Raumzeit

et Philolog

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update juni 2009

Ein virtuelles Tagebuch kriege ich nicht hin,eher interessante  Zusammenfassungen zu Themen,die mich beschäftigen. Alleine der Konsum meines Web 2.0 stiehlt mir ohnehin schon genug Zeit. Prosa von der Strasse. Beobachtungen aus meinem Alltagserleben,die eine Woche oder länger in meinem Kopf überleben, Eine Ontologie im Abendland,Retro inbegriffen.

update october 2008

Es geht um das Merken von Themen,das Nachvollziehen von Interessen.Dies ist mein privater Blog,mein Zettelkasten. Vor dem Web 2.0 habe ich das mit Karteikarten und Ordnern bewerkstelligt.Mein Altpapierkontingent hat sich seit der Bloggerei um die Hälfte reduziert,ich muss nicht mehr soviel weg schmeissen – was mir ehrlich gesagt nie leicht fällt,rmeist sind  Umzüge gute Motivatoren.

Es war im November 2006,Lilas Blog verschwand von einem zum anderen Tag von der Bildfläche,nach etwas Recherche fand ich sie bei WordPress.com wieder.Das war mein Anlass,WP einmal selbst auszuprobieren.Ich war gelinde gesagt von dem Konzept begeistert und da ich bei “twoday” sowieso schon auf’m Absprung war,kam die ungezielt gefundene Neuerung wie bestellt.

Nach 500 Beiträgen wurde vom hohen Rat des philologischen klo dessen Schliessung einstimmig beschlossen – d.h.,es gibt dort keine neuen Beiträge mehr. Den Freunden,Neutralisten und Feinden des israelfreundlichen, prozionistischen Blogprojektes “Philologisches Klo” sei noch einmal für das Dranbleiben ausdrücklich gedankt. An den bekannten politischen und diskursiven Grundhaltungen wird sich auch an diesem neuen Ort nicht viel ändern,die thematischen Gewichtungen werden nur etwas verändert.

Nach Schrippes Tod im Januar 2008 war ich mit mir selbst im Hader,so weitermachen wie bisher konnte ich mir nicht vorstellen,andererseits hat mich ein Teil der Blogosphäre ganz gut durch die traumatisierte Zeit mitgetragen. Es war aber noch mehr,denn durch den Kondolenzblog lernte ich eine neue Weise des auch virtuellen Trauerns um einen mir lieb gewordenen Menschen. Also blieb ich.

Es ist aber auch die Fusionitis ausgebrochen,die eher stiefmuetterlich behandelte “raumzeit” wird nun die exclusive bloggende Wirkungsstätte von Zuppi  sein. Dem epu-Blogaggregat verdanke ich eine breitere Leserschaft und meine konkreteren Einblicke in liberale und libertäre Denkansätze,mit denen ich mich bisher eher schwer getan habe.

Die Linke wird weiterhin ihre neiderfüllten,antiimperialistischen Glaubenssätze vor sich her murmeln und totalitären Regimen die Stange bereitwillig halten. Die wenigen vernünftigen internen Kritiker dieser Strategie konnten mich dort natürlich nicht halten. Seit Herbst 2001 befindet sie sich im freien Fall – ein starker sozialistischer Staat gepaart mit ideologischem Pennertum als linke Zielsetzung schreit förmlich nach Gegenrede und Kritik. Die Wahlerfolge der SED sind der beste Ausweis für den ausgeflockten, ideologischen Denkbrei einer Strömung, die einmal mit emanzipatorischen Ideen die Welt verändern wollte. Nicht zuletzt die anstehende Bundestagswahl 2009 erfordert ein präzises Ausleuchten dieser Strömungen.Wenn sich dort Lichtpunkte auftun, wie z.B. im September 2008 in Berlin zum Al Quds Tag, wird das aber auch zu würdigen sein – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Zuppis Ziel ist die offene Gesellschaft. Der verzweifelte Versuch,sich aus dem Gemischtwarenladen totalitärer Ansätze nur den Richtigen aussuchen zu dürfen,ist meine Lösung nicht.Aber auch in der Mitte ist es nicht bequem. Der Zerpflückung des Individuums,dessen Zurichtung in eine kollektivistische staatlich organisierte Unfreiheit,ist meine Sache eben auch nicht.Es bleibt also schwierig,denn mit dieser Erkenntnis hat man wenig Rückenwind und viele Steine im Weg.

Aus den Mündern meiner Vorgängergenerationen klingt der Spruch “Die Zeit eilt,die Zeit heilt” immer wieder nach.Temporal war das nicht zweifelhaft (wer möchte schon als unverbesserlicher Sturkopf ins Grab gehen) und was die Heilserwartung anbetrifft,habe ich weiterhin Zweifel an der Richtigkeit dieser Losung.Sie beinhaltet aber auch die Veränderung und verbleibt somit einstweilen im kritischen Traditionskanon – vielleicht für die im Aufbau befindliche Glücksforschung.

Mein Bloggerleben ist eine einzige Nomadologie,einige Plattformen habe ich seit der Jahrtausendwende  durchlebt und so mancher Hoster hat mich dem Herzinfarkt näher gebracht.Nun heisst das Blogprojekt “Raumzeit et philolog” bei WordPress, ohne umständliche Rekurse auf biographische Petitessen. Nur eben verknüpft mit dem Raum-Zeit-Kontinuum, auch humoristisch.Nein,ich bin nicht auf der Suche nach der Weltformel,mein sehr geschätzter Herr Onkel,er ist Physiker, kümmert sich um diese Sache und bei seinem Fündigwerden würde ich dann auch publizistisch mit helfen.Aber das dauert wohl noch eine Weile.Keine idealistischen Sinnsuchereien.
Peripathetische Kurzspaziergänge,Fragen zu und Antworten auf Fälle, manchmal etwas Aufregumg und ein wenig Cultur.Mehr ist nicht leistbar.

Written by admin

October 1, 2008 at 1:13 pm

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  1. […] About […]

    Seiten « Raumzeit

    October 1, 2008 at 4:28 pm


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