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Symbolischer Antifaschismus und praktischer Antisemitismus in Berlin

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Vollstreckungsbeauftragte

Die Mitarbeiter der Dependence von Madame Tussauds in Berlin haben sich bei der Inszenierung der Hitler-Figur einige Mühe gegeben. Der GröfaZ wird sitzend an seinem spärlich ausgestatteten Sekretär im Bunker in Berlin ausgestellt,eine kleine Zeit zum Untergang steht noch aus,das 1000 jährige Reich geht nach 12 jahren bekanntlich seinem Ende zu.

Einer der ersten Besucher des Wachsfigurenkabinetts hat am Eröffnungstag einen Sicherheitsangestellten zur Seite geschubst und dem GröfaZ den Kopf abgerissen. Die Polizei handelt und die Presse begleitet die Verhaftung des antifaschistischen Kunstgrobians,der enthauptete GröfaZ ist aber nicht zu sehen. Pietät oder Geschäftsphilosophie ? UPDATE: DER BRÜLLER DES TAGES von Martin: Helden gesucht

Antisemitischer Newspeak

Seit einigen Jahren hat sich unter Antisemiten und Israelfeinden – wenn sie nicht gerade aus der NPD entsprangen – eine neue rhetorische Praxis gefestigt.Wenn der antisemitische Sprechort judenfrei ist,gibt es überhaupt keinen Grund,sich zu rechtfertigen.Sollten doch Juden im Sprechraum anwesend sein,wird auf vermeintliche Gefühlsduseleien der Rezipienten abgehoben,die aber nur intrapsychisch wertbar sein können.Ein neueres Konkretum diese Sprachregelung ist laut Liza nach einer Friedenskonferenz in Berlin zu bestaunen gewesen:

„Mit großer Bestürzung hat die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) Medienberichte aufgenommen, in denen im Zusammenhang mit ihrer Nahost-Konferenz vom vergangenen Mittwoch von Antisemitismus die Rede ist. Wir bedauern es außerordentlich, dass Äußerungen von Mohammad Laridjani, dem früheren iranischen Vizeaußenminister, auf dieser Konferenz die Gefühle einzelner israelischer Teilnehmer verletzt haben.“

Die HSFK ist kein antisemitischer Denktank,sie bedient mit ihrer Expertise die Dialogschiene des Aussenministeriums mit dem Iran. Und wenn die Columbia Uni den iranischen Ministerpräsidenten Ahmadindedjad qua free-speech freien Lauf lassen kann,wird das der in Hessen ansässigen Stiftung wohl ein Ansporn gewesen sein.

Da stören kritische Stimmen,die sich gegen die international behüteten Meinungsführer der Vernichtung Israels – das ist die iranische Staatsdoktrin seit der Machtübernahme der Mullahs in 1979 – aussprechen.Es ist eben schon ein paar Jahre,in denen Hessie James mit erlogenen jüdischen Vermächtnissen den Spendeskandal seiner Partei kaschieren konnte.Heute sollen Juden,Israelis und deren Freunde einfach nur die Fresse halten,wenn die Teutonen über ihre weitere Existenz Dialoge führen oder verhandeln.Ekelhaft!

references:
Der Führer ist tot, es lebe der Führer
Mann enthauptet Hitler in Berlin
Adolf, am Arsch!

Written by admin

July 5, 2008 at 7:44 pm

Posted in Zeitgeschichte

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