Raumzeit

et Philolog

Archive for July 2008

aus gegebenem Anlass

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Wer ist Arzt und wer Patient? Locke ist gefasst und Bemerkungen zu Klaus Kinski: Irre.

references:
Belgrader Verkleidungskünstler
der mob mit dem dreh

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July 22, 2008 at 10:28 pm

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Loveparade 2008

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Das Strassenfest der Technokids war in Berlin schon in die Jahre gekommen,damals auf dem Ku-Damm waren die Aliens aus Kreuzberg und Mitte noch eine Novität,Ende der 90iger campierte schon die Jugend aus Schöna unter meinem Balkon in der Nähe der TU-Berlin:
Music geil,Stimmung geil,Berlin geil,alles super geil hier!
Dorfkids bekleidet mit Raumfahrerhosen,lila-grün-orangen Igelfrisuren und verrückten Sonnenbrillen liessen die Sau ‘raus,eroberten sich öffentliche Plätze und hatten in der Regel ein schönes – aber selten drogenfreies – Wochenende in der Frontstadt.

Die Berliner Provinzpolitiker setzten alles daran,dem durch das Demonstrationsrecht geschuldeten fröhlichen Treiben ein Ende zu setzen. Sie hattem nur noch den Müll auf der Strasse des 17. Juni,die Pisse im Tiergarten und das Ruhebedürfnis der Jodelschnepfe im Kopf,anstatt sich über 1 Mio zusäztliche Touristen zu freuen.
Mein letztes Erlebnis liegt zirka 8 Jahre zurück,im “Kasino” legten DJ’s und DJanes sehr gute Platten auf. Die Rückfahrt mit der S-Bahn ging bis Bahnhof Zoo,von dort bis zum Ernst-Reuter-Platz waren dutzende Sundsystems aufgebaut und man konnte tanzend seinen Heimweg auf für den Autoverkehr gesperrter Strasse gestalten.

Und nun in 2008 in Dortmund?
Das hier :

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July 20, 2008 at 9:29 am

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Aufgeschnappt

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  1. Im Forum der “Augsburger Allegemeinen” wird ein Moscheebau in Oberhausen diskutiert,eine verunglückte Diskussion?
  2. Marokko ist auch in Sarkozys abgespeckter Mittelmeer Union,das emanzipatorische Gepäck der europäischen Aufklärung fliegt dem Königshaus dort jetzt qua Filmfestival um die Ohren,hier der Bericht von Damien.
  3. Die antipsychiatrische Literaturliste ist um einen ausführlichen Text bereichert worden: Kontinuitäten der (Zwangs-)Psychiatrie, von Alice Halmi aus 2008. Die Antipsychiatrie [LinkTipp] ist nun bei der Staatskritik der MG/Gegenstandpunkt angekommen.
  4. BAK-Shalom lädt am Sonntag zur Podiumsdiskussion mit dem Juristen Dr. Mohammed Wattad im Berliner Karl-Liebknecht Haus ein. Thema: A Vision of Peace & ReconcilationUPDATE: Ein Frieden im Nahen Osten – Ein Frieden für alle Menschen in der Region
  5. Am gleichen Tag wird für die beiden von der Hisbollah ermordeten israelischen Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev am jüdischen Gemeindehaus Berlin in der Fasanenstrasse um 15.00 eine Gedenkveranstaltung abgehalten: Israels Gesandter in Berlin Ilan Mor wird eine Rede halten,Rabbiner Jitzhak Ehrenberg wird den Kaddish sprechen und die Hatikva wird gesungen. Mehr Infos zur Beisetzung in israel gibt es bei hagalil. UPDATE: Um die 200 Trauergäste fanden sich vor dem jüdischen Gemeindehaus Berlin zu dem traurigen Anlass ein,die Gedenkveranstaltung verlief ohne Zwischenfälle.Reportage von Jörg Fischer-Aharon
  6. Nina “flieg doch auf einem Kajalstift in eine andere Dimension” Hagen hat seit heute bei Helga Lokalverbot.

