Raumzeit

et Philolog

Ein ganz normaler Arbeitstag von Angie

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Die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel hat viel zu tun.

Gestern musste sie als Gastgeberin dem Middle East Quartett in Berlin eine konstruktive Verhandlungsathmosphäre erzeugen,um bei der Bildung des Palästinenserstaates hilfreich zu sein – seit 1948 war der ja möglich,aber den arabischen Staaten ging das Schicksal der dort lebenden Araber schlicht am Allerwertesten vorbei,sie überzogen lieber den neu gegründeten Judenstaat Israel mit Krieg und sorgten für Flüchtlinge und nicht für selbstestimmte Bürger.Die aktuellen Ereignisse sind aber auch wenig hoffnungsvoller,denn die Araber/Palästinenser sind Geiseln des Mullahregimes in Iran und der Muslimbruderschaft,die ebenfalls kein Interesse an einer dauerhaften Zweistaatenlösung haben.

Eine bedauerliche, chronifizierte Situation,die allzu gerne alleine den Israelis in die Schuhe geschoben wird.

angela merkel comic Heute hat Angie auch ein interessantes Programm zu absolvieren,

ich zitiere einmal aus ihrem Terminkalender

vom 25. Juni 2008,

der die Überschrift Gedenkveranstaltung “Prager Frühling” trägt:

Am Morgen leitet Angela Merkel, wie üblich, die Sitzung des Bundeskabinetts. Gegen Mittag empfängt die Bundeskanzlerin den Präsidenten Georgiens, Micheil Saakaschwili, zu einem Gespräch im Bundeskanzleramt. Nachmittags empfängt sie den Premierminister der Tschechischen Republik, Mirek Topolánek, und den Premierminister der Slowakischen Republik, Róbert Fico. Anschließend hält die Bundeskanzlerin im Berliner Konzerthaus die Festrede bei der Gedenkveranstaltung “40 Jahre Prager Frühling”.Abends besucht Angela Merkel in Basel das EM-Halbfinalspiel Deutschland-Türkei.

Gestern noch ganz live der Nahostkonflikt,heute das Gedenken an den “Prager Frühling” von vor 40 Jahren.Die Frau erlebt ja die Zeitgeschichte in dichtester Ballung.Langweilig scheint der Job wirklich nicht zu sein und wie Angie vor vier Jahrzehnten über den “Prager Frühling” so dachte,wäre ja auch ‘mal spannend zu wissen.Immerhin gab der SED-Schabowski kürzlich seine damaligen Motive zum Einmarsch der SU in die Tschechoslowakei als 19 jähriger Kommunist recht offen vor der Kamera bekannt.

praha 1968 Wie sie heute über diese Ereignisse spricht,

und wohl auch denkt,

kann der wissbegierige Leser über ihren Podcast erfahren:

Die Ereignisse des “Prager Frühlings” 1968 dürfen nicht in Vergessenheit geraten, … “Damals wurden nicht nur ökonomische Reformen eingeleitet, sondern es gab auch ein Stück mehr Freiheit für die Menschen. Und das hatte eine hohe Attraktivität für alle Nachbarstaaten – so auch für die DDR.” Leider wurde der Versuch der Freiheit mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen am 21. August in die Tschechoslowakei “von der Sowjetunion brutal unterbunden.”

Die vorangeschickten Statements wirken doch sehr allgemein gehalten,in ihrem drei minütigen Videobeitrag (Text als pdf) erwähnt Angie aber alle wichtigen historischen Ereignisse.

Eine besondere Freude ist ihr die heutige Verbindung der Erinnerung an das wiederkehrende Aufkeimen der Freiheitsbewegungen innerhalb des Ostblocks gemeinsam mit den derzeitigen Staatschefs aus Tschechien und der Slowakei in Berlin.

Unterstützt wird das parlamentarische Gedenken durch die Fotoausstellung “Freiheit ist unteilbar – Gesichter des Prager Frühling“”. Vom 26. Juni bis 30. August 2008 im Deutschen Bundestag – Westfoyer des Paul-Löbe-Hauses.

PS:
Veranstaltungshinweis in Berlin
: Florian Havemann liest Lawrence Sterne

Written by admin

June 25, 2008 at 7:36 pm

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