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et Philolog

Archive for April 2009

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April 16, 2009 at 8:36 pm

Variationen zur Freiheit,diesmal gesungen

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Ich stecke etwas fest in meinen Nachforschungen zur Ideenwelt des Liberalismus. Nicht nur,dass ich derzeitig keine Lust auf Bibliothekenaufenthalte habe,um mir die Scholastiker nebst Anhang  im Original einzupfeifen – die übesetzten Fragmente lassen leider mehr Fragen offen als Antworten zu. Und die Rezeption des Liberalismus im 20. Jahrhundert scheint mir verfrüht – marxologisch verseucht wie ich bin, muss ich das Ding vom Grunde her erschliessen,das Nachbeten von Kritik nach 500 Jahren (da sind wir ja alle schlauer)  nützen mir nicht viel….. . Ich warte also auf meine Eingebung.
Ich halte also inne,lenke mich mit Döblins Reisebschreibungen und Peter Janichs Taschenspielertricks des Konstruktivismus ab. Eben habe ich ‘mal beschlossen,ein rothaariges Starlet der Siebziger aus meinem allseits geliebten Italien zu Worte kommen zu lassen.
Es geht um einen Song, den die Dame Ende der 70ger in deutscher Sprache veröffentlichte.
Milva – Freiheit in meiner Sprache (1979) (Orig.: Canzone della liberta,1972)

Freiheit in meiner Sprache heißt Liberta!
Gibt es ein schön’res Wort als Liberta!
Doch nicht nur in Italien, überall wo Menschen leben
stehst DU an erster Stelle, Liberta!

DU bist in aller Munde, Liberta!
Alle woll’n doch im Grunde, Liberta!
Aber die Dich besitzen sind auf Dich sehr eifersüchtig,
woll’n Dich mit keinem teilen, Liberta!

Einige Menschen denken, Liberta!
Dich würde man verschenken, Liberta!
Und die es besser wissen, lassen sie in diesem Glauben,
denn sie sind gegen zuviel Liberta!

Wunderliches aus Italien

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Die 98 Jahre alte Dame Maria D’Antuono aus den Abruzzen wurde nach 30 Stunden aus ihrem nach dem Erdbeben eingestürzten Gemäuer lebend gerettet. Wer jetzt auf ein heiliges Wunder tippen sollte,wird enttäuscht:  Die Dame hat sich mit Häkeln die Wartezeit auf die Rettungshelfer vertrieben und ich habe ein neues Wort gefunden,  Trümmerhäkeln – welch eine erholsame Wortbedeutung nach diesen ganzen geschichtsvergessenen Dresden- und Berlinbombenopfern aus WKII dann doch noch aus Italien herüberkommt.  Der Regierungschef und  Westentaschen-Duce aus Milano hat für die Erdbebenopfer in seinem Land kaum mehr als Verachtung übrig. Nicht nur,dass er Hilfe von Aussen für die nur mit dem Notdürftigsten ausgestatteten Insassen der Zeltnotunterkünfte als überflüssig erklärt,  werden die von ihm noch zu Campingbesuchern umgedeutet. Bravo  Silvio für soviel Ehrlichkeit oder Zynismus nahe dem Osterfest- aber sage uns doch nun auch,mit wem du zum Europagipfel am Wochenende genau über dein Handy telefoniert hast. War es der italienische Chefgeologe,der dir die wackelnde Erde vorausgesagt hat oder wolltest du damit nur Sarko und Angie die Freude über die Rückkehr der “force de frappe” in’s europäische NATO-Haus versauen?

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April 8, 2009 at 6:38 pm

Scholastik und WiWi °

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Die Katholische Theologie des Mittelaters ist die Mutter der Geisteswissenschaften, das wird nicht gerne gehört,aber es ist so. Stefan Blankertz hat mich in der letzten Zeit  immer wieder mit der Nase auf den Kern dieser Tatsache gestossen. Letztes Jahr im August ist mir die Errettung der Scholastik des Institut für Wertewirtschaft aufgefallen, Gregor Hochleiter kümmerte sich um die Wertlehre der Spätscholastik. Um was geht es bei der Scholastik allgemein methodisch betrachtet?

Scholastik, abgeleitet vom lateinischen Adjektiv scholasticus („schulisch“, „zum Studium gehörig“), ist die wissenschaftliche Denkweise und Methode der Beweisführung, die in der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Mittelalters entwickelt wurde.

