Raumzeit

et Philolog

Archive for September 18th, 2008

Günther

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Rohrmoser ist tot. Zum Glück ist das Leben endlich, sonst würden solch homophobe Mumien ja ewig leben und ihrer geistigen Nachgeburt nie Platz machen. Das Verschwinden des Herr R. vom Erdball ist bis heute nicht einmal P.I. eine Note wert und Adrian zieht sich auch nicht gerade einen Trauerflor an. Möglicherweise weinen aber die Weikersheimer, das Mullahregime im Iran, Putins Russland, Peter Glotz im Himmel oder die NPD dem konservativen Intellektuellen eine Träne nach – bin da jetzt zu eilig, um das zu recherchieren.
Apropos Homophobie:
In Berlin wird am Sonnabend in aller Herrgottsfrühe speziell die psychiatrische- resp. die psychoanalytische  Variante in der Charité (PDF-Flyer) durchgekaut  (INFO) .

references:
Mitscherlich zum 100.Alexander Mitscherlich und die Moral … “Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft” Radiostream 1969

Personalkarussell in Israel + Historiker Moritz

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In der Kadima-Partei tut sich etwas. Nachdem Ehud Olmert endlich seinen Hut nehmen wird,ist der Kampf um den Spitzenjob in der Partei ausgebrochen.  Zippi Livni, die gegenwärtige Aussenminsterin Israels, hat knapp den Parteivorsitz errungen – die Kadima-Parteibasis hat so abgestimmt. Ihr Parteikonkurrent Schaul Mofas möchte das Abstimmungsergebnis so noch nicht stehen lassen – ihn trennen etwas über 400 Stimmen vom Parteivorsitz. Wenn das formale Geplänkel bei der Kadima beendet sein wird, kommt die eigentlich schwierige Aufgabe auf die Partei zu, das ist die Regierungsbildung mit den anderen Knessetparteien. Nach Golda Meir könnte wieder eine Frau an der Spitze Israels stehen, die Zeiten für Israel waren in Goldas Ära schwieirg und sie bleiben es auch heute.

Während in Israel grosse Politik gemacht wird, kommt die BRD wieder historisch ganz zu sich selbst. Eichingers RAF-Film hatte gestern in Berlin Premiere. Der Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu (Andreas Baader)  hat nichts besseres zu tun, als der RAF die richtigen Ideale zu attestieren, aber die Mittel (Gewalt) seien halt falsch gewählt worden. Bei so unreflektierter RAF-Reprise für die wieder vereinigten Massen bleibt doch noch viel Feld für Politologen, Historiker und Psychiater zu bestellen. Wie Eichingers Verarbeitung der Mordbrenner-Phase von links so gelingen soll, ist mehr als fraglich – oder war es etwa genau diese knappe Zusammenfassung von Moritz?

references:
„Ein Arschloch, dieser Baader!“…
WELT via Constantin

Written by admin

September 18, 2008 at 6:29 am

Posted in Berlin, Cinema, Geschichte, Ideologie, Israel

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