Raumzeit

et Philolog

Mit der FAZ an der neurechten Pissrinne Europas

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Jäger,Glucksmann,der Dolchstoss und die Swastika schaut auch schon wieder um die Ecke …

Auch die FAZ hat ihren Matussek,dort heisst der Kulturchef aber Herr Jäger und der ist ein ganz schlimmer Finger. Er glaubt, die französischen Intellektuellen Glucksmann und Levy mit einem propagandistischen Blattschuss über Kimme und Korn in seinem Kulturteil nach Waidmanns Art erlegt zu haben. Was soll die Verfehlung der beiden Intellektuellen denn genau gewesen sein, fragen sie?

Nun, die Beiden haben sich erfrecht, von Europa ein Mindestmass an Solidarität für Georgien (dt. Text) einzufordern, ohne die verschiedenen Interessenlagen von Deutschland, Russland und der EU genau austariert zu haben. Das ist für den Hakenkreuzforscher Jäger nicht nur unwissenschaftlich sondern auch gleichbedeutend mit Russophobie – die pathologisierenden Herabwürdigungen von gegensätzlichen Meinungen haben ja seit Jahren Hochkonjunktur, wie man jüngst an der hochnotpeinlichen Debatte über die sogenannte Islamophobie verfolgen konnte.

Und es kommt noch dicker: Glucksmann und Levy versündigen sich an der gestandenen, alt europäischen Charactermaske der äquidistanten Abwägung von Interessen, wenn Russland seinen Zwergennachbarn (Georgien, Tschetschenien, etc…) mit Panzern, Raketen und Bomben zeigt, wo der Souveränitätshammer für ex-SU-Staaten genau hängt. Dass sich old-europe Anhänger nicht nur im linken Spektrum tummeln,ist keine wirkliche Neuigkeit. Aber die Verve, mit der Jäger den Antitransatlantiker zu Gunsten eines Schulterschluss mit Russland heraushängen lässt, ist beunruhigend.

Zur Abrundung kommt Jäger noch auf den Trichter, dass Glucksmann und Levy auch Agenten der USA und Israels sind – da lugt der Dolchstoss gegen old-europe schon förmlich um die Ecke. Die publizistische Platzierung einer Reinwaschung des Hakenkreuzsymbols in 2006 – von Jäger im Sinne Ernst Noltes nur als reine Abwehrreaktion auf den Sowjet-Kommunismus verstanden – verwundert dann auch nicht wirklich. In der amazon-Rezension von “Ronald Funck” zu Jägers Elaborat heisst es mahnend:

… Der Untertitel “Eine Kulturgeschichte” ist eine infame Suggestion. Denn außer dem Kapitel “Schliemann und die Folgen” befasst sich das Buch kaum mit der vorgeschichtlichen und antiken kulturell-weltweiten Bedeutung der altindischen Swastika. Beginnend bei Blavatskys Okkultismus und den “Kosmikern” mit ihrem Mystagogen Alfred Schuler über den sexualpsychotisch geprägten Rassismus eines Lanz von Liebenfels zeichnet Lorenz vielmehr die Geschichte einer Sub- oder Unkultur. Bei einem völkisches Stelldichein präsentiert er das schlechte “Gedankengut” weiterer Antisemiten, Antijudaisten, Rassisten und gefährlicher Phantasten. Schließlich folgt eine Beschreibung der ideologischen und auch praktischen (!) Umstände, die das Hakenkreuz zum Emblem der Nazipartei werden ließen und wie es nach dem 30. Januar 1933 in sämtliche Lebensbereiche der Bevölkerung Einzug nahm….

Dieser FAZ-Kulturredakteur will nun Stimmung für die lupenreine Demokratie Russlands im neurechten Fahrwasser machen. Putin hat nicht nur den SPD-Gasmann als Verbündeten, auch in der konservativen Ecke lauern schon seine Kostgänger, wenn die USA sich von Europa abwenden sollten. Bis dahin wird von Linken wie Rechten alles getan, um das Band zu Amerika , der NATO und Israel möglichst dünn zu halten. Was old-europe noch beinhaltet, sollte diese Taktik erfolgreich sein, ist die Achse Moskau-Teheran-Peking. Ein ideologisches Fahrwasser, das für Demokratie, Menschenrechte und spezielle Friedensvorstellungen in aller Welt bekannt ist. Vor allem, wenn das iranische Mullahregime demnächst über die A-Bombe verfügen sollte.

Bush, Obama oder Mc Cain:

Lasst uns mit diesem antimodernen Gesindel nicht alleine !

references:

  1. Die Hintergedanken der anderen
  2. Fassungslos
  3. SOS Georgien!SOS Europa!
  4. Sensation: Lorenz Jäger gibt Israel die Schuld
  5. Ein Nationalbolschewist im amerikanischen Sektor

3 Responses

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  1. […] auch: Richard Wagner: Ein Nationalbolschewist im nationalen Sektor sowie “Mit der FAZ an der neurechten Pissrinne Europas” auf Raumzeit. Beschlagwortet mit:F.A.Z., Israel « Sensation: Gerhard Schröder […]

  2. […] die sich an einer Glucksmann-Levy-Solidaritätsadresse mit Georgien entzünden, findet man hier ausreichend gewürdigt. Sowas liest man […]

  3. […] – Polanski hatte übrigens vor 2 Tagen seinen 75. Jahrestag,aber da musste ich mich ja über den Jäger aufregen. Explore posts in the same categories: Blogwelt, Identität, Ideologie, […]


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