Raumzeit

et Philolog

Obama for President

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Er hat es also geschafft,der erste Afroamerikaner wird im Januar 2009 als US-Präsident die Amtsgeschäfte übernehmen. Ich teile die Freude der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ohne Einschränkungen, Jessie Jacksons Tränen am gestrigen Abend haben das für mich am besten illustriert – als ich noch im Laufställchen unterwegs war,wurden farbige Studenten noch an unzähligen US-Unis von Rassisten geschlagen und durch ausgrenzende Gesetze vom Uni-Studium ausgeschlossen, Schwarze durften nur auf gesonderten Bussitzplätzen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Grosse Anteile der Republikaner stützten diese rassistische Politik in den 60ern,das ist kein Ruhmesblatt des amerikanischen Konservatismus – Mc Cain habe ich aber eher in der liberalkonservativen Ecke verortet. Diese unrühmliche Ära ist nun endgültig beendet.

Wenn sich viele Alteuropäer von lechts bis rinks heute so diebisch über den Sieg Obamas freuen,so sei ihnen ins Stammbuch geschrieben: Obama macht natürlich weiter US-Aussenpolitik.Er wird nicht vergessen,dass es Frankreich war,das Chomeini bis zum Sturz des persischen Schahs in Paris in der Pipeline hielt, um das Mullahregime 1979 mit einzurichten; dass es Arafat war,der in Paris dauerhaft Werbung für sein Schreckensregime im Mittleren Osten machte – dessen Witwe übrigens bis heute mit EU-Milliarden in ihrer Handtasche durch Paris stöckelt –  und dessen Geschäfte von Hamas und Hizbollah im neuen Jahrtausend beerbt wurden. Das ist bis heute auch EU-Politik und die BRD tanzt auf beiden Hochzeiten,antisemitisch und amerika-/judenfreundlich zugleich,mit.

Diese ausgewählten antiamerikanischen Stachel in old-europe sind Obama allesamt bekannt. Er wird seine Arme in Richtung der EU weit öffnen. Aber wenn er das Verarschungsprogramm bemerkt,wird er hoffentlich rechtzeitig das Ruder herumreissen – das hätte ich Mc Cain umstandslos zugetraut,bei Obama befürchte ich nur Zeitverluste am sinnlosen EU-Verhandlungstisch.

Obama tritt kein angenehmes Erbe an,er hat kaum Geld zu verteilen und der nächste Krieg steht auch schon auf der Agenda,bevor der Irak und Afghanistan befriedet worden sind. Vor heuchelnden Europäern wird er sich aber zu hüten wissen. Insofern wünsche ich bestes Gelingen.

references:
Siege und Niederlagen – US-Wahl 2008
wenn deutsche über amis diskutieren…
Washington Watch with Glenn Reynolds,instapundit.com Nov. 5th
Obama vs. McCain?
Obama-Presseschau von Senor Daffy
Filmtip: Der Hausbesitzer / The Landlord
Der Zombie-Präsident

Written by admin

November 6, 2008 at 1:31 am

5 Responses

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  1. Ähem. Ich darf daran erinnern, dass die rassistische Politik der Südstaaten vor allem von Demokraten ausging, die u.a. “interessante” Überschneidungen zum KKK aufwiesen.

    Daniel Fallenstein

    November 6, 2008 at 1:52 am

  2. Dann müsste man sich über konkrete Zeiträume,Personen und Dokumente verständigen.
    Mir wäre allerdings neu,dass die Demokraten in den 60ern in den “Südstaaten” in der Regierungsverantwortung gewesen wären.

    zuppi

    November 6, 2008 at 3:16 am

  3. Habe zu dem Thema auch einen Blogartikel geschrieben: “Was männliche Fuehrungskräfte von Obama lernen können.” http://tinyurl.com/6x9sbd

    Roland Kopp-Wichmann

    November 6, 2008 at 9:21 am

  4. […] mitbestimmen lässt, ist also tatsächlich zum neuen Präsidenten der USA gewählt worden. Ein historischer Triumph besonders für die us-amerikanischen N-Wortler, meinen nicht nur Kommentatoren, sondern nicht […]

  5. Obamas Erfolg, so meine These, ist in erster Linie auch ein Erfolg des guten Wahlkampfes und der Nutzung von moderner Medien zur Vermittlung seiner Ziele und zur Rekrutierung von weiteren, freiwilligen Mitarbeitern, die kreativ tätig werden, Videos einstellen etcetc. In der Publikation “Von der Botschaft zur Bewegung” von ProDialog wird das ähnlich gesehen (http://prodialog.org/content/publikationen/buecher/obama), heise geht sogar direkt von einem web-zentrierten Erfolg aus (http://www.heise.de/newsticker/Das-Geheimnis-seines-Erfolges-Obamas-Wahlkampf-2-0–/meldung/118405)

    Frankie Bauer

    November 6, 2008 at 1:40 pm


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