Raumzeit

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DAF

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Deutsch-Amerikanische-Freundschaft (D.A.F.) wurde diese Woche in Berlin nicht nur propagiert sondern auch praktisch demonstriert: Auf der Strasse des 17. Juni an der Siegessäule – umgangssprachlich die “Gold-Else ” benannt – sprach gestern Barak Obama, der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten als Privatmensch (ARD-Sondersendung:Rede dt.+eng./ Transcriptl).
Es kamen über 200 000 Menschen in den Tiergarten. Einige wollten sicherlich ihr Idol von einem anderen Amerika feiern – Obama steht für “CHANGE” in der US-Politik. Andere kamen,um einer typisch amerikanischen Wahlparty beizuwohnen – allerdings ohne den massenhaften Einsatz der obligaten Pappschilder. Selbst Angela Merkel hat sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen,den populären Senator aus Illinois in einem vertraulichen Gespräch vor seinem grossen Auftritt kennen zu lernen – je nachdem,wie sich das Personalkarussell demnächst dreht,hat frau ja noch einmal miteinander zu tun. Die Medien hatten sich auch einen ganz eigenen Zugang zu Obamas Berlinauftritt gebastelt,das aussenpolitische Profil des jung und smart wirkenden Kandidaten stand auf dem Prüfstand, die bedeutendsten US-Medien waren mit ihren Teams in Berlin,um über Obamas aussenpolitische Vorstellungsrunde möglichst nah berichten zu können. Deutschlands ARD schickte Ulrich Deppendorf – auch ihm kommt die Worte Iran+Atomprogramm nicht über die Lippen – und Hanni Hüsch in’s Rennen.

Für die Berliner war der Rückblick Obamas auf die Stadtgeschichte der letzten 63 Jahre – vom an Menschenleben verlustreichen Alliiertensieg über Nazideutschland,die Berlinblockade der SU,die Luftbrücke,den Mauerbau bis hin zum Mauerfall – eine höchst sensibel gelegte Geschichtsbetrachtung ermöglichte solche Anknüpfungspunkt, der die gemeinsamen Werte und Interessen der USA mit Europa und Deutschland hervorheben konnte. Das hätte Mc Cain von den Republikanern sicherlich kaum anders dargestellt. Ob er im Rahmen seines Wahlkampfes auch zu den Krauts zu Besuch kommt?

In der EU verschiebt sich das amerikafeindliche Klima zumindest auf Regierungsebene – die Einstellungen der EU-Bürger sprechen meist eine differenziertere Sprache mit Auftrag für mehr Bildung. In Italien führt Berlusconi als US-freundlicher MP die Regierungsgeschäfte,in Frankreich ist der Konservative Sarkozy an der Macht und Angela Merkel wuchert mit ihrem ausverhandelten Koaltionspfund um die Rückeroberung internationaler Glaubwürdigkeit – sie muss sich darum mit allerhand faulen Kompromissen in 2009 damit dem Wähler stellen.

Rayson hat sich die zentralen Forderungen Obamas an die Europäer angeschaut und stellt sie den Ideen und Illusionen des Obama “Fanclubs” gegenüber. Eine Versachlichung der Obamania scheint mehr als geboten,aus dem Angebot Obamas,einen partnerschaftlichen Umgang mit internationalen Organisationen und den Alliierten aufbauen zu wollen,ist nicht der Fehlschluss ableitbar,Obama würde vitale US-Interessen zur Disposition stellen – Obama ist eben nicht der Erdnussfarmer. Die von Obama beschworenen westlichen Werte werden schon bei der Austarierung der strategischen Energie- und Sicherheitsinteressen ihre ersten Grenzen erfahren, die BRD setzt auf Energielieferungsverträge mit den Russen,die USA sind mit den Golfstaaten im Energiegeschäft – an der Börse wird die Ressourcenverteilung aber letztendlich über den bezahlten Preis abgewickelt. Grössere Krisen können sich eigentlich weder die EU noch die USA leisten.

Die Herausforderung an die D.A.F. in den nächsten 12 Monaten ist sicherlich die Verständigung im Umgang mit dem Atomprogramm des Mullahregimes im Iran – Obama hat in Berlin unmissverständlich klargestellt,das er die Atombewaffnung der Mullahs nicht akzeptieren wird. Ob seine vorher geäusserte Verhandlungsbereitschaft mit dem Mullahregime seine internationale Unerfahrenheit manifestierte oder zum wahltaktischen Kalkül gehört – das vom iranischen Regime als Schwäche ausgelegt wurde – ist unklar. Die von Präsident Bush nach Teheran gesendeten Emissäre lassen aber darauf schliessen,das bereits bilateral verhandelt wird und es ist anzunehmen,dass diese Verhandlungen sich vom Katz-und Maus-Spiel mit der UNO und der EU deutlich unterscheiden werden. Im Gegensatz zur UNO/EU haben die USA die Bereitschaft und die Mittel,eine atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern. Ob Angie die Sonderwege ihres Aussenministers mit dem Iran weiter teilen wird,bleibt auch offen, die Ränkespiele zwischen Kanzleramt und Aussenministerium schwelen derzeitig auf niedrigem Level,der Wahlkampf 2009 wird hoffentlich für mehr Deutlichkeit sorgen.

Obama hat mit seiner Beehrung der Hauptstadt das politische Sommerloch um ein paar Stunden hinausgeschoben – alleine dafür gebührt ihm mein Dank. Was sich Individuen von Obamas Kandidatur erhoffen oder was sie befürchten,wird noch ausführlich zu diskutieren sein, Daniel hat einige Stimmen aus der Blogosphäre dazu eingefangen.

Ab heute wird thematisch wieder tiefer gestapelt: Lufhansastreik,hohe Gaspreise und auf welcher Autobahn wieder unaufmerksame KfZ-User den anderen Fahrbahnnutzern Schaden zugefügt haben, regieren das massenmediale Nachrichtengeschehen. It’s time for a change.

references:
What Germans Think of Barack Obama: Continuity We Can Believe In
Obama: Mehr deutsche Soldaten, weniger US Steuern

Written by admin

July 25, 2008 at 10:39 pm

One Response

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  1. Obama brings the New World Order to America.
    Read the story then read the Green Agenda to visit the future.
    November is going to be interesting.
    If you vote for the “Left” It’s rule by the UN.
    If you vote for the “Right” America will be integrated with Mexico and Canada.
    The people of America need to vote for anyone, except Obama or McCain.
    Pick someone and everybody vote for that person.
    Take America Back now or say goodbye to the land of the free.
    The choice is yours America.
    Read the Green Agenda at http://www.windfarms.wordpress.com to find the real meaning of Obama’s words.

    atomcat

    July 25, 2008 at 10:49 pm


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