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Archive for the ‘Cinema’ Category

Karl Malden,RIP

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Die gewohnten Schauspieler aus meiner Jugendzeit sterben weg, heute nun hat es Karl Malden (Mladen Sekulović,) im biblischen Alter von 97 Jahren erwischt. Ich schätzte ihn sehr  für die Rolle des Detective Lt. Mike Stone  in den Strassen von San Franzisko, gemeinsam mit Michael Douglas, der hoffentlich noch viele Jahre auf dem Paneten weilen wird.

malden douglas

Im “Wer ist dir lieber Blog” könnt ihr mit abstimmen …. KLICK

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July 1, 2009 at 10:57 pm

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Unbehagen in der Massenkultur

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knef-gaulullstein4Jedes Buch hat seine Zeit. Einige erleben sogar mehrmalige Erweckungen,  “Der geschenkte Gaul” von Hildegard Knef aus 1970 ist so ein Werk, es wurde in 2008 verfilmt. Nun gibt Heike Makatsch in einem neuen Spielfilm die Knef und ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Natürlich ist es eine posthume Auszeichnung für die im Nachkriegsdeutschland immer auch umstrittene Knef, in einem neuen Film dem Publikum näher gebracht zu werden. Ihr Begräbnis 2002 in Berlin war nicht so grossartig wie das der Marlene zwei Jahre nach der Wiedervereinigung der beiden Frontstadtteile.

marlene-2006-07-24_friedhof_schoeneberg_iii_grab_dietrichMarlene hatte aus ihrer Ablehnug  gegen die Annäherungsversuche des NS-Kullturapparates nie einen Hehl gemacht, das haben ihr viele Deutsche vom Mitläufer bis zum strammen Volksgenossen auch zum Schluss noch übel genommen. Der Trauermarsch in 1992 (über Strecken auch als Dauerlauf einstufbar) bis zur Stubenrauchstrasse war eines meiner ergreifendsten Erlebnisse in den Neunzigern, die Grablegung der Diva erzeugte schier unendliche Referenzen in dieser Stadt. Es sollte nicht die letzte Begegnung bleiben, etwas später wühlte ich in ihren Pantinen, Schlüppern und Büchern in Spandau herum. Die SDK hatte ihren Nachlass erworben und zur Erschliessung in der Streitstrasse deponiert und dort habe ich mich ein wenig nützlich gemacht.

Die Knef war anders als Marlene: Als Jugendliche gefällig bei der UFA, sie provozierte die Nachkriegsgeneration auch mit freizügiger Weiblichkeit und später mit individuellen Lebensentwürfen und einer Karriere in den USA. Finanzielle Schwierigkeiten und ihre Krebserkrkankung wurden nicht von Allen mit der gebotenen Empathie – oder zumindest Gleichgültigkeit –  belegt. Seit den Siebzigern fehlen Parodien auf ihr Werk in kaum einer Travestieshow, sie wurde gerne als qualmender, alternder Vamp inszeniert.

hildegardknef

Ich schätze die Knef als Sängerin, mein Lieblingsstück ist ihre Interpretation “Lieber Leierkastenmann” (Vorlage).  Mit der Knef, Evelyn Künnecke,der “Callas der Subkultur” – die mich in den frühen Neunzigern während einer Theater Premierengala bei Tisch mit ihren bärbeissigen wehrmachtskritischen Ausführungen auf Hitlers Polenfeldzug zu Vicki Leandros’ Interpretation “Theo,wir fahr’n nach Lodz” auf das Beste von den Scheintoten erweckte – und der in den sechziger Jahren zugezogenen Helen Vita starben anfang des Millenniums die letzten “Diven” Berliner Provenienz.

Nach den ganzen letzten produzierten Nachkriegsfilmen ist eine fragwürdige Inszenierung der Knef wahrscheinlich. Ich möchte Heike Makatsch nicht zu nahe treten, ich schätze ihre Rollen und sie hat sich von einer Teenie-Moderatorin bei VIVA und BRAVO-TV dank Detlef Buck und Doris Dörrie zu einer guten Darstellerin entwickelt. Mit der Verfilmung “Hilde” des Knef-Buches “Der geschenkte Gaul” kann sie sich aber auch verheben – am schlimmsten wird es ja,wenn Wessies Berliner Dialekt versuchen.

