Raumzeit

et Philolog

Tatortrückkehr

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Sherlock Holmes,Hercule Poirot und Inspector Barnaby wussten es schon immer: Der Täter kehrt immer zum Tatort zurück. Ostern endete ein Autoausflug für die Mutter einer Familie tödlich,ein Baumstumpf wurde von einem Autobahnbrückenübergang in das Autofenster geschleudert. Umgehend wurden jugendliche Randalierer zu Tatverdächtigen hochstilisiert. Nun verhält es sich wohl ganz anders. Als “Räuber Hotzenklotz” wurde ein 30 jähriger,drogensüchtiger Kasache – auf Borats Heimatkunde ist eben Verlass – von der Polizei ermittelt,Frust und Perpektivlosigkeit werden als Motive angeführt und das erinnert mich irgendwie an den Sozialarbeitersprech aus den Siebzigern. Pikant ist die Vorgeschichte des mutmasslichen Täters: Er hat kurz nach der Tat das Märchen von der Jugendgang in die Medienwelt gesetzt,um den Verdacht von seiner Person abzuschütteln – das Fahndungsgemälde sah wirklich aus wie aus der BRAVO-Klamottenwerbung abgezeichnet. Aber die Öffentlichkeit hat die Geschichte zu gerne geglaubt. Neue Jugendknäste, Erziehungsheime, mehr Reli-Untericht und andere Scheusslichkeiten wurden aus berufenen Mündern laut. Merke: Der erste Anschein trügt bei solchen Medieninszenierungen fast immer und: Kommt Zeit – kommt Rat.

Hotte Köhler will es noch einmal wissen,er geht in die zweite Runde für seinen Job. Die LINKE geiert auf die Bayernwahl und den möglichen Einzug der PDS in die Länderkammer,dann wird es eng für Hotte in der Bundesversammlung und Frau Professor Gesine S. könnte noch einmal erfolgversprechend in Stellung gebracht werden. Diese Bayernwahl ist wieder einmal eine Richtungsentscheidung für die gesamte Republik,das war doch zuletzt bei F.J.S. der Fall. Ob angehende Azubis von solchen Bewerbungsverfahren wohl etwas lernen können?

In Berlin-Neukölln sitzt Helga und veröffentlicht im Blog Tell-Stübchen letzte Wahrheiten aus einem meiner ehemaligen Wohnbezirke – unlängst wurde von dort aus zu einem polnischen Abend eingeladen,allerdings in X-Berg: Eine kulturell wohltuende Absetzung vom Hype um Kaminers Russendisko im verschnöselten Mitte. Vorbeischauen bei Helga lohnt sich an 24 Stunden – ein Kneipentypus,der im höchsten Masse vom Aussterben bedroht ist – nicht zuletzt wegen des aparten Solidarnocs-Fotos in der Seitenleiste,das ich mir von dort auch für meinen Blog gemoppppst habe. Prost Helga!

Die parlamentarisch orientierte Ost- und West-Linke arbeitet ihren traditionellen Antizionismus und Antiimperialismus auf,ein Zwischenbericht von Ivo Bozic.

Written by admin

May 22, 2008 at 6:02 pm

Posted in Blogwelt, Egoshice, Personen

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