Bei dieser Methode handelt es sich um ein von den logischen Schriften des Aristoteles ausgehendes Verfahren zur Klärung wissenschaftlicher Fragen mittels theoretischer Erwägungen. Dabei wird eine Behauptung untersucht, indem zuerst die für und die gegen sie sprechenden Argumente nacheinander dargelegt werden und dann eine Entscheidung über ihre Richtigkeit getroffen und begründet wird. Behauptungen werden widerlegt, indem sie entweder als unlogisch oder als Ergebnis einer begrifflichen Unklarheit erwiesen werden oder indem gezeigt wird, dass sie mit evidenten oder bereits bewiesenen Tatsachen unvereinbar sind.

Der heute bekannteste Teil der scholastischen Literatur handelt von theologischen Fragen. Die Scholastik war jedoch keineswegs auf theologische Themen und Ziele begrenzt, sondern umfasste die Gesamtheit des Wissenschaftsbetriebs. Die scholastische Methode wurde als die wissenschaftliche Vorgehensweise schlechthin betrachtet.

Als wirtschaftsliberale Urgesteine gelten gemeinhin die Theoretiker Smith,Ricardo, Say etc..  und einer ihrer geharnischten Kritiker war Karl Marx. Die wirtschaftsliberalen Urgesteine oder Klassiker konnten ihrerseits auf ökonomische Vorarbeiten der Spätscholastik zurückgreifen. Thomas E. Woods Jr  eröffnet in seinem ef-Artikel “Kirche und Wirtschaft: Der freie Markt und der katholische Glaube” im Rahmen der Papstdebatte diesen scholastischen Denkraum ökonomischer Überlegungen der Magister des Mittelalters, das forthin nicht mehr so dunkel scheinen möge, wie allgemein angenommen – sein Buch „Sternstunden statt dunkles Mittelalter“ hat nun einen Platz auf meine Leseliste. So wird die retrospektive Kette auch des ökonomischen Denkens immer länger und ich komme dem liberalen Denken wissenschaftsgeschichtlich eine beachtliche Wegstrecke näher.

PS: Wer grundsätzlich Lust zum philosohieren verspürt,kann sich aktuell bei Zettel zum lesen und disputieren einfinden.

° = Wirtschaftswissenschaft

references:

Leben im Mittelalter
Wurzeln des Liberalismus

Konzerttip Zuerich

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Heute  Abend gibt es ja bekanntlich wieder “Pommes in the wind” in der Max Schmeling Halle in Berlin,  Bob Dylan spielt dort wieder auf (SET LIST). In  zwei Wochen wäre ich gerne in Zürich, dort werden Toots & The Maytals, Urgesteine des  Roots Reggae & Soul, ihr einziges Konzert in der Schweiz  geben.

Ich höre ihre Platten aus den Sechzigern heute immer noch gerne – und ich habe keine Ahnung, wie die in 2009 herüberkommen, zu Herrn Sturm kann ich auch nichts sagen. Hoffentlich wird es nicht so unsagbar scheisse wie  bei Dollar Brand aka Abdullah Ibrahim vor ein paar Jahren, das war nämlich nur noch nerviges afrikanisches Worldmusic-Geklimper, die kompositorische Stärke des Künstlers  wurde im Big-Band Sound zum akustischen Rohrkrepierer und ich  gehe zu ihm nur noch hin, wenn er alleine am Piano spielt.

maytals-zuerich-2009Hier die Eventdaten

Toots, vocals & band 

Sebastian Sturm, vocals & Jin Jin Band

im Rahmen des 20. Afro-Pfingsten-Festivals

Mi  15.04.2009

20.00 Uhr

Volkshaus Zürich

Stauffacherstrasse 60
8004 Zürich
Switzerland
Tel: +41 44 241 64 04

references:
Toots and The Maytals and Sebastian Sturm

Written by admin

April 1, 2009 at 4:25 pm

Posted in Afrika, Berlin, Music, Musik, Personen

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aus gegebenem anlass

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ich werde keinen virtuellen selbstmord veranstalten,diese seite wird trotz öfters geäusserter begehrlichkeit nicht schliessen. zuppi ist nicht ermüdet, im gegenteil: der frühling treibt mich wieder auf die strasse. bitte gehen sie weiter,es gibt hier nichts zu sehen, heute jedenfalls nicht.

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April 1, 2009 at 12:06 am

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