Wer Walter Benjamin und T.W. Adorno aufmerksam liest, kann ein Unbehagen der beiden Autoren an der Massenkultur herausarbeiten. Es geht dabei nicht um ein mit schnöseligen Wertungen besetztes Gegensatzpaar von Massenkultur versus Elite- oder Hochkultur, sondern um die Frage der Technik und Wirkung massenkultureller Phänomene und Produkte. Adorno und Benjamin haben diese Fragen in ihren Schriften ausführlich niedergelegt.

Ich gehe mit gemischten Gefühlen in die Premiere. Es tut mir leid, aber die Knef als kopftuchtragende Trümmerfrau geht nach “Der Brand” für mich überhaupt nicht mehr.

wilcoxthefuneralofmarlenedi

PS: Zur Grabstelle von Marlene Dietrich gibt es eine Fussnote, die in das Wiedervereinigungsszenario wie Arsch auf Eimer passt. Der Stein war kaum aufgerichtet,schon wurde er mit der Parole PELZSCHLAMPE beschmiert.

references:
Taylorbob

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March 6, 2009 at 2:25 pm

kurz notiert

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  1. Iran: Sonntagsreden zum 30. Jahrestag der islamischen Revolte
    Ahmadinejad: Iran welcomes Obama overtures by CNN
    Neue Übersetzungsprobleme im Hause Amirpur
  2. Bore-out-Syndrom und verhaltensbedingte Kündigung
    Fehlverhalten am Arbeitsplatz ‘mal anders betrachtet und wieder etwas Neues für die Arbeitsgerichte.
  3. Berlinale 2009: Ein moderner Protagonist von Hitlers feuchte Träumen (nicht von der NPD) im Forum und eine Protestveranstaltung am Potsdamer Platz.
  4. °Sie° ziehen weiter an den Strippen: Die Stadt, die es garnicht gibt, “Bielefeld-Verschwörung” wird verfilmt. Via frolueb

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February 10, 2009 at 5:11 pm

Filmfestival in Berlin

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Hingehen,gucken,labern,machen: Blog 3. PornfilmfestivalBerlin 22.-26.10.2008 und hier die Festival-Homepage. Via dissi

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October 11, 2008 at 3:24 am

Personalkarussell in Israel + Historiker Moritz

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In der Kadima-Partei tut sich etwas. Nachdem Ehud Olmert endlich seinen Hut nehmen wird,ist der Kampf um den Spitzenjob in der Partei ausgebrochen.  Zippi Livni, die gegenwärtige Aussenminsterin Israels, hat knapp den Parteivorsitz errungen – die Kadima-Parteibasis hat so abgestimmt. Ihr Parteikonkurrent Schaul Mofas möchte das Abstimmungsergebnis so noch nicht stehen lassen – ihn trennen etwas über 400 Stimmen vom Parteivorsitz. Wenn das formale Geplänkel bei der Kadima beendet sein wird, kommt die eigentlich schwierige Aufgabe auf die Partei zu, das ist die Regierungsbildung mit den anderen Knessetparteien. Nach Golda Meir könnte wieder eine Frau an der Spitze Israels stehen, die Zeiten für Israel waren in Goldas Ära schwieirg und sie bleiben es auch heute.

Während in Israel grosse Politik gemacht wird, kommt die BRD wieder historisch ganz zu sich selbst. Eichingers RAF-Film hatte gestern in Berlin Premiere. Der Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu (Andreas Baader)  hat nichts besseres zu tun, als der RAF die richtigen Ideale zu attestieren, aber die Mittel (Gewalt) seien halt falsch gewählt worden. Bei so unreflektierter RAF-Reprise für die wieder vereinigten Massen bleibt doch noch viel Feld für Politologen, Historiker und Psychiater zu bestellen. Wie Eichingers Verarbeitung der Mordbrenner-Phase von links so gelingen soll, ist mehr als fraglich – oder war es etwa genau diese knappe Zusammenfassung von Moritz?

references:
„Ein Arschloch, dieser Baader!“…
WELT via Constantin

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September 18, 2008 at 6:29 am

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Wenn Jugendliche zu viel schnackseln