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July 19, 2008 at 12:59 pm

Retro:Church in Ireland/Britain

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Dave Allen – religious scetches

*David Tynan O’Mahoney (July 6, 1936–March 10, 2005), better known as Dave Allen, was an Irish comedian, popular in the United Kingdom and Australia in the 1960s, 70s and also in the 1990s. Allen’s act was typified by a very relaxed, intimate style — he would sit on a chair, smoking and holding a glass of whiskey. An atheist (according to Allen himself, “what you might call a practising atheist”), he would often make jokes about religion, particularly the Roman Catholic Church and the Church of England. Along with his seated stand-up routines, his television shows were interspersed with sketch comedy.” (…) By sofista25

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende.

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July 18, 2008 at 9:21 pm

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Taschenstöckchen

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Martin von MMSenf hat es völlig unverbindlich losgetreten,ich mach mal weiter,die Handycam gibt eine Ahnung von den Objekten des heutigen Nachmittags.

1. Take a picture of your bag.

Die grüne Tasche nehme ich meistens,wenn keinerlei Einkaufspflichten im Supermarkt meinen Alltag versauen.

bag

2. Now dump everything out and neatly adjust them, and take a picture (no matter how embarrassing).

Inhalt 1

i

i

Inhalt 2

3. Talk about the items inside. Detail.

Inhalt 1 von links oben nach rechts unten:

Meine Minitaschenlampe am Minikarabiner – damit kann ich z.B. auch im düsteren mein Zahlenschloss am Rad öffnen und schliessen,Bus- und Tramfahrpläne lesen oder heruntergefallenes Kleingeld aufsammeln.Meistens ist aber die Batterie leer und das Gerät liegt völlig nutzlos in der Tiasche herum – vor allem,wenn es wirklich benötigt wird.

Das rote Brillenetui beherbergt meine Sonnenbrille,die ich n Berlin ganzjährig und nicht nur wegen des Klimawandels in Gebrauch habe.

Mein palm ist mein Gehirn,es wird seit der besseren Leistungsfähigkeit der USB-Sticks aber nicht mehr so intensiv genutzt,praktisch ist aber die drahtlose Tastatur,wenn ich in freier Wildbahn mein eigener Sekretär
sein muss.Für Laptopschleppen fehlt mir meist die Bereitschaft.

Meine Notizblöcke – ich bin seit Zypern auf ein grösseres Format umgestiegen – sind mit Skizzen,Modellen und Buchstabensalat vollgestopft,einen Tag nach Aufzeichnung kann ich das Geschreibsel schon selbst nicht mehr entziffern,aber wer weiss,wofür das noch einmal gut sein könnte.Zuppi kritzelt am liebsten mit Lamy-Kugelschreibern.

Das untere Buch ist ein frisch erworbenes Geschenk für nächstes Wochenende,es handelt von der Vereinigung jiddischer Polizisten.Oben auf liegt ein von meiner Kollegin ausgeliehener Titel von Jens Clausen: Das Selbst und die Fremde – über psychische Grenzerfahrungen auf Reisen.Ich reise bekanntlich höchst ungern,seit dieser Buchlektüre wird mir zunemend klarer,was ich mir durch diese Miesepeterei bis heute so auch an verzichtbaren Erlebnissen erspart habe.Eigentlich habe ich auch von der Welt das gesehen,was mir wichtig war – ein Besuch in Pakistan fehlt mir aber noch.

