Raumzeit

et Philolog

Wunderliches aus Italien

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Die 98 Jahre alte Dame Maria D’Antuono aus den Abruzzen wurde nach 30 Stunden aus ihrem nach dem Erdbeben eingestürzten Gemäuer lebend gerettet. Wer jetzt auf ein heiliges Wunder tippen sollte,wird enttäuscht:  Die Dame hat sich mit Häkeln die Wartezeit auf die Rettungshelfer vertrieben und ich habe ein neues Wort gefunden,  Trümmerhäkeln – welch eine erholsame Wortbedeutung nach diesen ganzen geschichtsvergessenen Dresden- und Berlinbombenopfern aus WKII dann doch noch aus Italien herüberkommt.  Der Regierungschef und  Westentaschen-Duce aus Milano hat für die Erdbebenopfer in seinem Land kaum mehr als Verachtung übrig. Nicht nur,dass er Hilfe von Aussen für die nur mit dem Notdürftigsten ausgestatteten Insassen der Zeltnotunterkünfte als überflüssig erklärt,  werden die von ihm noch zu Campingbesuchern umgedeutet. Bravo  Silvio für soviel Ehrlichkeit oder Zynismus nahe dem Osterfest- aber sage uns doch nun auch,mit wem du zum Europagipfel am Wochenende genau über dein Handy telefoniert hast. War es der italienische Chefgeologe,der dir die wackelnde Erde vorausgesagt hat oder wolltest du damit nur Sarko und Angie die Freude über die Rückkehr der “force de frappe” in’s europäische NATO-Haus versauen?

Written by admin

April 8, 2009 at 6:38 pm

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