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Die Inszenierung des Gedenkens um 9/11 hat mich für ein paar Tage verstummen lassen, aber nun ist es genug mit der Ruhe hier.
Für den SPIEGEL geht ein neues Gespenst in Berlin-Marzahn herum, dort soll es Jugendliche geben, die nur an Sex denken. Nein, sie denken nicht nur an Sex, sie praktizieren den auch schon in frühen Altersstufen, mit bis zu 5 Partnern an einem einzigen Wochenende, wenn man den Interviewaussagen dieses “Schockvideos” für die Anhänger der Lehre vom sittenlosen, aussterbenden deutschen Volk glauben soll.  Es ist die Rede von “sexueller Verwahrlosung” der Jugendlichen,  die schon im Kindergartenalter beginnt und in Ehelosigkeit und Beziehungsstörungen ihr Ende finden soll – und somit wieder Therapiebedarf generiert und das Gerede von Fachleuten auf den Plan ruft.
Wo der SPIEGEL nicht überall seine Sorgenfalten ausbildet. Sollen die Kinder nun wieder Petzi-Bücher anschauen müssen und dem Internet so lange wie möglich entfernt bleiben oder gar stundenlang nur mit ihren Alten vor’m Monitor herum hocken?

Oder ist es nicht einfach so, wie schon 1995 im Film “Kids” (Videotrailers) beschrieben, dass es urbane Jugendkulturen gibt, die nach selbst gewählten Regeln funktionieren, weil das Erwachsenenleben schon genug an Langweiligkeit und Ödnis verspricht? Auch beim Film “Kids” wurde der Zeigefinger gegenüber der New Yorker Jugend erhoben: Mit promiskuitiven Partnern schläft man nämlich im Zeitalter von AIDS zumindest nicht ohne Kondom, sonst gibt es zur Strafe HIV – und weil 13 Jährige von Sex eh noch keine Ahnung haben, sollen sie sich diese Erfahrung besser für später (wann immer das sein soll) aufheben. Eine goldene Erziehungsregel, die erst in den sechziger Jahren in den westlichen Ländern kippte und seit einigen Jahren dort auch wieder hervorgekramt wird.
Ob sexuelle Verwahrlosung oder HIV an die Wand geschrieben wird, ist eine ethische Stilfrage. Die Lustfeindlichkeit, fragwürdigen Rollenzuschreibungen und Angstbesetzung (post-) moderner Medienpädagogik ist aber eine armselige Konstante. Im Kino hätte ich mir in meiner Jugendzeit so einen scheiss nicht angesehen, im Internetzeitalter ist das Thema immerhin einen Blogeintrag wert.

PS: Interessanter sind vielleicht diese  Themen
Blankertz bei Dol2day von Rayson + Berliner Schulgesetz
The Sneaky F*cker Theory via  SteffenH
(Schul-)Freie Kinder – (Staats-)Freie Menschen! von DDH via paxx.blog

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September 13, 2008 at 12:09 pm

Warum ich derzeit wenig hier bin …

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Das Fantasy Filmfest ist in der Stadt. Zum Zeitvertreib: Lesenswert , Serie zum Thema freie Inhalte. via stefan

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August 17, 2007 at 5:01 pm

Die Hacienda in Manchester

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war Tony Wilsons letzter Coup, den ich mitgekriegt habe, das war Ende der 80iger meine “HouseZeit” – ich war aber in dieser Zeit eher mit der Londoner Szenerie hekannt. subwave schreibt: “er hat factory records gegründet und somit der welt die musik solch großartiger bands wie joy division, new order oder happy mondays beschert. auch der hacienda club in manchester , einer der britischen clubs der 80er, wurde von ihm gegründet. gestern ist tony wilson im alter von 57 jahren viel zu früh infolge eines krebsleidens gestorben. (via.)” Michael Winterbottoms Film von 2002 24 Hour Party People erzählt die Geschichte des Clubs.