Inhalt 2 von links oben nach rechts unten

Der Text ist von GRENZENLOS über die Redaktion BAHAMAS,ein ganz frischer Lese-Tipp von Laura.Es scheint sich um die direkten geistigen Nachfahren der Leute von Cafe Morgenland,Fluchschriften – den legendären Fluttext aus 2002 empfehle ich hiermit ausdrücklich zur Lektüre – oder 6000 zu handeln,die dem deutschen Michel von links nach rechts bis in die Mitte kräftig die Migrantenbefindlichkeiten in dieser Republik um die Ohren hauen. Im besagten GRENZENLOS-Text wird Justus Werthmüller des deutschtümelnden Orientalismus bezichtigt,natürlich habe ich die zitierte Zeitschriftenausgabe #54 derzeitig in meinem Bestand,aber online kann der Text auch eingesehen werden – ich bemühe mich um raschen Zitatabgleich des 5. Kapitels: Iwan Kirejewski: Die Aggression gegen den Universalismus,der von antiwestlicher Slawophilie im Russland des 19. Jahrhunderts handelt und den Werthmüller kurz mit dem antiwestlichen Orientalismusverständnis von E. Said in Beziehung setzt.Ansonsten nur historischer Disput,garniert mit fortlaufender Kritik am deutschem Idealismus,um den es den Antideutschen der BAHAMAS besonders zu tun ist.

Aufliegend auf dem Text befinden sich mein leerer Kameraakku, Klebezettel für Kurznotizen und meine Mintpastillen,die über Monate kaum weniger werden wollen,die aber ein rasselndes Laufgeräusch erzeugen,an dem mich Bekannte auch von hinten herannahend rechtzeitig identifizieren können.

Das blaue Buch ist mein Gremienbuch,dort werden alle Notizen und Schriftsätze aus direkten,dienstlichen Besprechungen mit den Ämtern eingelegt,Alan Turing hätte auch hier beim entziffern seine Herausforderung finden können,im Zweifelsfall lese ich meine Einlassungen aber fehlerfrei heraus.Was Andere gemeint haben könnten,ist mir sowieso wurscht. Und wozu gibt es überhaupt Protokolle?

Auf dem blauen Buch liegen ein paar Tintenballschreiber für Käsekästchen, Schiffe Versenken oder TicTacToe,je nach Langweiligkeitsgrad der besuchten Veranstaltungen. Die obligaten Taschentücher und die neu erworbene Dollar Brand CD “Echoes from Africa” – meine 20 Jahre alte Musiccassette hat vor ein paar Tagen endgültig ihren Musikgeist aufgegeben und die Langspielplatte befindet sich im wohlfeilen Besitz von Henriette in Frankfurt.

That’s it,wer Lust hat, auch seine Tasche auszukippen,macht halt weiter mit dem Krams …..

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July 14, 2008 at 11:10 pm

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Kulturkämpfchen

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Kulturkriege

Neues und Bekanntes plagt sich mit der Frage herum,was in liberaler Denke gesellschaftlich lebbare Toleranz bedeuten könnte. Dazu arbeitet er sich ausgerechnet an den letzten Texten von GayWest ab.Das erinnert mich nur im Ansatz an die Kampagne der unsäglichen PI gegen die “Krawallschwestern” von GayWest vor ein paar Monaten – sie meldeten berechtigte Zweifel an der Homosoli von Herre & Co an (in diesem Zusammenhang habe ich GayWest erstmalig virtuell wahrgenommen). NuB will aber hoffentlich wohl auf etwas ganz anderes hinaus und Damien hat auch eine Antwort auf NuB’s Fragen und Hypothesen.Noch wird mit harten Bandagen gekämpft und ich bin etwas ratlos,worüber hier eigentlich genau so erbittert gehadert wird.

Hostienentführung

Die katholische Kirche in den USA erholt sich noch von den Kinderschändungsskandalen ihrer Angestellten,ihre Lobbyarmee ist aber noch vollständig handlungsfähig. Der Biologe und Uni-Prof Paul Zachary “PZ” Myers hat während einer Messe die ihm gereichte Hostie nicht gemäss der Lithurgie zu sich genommen,sondern mitgehen lassen – quasi eine Entführung des Leib Christi. Aber nicht genug damit,er hat seine Blogleser dazu aufgefordert,es ihm gleich zu tun und die eroberten,geweihten Oblaten an ihn zu senden,damit er damit kirchenverächtliche Sachen machen kann.Im Blog von Der Misanthrop sind die heftigen Reaktionen von z.B. Bill Donohue der Chef der Catholic League,genauer niedergelegt.

