kleinkind ausgesetzt zu sein, ist defintive folter. den waggon zu wechseln und ausgelaugten teens bei notgeiler restkommunikation nach deren zeltlagerfreizeit zuhören zu müssen ist aber auch keine wirkliche alternative. zuppi denkt wieder über trampen nach.

meine nichte – sie geht auf ihren 12. lenz hinzu,wurde mit einer staffelei-ausrüstung von mir beglückt,sie hat ein nettes bild innerhalb von 4 stunden für die liebe tante aus den staaten hergestellt.nach dem dinner ein waldspaziergang,kurzweilige gespräche – energieeffizienzüberlegungen für afrika und asien in multiprofessioneller kooperation angestellt,die federführing hat der physiker.ein verfallenes baumhaus aus der zeit von tom sawyer wird der kleinen dame aber zum verhängnis,das morsche gebälk gibt nach,unterkiefer gestaucht,notaufnahme,der arzt gibt entwarnung. die folge ist: das letzte sonntagsdrittel muss sie mit bettruhe verbringen,ausser zuwendung kann ich nicht viel beitragen.

doof ist es ebenfalls,das geliebte buch zuhause liegen zu lassen,ab kassel wäre nämlich lesemöglichkeit gegeben gewesen,stattdessen kontemplative meditation und einstimmung auf die familienfestlichkeiten – war eigentlich auch notwendig.in kassel dann aber doch noch einmal den enzensberger erworben,die hammersteins – ebenfalls meine lektüre für die rückreise in die frontstadt. im bordrestaurant bei kalbsbraten – lamm war leider nicht mehr auf der karte – auch noch diverese musikzeitschriften gesichtet und ein kiss-poster abgestaubt – ich kriege wieder pickel im gesicht.

Written by admin

May 19, 2008 at 12:22 am

Posted in Egoshice

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2 Responses

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  1. auch folter: in nem nachtzug-abteil stundenlang zwischen betrunkenen alten österr. männern sitzen zu müssen, die eine pausenlos anzüglich anlallen. ich werde jetzt auch ne zeitlang nicht mehr mit dem zug fahren, das war zuviel des ‘guten’.

    Laura

    May 20, 2008 at 2:00 pm

  2. wer alle ausprägungen des teutonentums im feld ganz praktisch studieren möchte,mus einfach zug fahren – und die wachturmverkäufer von der bahamas-redaktion könnten ihre auflage verdoppeln. der angenehmste waggon auf der hinreise nach wessieland war eindeutig der mit hohem migrantinnenanteil: eine fröhliche, aber nie übergriffige stimmung, nebenbei werden die kleinen dramen mit den minis praktisch, rücksichtsvoll, schnell und adäquat gelöst. im vergleich dazu kamen die teutonenwalküren nicht einmal mit einem kleinkind klar – und das soziale jugendhilfesystem braucht sicherlich keine nachschubsorgen zu füchten.
    in intercity-zügen gibt es noch abteilwagen,im ice aber wohl nur noch in der 1. klasse,dann setze ich mich lieber ins bordrestaurant,verfresse die preisdifferenz und habe meist eine angenehme reiseathmosphäre – im bistro ist das schon schwieriger,zu hohe bierbauchrate mit allen ideologischen folgeerscheinungen.
    bin gespannt,was mir der flugbetrieb im juni so für zumitungen bereit halten wird.

    zuppi

    May 20, 2008 at 6:11 pm


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