R.I.P. Tony

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August 12, 2007 at 7:48 am

Katharina von Medici, Religionskriege im 16. Jhdt. in Frankreich

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Verrat im Namen der Königin
Fernsehfilm, Frankreich 2003, Regie: Gérard Corbiau, ARTE F, Fotos, Synchronfassung, Produktion: Dargaud-Marina, France 3, ARTE F. Sonntag, 29. Juli 2007 um 15.50 Uhr
Die Königin von Frankreich, Katharina von Medici, führt ein blutiges Regiment gegen die mächtiger werdenden Protestanten. Den erfahrenen Baron de Malassise beauftragt sie, die Verhandlungen zu führen. Am 8. August 1570 kommt es auf Schloss St. Germain zu einem Abkommen – wird es den Bürgerkrieg verhindern?Katharina von Medici, Cornelia Wusowski Cover

Frankreich, im Jahr 1570: Unter der Herrschaft von Königin Katharina von Medici und ihrem Sohn Karl IX. führen die Katholiken einen blutigen Kampf gegen die reformierten Christen. Trotz der vorangegangenen Hugenottenkriege sind die Anhänger der reformierten Kirche zahlreich und mächtig genug, lukrativen Handel zu treiben und einige Städte besetzt zu halten. Um ihren Einfluss zu behaupten strebt Katharina von Medici strategisch einen Waffenstillstand an.
Baron de Malassise, der elf Jahre in Italien Botschafter war, wird von der Regentin an den Hof berufen. Er soll im Namen der Königin die Verhandlungen mit dem protestantischen Lager aufnehmen, um den Frieden im Land wieder herzustellen. Sich zur Seite wählt Malassise den Feldherrn Monsieur de Biron, ihnen gegenüber stehen Monsieur de Mélynes und Monsieur d’Ublé – die Vertreter des Oberhaupts der Hugenotten, Admiral de Coligny.
Mit dieser Bürde gilt Malassises nächster Weg seinem Gehöft, um seine privaten Angelegenheiten zu ordnen. Bereits sehnsuchtsvoll von seiner jungen Frau Marie und seinem einzigen Sohn Blaise aus Italien zurück erwartet, muss er erfahren, dass sein Land heruntergewirtschaftet, sein Diener und Milchbruder Gafron wegen protestantischer Ketzerei in den Tod getrieben wurde und sein Sohn von einem Lehrer mit zweifelhaft modernen Ansichten unterrichtet wird. Malassise, der jegliches Mitgefühl – sei es seinen politischen Gegnern, sei es seiner Familie gegenüber – ablehnt, findet keinen Zugang zu seiner Familie. So behände er in seiner Profession des Diplomaten ist, so fremd sind ihm die Geschicke des alltäglichen Lebens.
Die politischen Verhandlungen werden aufgenommen und Malassise, angetrieben von seinem diplomatischen Ehrgeiz, pokert ganz im Sinne der Königin. Er unterbreitet den Protestanten das Angebot, ihnen vier Städte zu überlassen, in denen die reformierten Gläubigen frei agieren und ihren Glauben praktizieren können. Die protestantischen Vertreter sind sich uneinig über die Wahl der Städte. Mit diplomatischem Geschick gelingt Malassise, die vier Städte La Rochelle, Montauban, Charité und Cognac selbst zu bestimmen und außerdem den Zugang zu diesen auf zwei Jahre zu begrenzen, um danach erneut in Verhandlungen zu treten. Malassise glaubt sich auf dem Höhepunkt seiner Diplomaten-Karriere, als es am 8. August 1570 auf Schloss St. Germain zu einer vertraglichen Einigung zwischen den Mittelsmännern der Katholiken und Protestanten kommt.
Doch hat Malassise nicht mit dem kaltblütigen Kalkül Katharina von Medicis gerechnet. Sie nutzt den vorläufig erwirkten Waffenstillstand nur, um zu einem vernichtenden Schlag gegen die Protestanten auszuholen. Nur zwei Jahre später sollten in der Bartholomäusnacht Admiral von Coligny, Monsieur de Mélynes, Monsieur d’Ublé und Tausende von Hugenotten den Tod finden. Als Malassise die wahren Absichten der Königin erkennt, hat er bereits alles verloren: seinen Besitz, seine Familie, seinen Glauben und seinen Stolz.