Prof Myers gehen die Einmischungen der christlichen Rackets in den Wissenschaftsapparat schon lange auf die Nerven. Die creationistischen Ansätze haben für einen Naturwissenschaftler etwa den Stellenwert eines Furunkels am Gesäss. Ob die öffentliche Malträtierung einer Hostie ein geeignetes Mittel zur Abwehr der gottesgläubigen,aufklärungsresistenten Papstbanden ist,bleibt noch offen. Der Hostienmisbrauch war nur eine Marginalie.

Ich kann diese spektakuläre Aktion des Biologen aus Minnesota verstehen,klappern gehört zum Geschäft, um eine kirchenkritische Meinung öffentlich wirksam machen zu können.Und die Reaktionen der getroffenen Katholiken reichen von der berechtigten Empörung bis zum handwerklichen Spektrum der chronisch beleidigten Muslime,die gerne über ihre Tötungswünsche und Fatwas den inhaltichen Frieden ihrer Religion in die Weltöffentlichkeit transportieren.Ich bleibe Atheist und die religiösen Ideologien gehören zu den Privatsachen freier Bürger und in die Tempel, bestimmt für diejjenigen, die an ein verehrungswürdiges, höheres Wesen glauben mögen. Erkenntnis ist immer begrenzt – gerade Naturwissenschaftler wissen das. Daraus einen Auftrag für Kirchenagenten abzuleiten,ist mir seit Jahren schon viel zu übergriffig.

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July 13, 2008 at 9:27 pm

Kredit für Islamisten …

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gibt es in der Linken mit der Giesskanne.Besonders hervor tun sich Protagonisten der SED-Nachfolgeorgansiation – nicht alle,aber ein beträchtlicher Anteil sieht und vertritt die Gemeinsamkeiten von sozialistischer Ideologie und Scharia.Die Unterstützungskampagnen für Achmadinedjad und Nasrallah folgen einer in sich schlüssigen Ideologie.

Die Nazis sind da schon unschärfer in ihrer ideologischen Praxis,ihnen reicht die Juden- und Amerikafeindlichkeit der Islamisten für ein gewisses Mass an Bewunderung völlig aus,auf deutschem Boden haben Iraner,Libanesen – überhaupt Ausländer – einen schwierigeren Stand,sie werden im Zweifel von ihren Strassenschlägern halb oder ganz totgeschlagen.Alah Hu Akbar hat nur einen Wert im Freund-Feind-Denken der Nazis,der völkische Vorbehalt ist stärker,jeder in seiner Zone auf seiner Scholle.

Nun hat sich in der Linken ein Streit entzündet. Es geht um die linke Wochenzeitschrift jungle-world,der Phobie vor der Islamophobie vorgeworfen wird,es geht, wie immer in der Linken, um den Vorwurf des Rassismus.Nachdem der Antisemitismus in den linken Strömungen aufgeraucht wurde,ist der sogenannte Antirassismus ein Restbestand an linker Identität,der noch mit Leidenschaft verteidigt wird.Weil Nazis gegen Muslime hetzen,sollen Linke nicht gegen Islamismus argumentieren dürfen oder zumindest das religiöse Feld des Islam soll so weit ausdifferenziert werden,bis die islamistische Gefahr propagandistisch marginalisiert ist – sie sich sozusagen in Luft auflöst.Alle,die dann in der Linken noch von gefährlichem Islamismus sprechen,sind dann entweder staatstragende Bürgerdeppen (für Revolutionäre eine wüste Beschimpfung), Nazis oder haben einen Dachschaden,der Islamophobie – ein Begriff,der von den hier in Rede stehenden Linken dem Frauen unterdrückenden Mullahregime aus dem Iran entliehen wurde,Schleierunwillige wurden einfach für Geisteskrank erklärt – benannt wird.So einfach ist die Welt.

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July 11, 2008 at 12:55 am

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