Regie: Gérard Corbiau, Drehbuch: Alain Moreau, Kamera: Pierre Dupouey, Musik: Christian Rieger, Kostueme: Corinne Bruand, Redaktion: Isabelle Huige, Schnitt: Marie-Dominique Danjou; Ausstattung: Claude Lenoir; Maske: Bernard Floch, Mabi Anzalone; Ton: Henri Morelle, Denis Leuleu, Produktion: Dargaud-Marina
Jean Rochefort (Henri de Malassise), Marie-Christine Barrault (Katharina von Medici), Rufus (Monsieur de Biron), Jean-Paul Farré (Monsieur d’Ublé), Didier Sandre (Monsieur de Mélynes), Caroline Veyt (Marie), Yohan Salmon (Blaise), Jean-Claude Durand (Lehrer), Adrien de Van (Karl IX), Vincent Grass (Chazal), Michel Favory (Admiral de Coligny)

Regisseur Gérard Corbiau, geboren 1941 in Brüssel, inszenierte bereits erfolgreich den Historienfilm “Farinelli” (1994) und “Le Roi danse (Der König tanzt)” (2000), der 2001 im Wettbewerb der Berlinale zu sehen war.
Alain Moreau, als Autor, Verleger und Produzent für Kino, Fernsehen und Theater tätig, adaptierte den Roman “St. Germain ou la Négociation” von Francis Walder.

references:
Bartholomäusnacht vom 24. August 1572
  von anaximander
Der Unterhändler dt. Buchvorlage von Francis Walder und Eva Rechel-Mertens von Zettner zum Film
Katharina von Medici das Buch von Honoré de Balzac
Honore De Balzac: Your Source For Everything Honore De Balzac

Doku: Hans-Joachim Klein

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Hajo Klein Mountains Ein deutscher Terrorist.Die Geschichte des Hans-Joachim Klein. Tip von Zettel.

Problemlage: Klein ist über die Kronzeugenregelung glimpflich davon gekommen, er hat sich in Frankreich als Bauer niedergelassen. In der Doku geht er an die Frankfurter (und Pariser) Plätze seiner aktiven politischen Vergangenheit zurück, Namedropping, krude Kriterien der legetimen Gewaltausübung und biografische Marken werden zusammen getragen. Interessant ist vor Allem die Ausstiegsmotivation: Ich bin doch kein Killer, der Auftragsmorde begeht. Den Rest hat Zettel in seinen Überlegungen über die Zelle bereits zusammen getragen – Ergaenzungen zu Klein finden sich auch im Forumsthreat. Es bleibt für mich immer noch die Beatwortung der Frage offen, ob der Terror von RAF und 2. Juni wirklich nur als kriminelle Handlung zu fassen ist, oder ob die soziale + politische Motivik der noch zur Verfügung stehenden Protagonisten ein vollständigeres Bild als die spärlichen Fragmente der Alphatiere Baader+ Meinhof erlauben – auf diese Fragestellung habe ich immer noch das Drehschwindel erzeugende Gekeife “Mythologie, alles linke Mythologie” von Bettina R. im Ohr.

Klein führt das Beispiel zur Gründung der Putztruppen in Frankfurt an – ich paraphrasiere aus meiner trüben Erinnerung, ich habe die Doku vor rund 18 Monaten gesehen: Die Bullen schossen über das gewohnte Mass mit ihrer Gewaltausübung gegen die Bewegung sehr hinaus, da haben wir etwas entgegen setzen müssen, sonst werden die zu frech – ein Gleichgewicht der Mittel sollte damit im Ansatz wieder hergestellt werden. Oder die Beschreibung der Ausstiegsmotivation nach dem OPEC-Attentat in Wien: Dass Linke jüdische Flugzeugpassagiere auf Befehl von der PLO oder Ghadaffi abknallen (Entebbe) geht für Klein überhaupt nicht klar. Grundsätzlich besteht natürlich bei Selbstinszenierungen immer die Gefahr der nachträglichen Glättung, die solche Leute wie Mohnhaupt oder Klar aber überhaupt nicht nötig zu haben scheinen. Klein wirkt über weite Strecken glaubwürdig in seinen Distanzierungen von den Mordbrennern der 70iger Jahre. Aber wer möchte sich schon im Nachhinein eingestehen, von der StaSi, dem Hetzer Claus Croissant und den internationalen Terrorfirmen nur instrumentalisiert worden zu sein, um qua Terror z.B. den Ölpreis künstlich nach oben zu pushen, damit die Einnahmen des libyschen Terrorfürsten stimmen. Das war nicht die Revolution von Joachim Klein.

phoenix Sa, 28.07.07, 23.15 Uhr

references:
RAF – Stammheim-Tonbänder wieder entdeckt
von anaximander
Hans Joachim Klein, Ex-Terrorist
So macht Kommunismus Spaß (5): Terrorismus der RAF, Terrorismus der Dschihadisten.

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July 28, 2007 at 8:17 pm

The Blue Lagoon: Filmgedanken von Martin Marheinecke

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July 12, 2007 at 9:39 pm

Queer Filmographie und schwule Nazis

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Der Beitrag zur Dokumentation im WDR-TV liegt hier .

Bild zur Sendung

“Schau mir in die Augen, Kleiner” Dokumentation Deutschland 2007

Donnerstag, 05.07.2007 23.20 – 00.50 (90 min.) WDR Köln Stereo 9

Ikone des amerikanischen Trash-Kinos – Regisseur John Waters

“Gay is not enough anymore”, sagt der amerikanische Filmemacher John Waters und grinst unter einer Brücke im New Yorker Meetpacking District: “It’s a good start!”

Früher, erzählt der Regisseur Joseph Lovett in seinem Dokumentarfilm “Gay Sex in the Seventies”, fand genau hier, in den nach Fleisch riechenden LKW der Schlachthöfe, die unbeschwert-anonyme Begegnung schwuler Männer in New York statt. (…)

Regie und Drehbuch: André Schäfer , Kamera: Bernd Meiners, Musik: Ritchie Staringer,Produktionsfirma: Florianfilm (Köln), Produzent: Marianne Schäfer; Ingmar Trost; Heike Lettar, Producer:Sebastian Lemke


Bild zur SendungMänner, Helden, schwule Nazis
Ein Film von Rosa von Praunheim
Heute, 06.07.2007 00.50 – 02.10 (80 min.) WDR Köln Stereo

Schwule Uniform-Fetischisten auf Manöver.

Im Dritten Reich wurde ihre Homosexualität dem SA-Führer Ernst Röhm und anderen schwulen Größen des Nationalsozialismus zum Verhängnis.

Auch gänzlich unbescholtene Männer und Frauen wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung eingekerkert, gequält, getötet. Dennoch sind für viele Rechtsradikale deutsche Gesinnung und Schwulsein kein Widerspruch. Neonazi Michael Kühnen meint sogar, dass schwule Männer die besseren Kämpfer seien. Ex-Neonazi Bernd Ewald Althans saß wegen Leugnung des Holocausts im Knast und organisiert heute Schwulen-Partys in Berlin.

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July 5, 2007 at 11:40 am

Wilfried Huismann “Rendezvous mit dem Tod”

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Zettels Medien-Tip:

Empfehlung: “Rendezvous mit dem Tod” (heute im SWR)

Heute um 23.40 wiederholt der SWR die Sendung von Wilfried Huismann “Rendezvous mit dem Tod”. Sie befaßt sich mit den Hintergründen des Mords an John F. Kennedy.

Ich empfehle diese Sendung sehr.

Als ich sie zum ersten Mal sah, hatte ich nicht viel erwartet – halt wieder eine der vielen Verschwörungstheorien, dachte ich. So plausibel oder unplausibel wie alle; denn alle picken sie ja einzelne Fakten heraus und hängen daran ihre Spekulationen auf. Wie immer bei Verschwörungstheorien fehlt, so erwartete ich es, die empirische Bodenhaftung.

Aber das ist bei dieser Sendung nicht so. Wilfried Huismann, ein renommierter Dokumentarfilmer, hat drei Jahre an diesem Film gearbeitet. Was er behauptet, erscheint mir ausnehmend gut durch Interviews und Dokumente belegt. Einen Hintergrund- Artikel brachte damals, als der Film erstmals vom WDR ausgestrahlt wurde, die “London Times”.

Wenn ich die Sendung heute aufgezeichnet und noch einmal genau angesehen habe, gibt es voraussichtlich noch einen ausführlicheren Beitrag dazu; auch zu der Kritik, die ausgerechnet aus dem WDR auf Huismann niederging.

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May 24, 2007 at 8:35 pm