Raumzeit

et Philolog

Archive for the ‘Ethnizität’ Category

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  1. Warum Rasse keine gesellschaftliche Konstruktion ist,erklärt Walter Benn Michaels, der gegenwärtig als Literaturwissenschaftler an der University of Illinois/Chicago tätig ist, in der aktuellen Inselzeitung – deren Name für linksdeutsche Bauchpolitiker alleine schon den Inbegriff des Reiches des Bösen darstellt.
  2. Zusammenfassung: Tagung Bildungsfreiheit Oltober 2008 in Berlin
  3. Kleiner Geschichtsunterricht für Kapitalismuskritiker von
  4. Leser-Poll: Der witzigste Film seit Menschengedenken kann bei Gideon gewählt werden.
  5. Internetsucht in China: Internet addiction made an official disorder in China
  6. Eine wirklich wirkliche Rolex: Philipp Blom über Richard Rorty
  7. Historikerstreit auf  Zypern,Erzbischof haut auf die Kacke
  8. wordpress october wrap-up

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November 13, 2008 at 9:03 pm

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  1. In Tschechien schlagen sich die Sudetendeutschen seit Jahrzehnten mit dem Nazivorwurf herum,eine sachkundige Publizistin hat zwölf Antifaschisten unter den sudentendeutschen Landsmännern ausfindig gemacht und ein Buch über diese geschrieben. Von Deutschland lernen heisst auch für die sudetendeutschen Tschechen siegen lernen: In der wiedervereinigten BRD sind ja nach vielen Jahrzehnten der NS-Aufarbeitung auch nur Widerstandskämpfer, Trümmerfrauen und alliierte Bombardierungsopfer übrig geblieben. Gleiches Recht für alle.
  2. Die Börse schlägt sich mit Zick-Zack-Kursen herum,das ganz schnelle Regulierungsprojekt der grossen Koalition scheint uneinheitlich an der Börse aufgenommen zu werden – Bewährungshelfer und Resozialisierungspädagogen kommen in der Banken-Ökonomie grundsätzlich nicht gut an. Die linken Sozialdemokraten fordern zur Reanimation des Keynesianismus turnusgemäss ein staatliches Konjunkturprogramm.
  3. Der Meister schlägt sich seit einiger Zeit mit einer ganz seltenen Sonderform der Gerontophobie herum.
  4. Im Süden Italiens, in  Neapel, schlagen sich nun Geologen mit der  postmodernen Langmütigkeit der Ureinwohner um den Vesuv  herum. Der Vulkan steht vulkanologisch kurz vor einem Megapeng, doof ist nur,die Wissenschaftler können keine genauere Zeitangabe für den Ausbruch machen – Geologen denken ja in Jahrtausenden schon kleinteilig. Eine Evakuierung von drei Millionen Menschen wird mit dem aktuellen Kenntnisstand jedenfalls nicht gerechtfertigt. So sieht man im 21. Jahrundert seinem Pompeiji entgegen,ein Mangel an kleinteiligen Wissen verhindert überlebenswichtige Entscheidungen. By the way: Vor einer pyroklastischen Wolke kann man nicht wegrennen,sie ist einfach schneller als der Mensch oder das  Automobil.

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October 17, 2008 at 9:51 pm

Marokko entsendet Vorbeterinnen

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Neuigkeiten gibt es aus Rabat zu berichten. Al Arabia meldet:

The Moroccan Ministry of Islamic Affairs said it had dispatched nine female preachers to five European countries and Canada as part of a Ramadan campaign to reach out to Moroccan expatriate communities, especially women, in the West. Weiter lesen …

Bevor feministischer oder kulturrelativistischer Enthusiasmus den Vorgang vereinnahmt,möche ich eine kritische Anmerkung dazu machen. Schon in der Headline des Artikels wird der antiwestliche Character der Kampagne aus Rabat unmissverständlich zusammengefasst::

Government hopes to protect them from ‘delinquent’ West

Könnte es sein,dass die marokkanischen Ministeriailen bei Recep Erdogan gelernt haben,wie islamischer Kulturimperialismus in Europa 2008 funktioniert? Der türkische Präsident hat das kürzlich in Köln am Beispiel eines mutmasslich von Xenophoben brandgestifteten Wohnhauses vorgemacht,
Rabat ist vorsichtiger und schickt nicht den König sondern die Botschafterinnen der Religion des Friedens seinen Staatsbürgerinnen auf den Hals. Westlich orientierte Frauen und Familien marokkanischer Herkunft müssen nun mit einigem Gegenwind ihrer Religionsvertreter auf dem Boden der EU und in Canada rechnen.
Ich bin gespannt,wie diese antiemanzipatorische Kampagne von den Politikern im Westen verkauft wird.

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September 14, 2008 at 10:29 am

Tschetschenien am Brandenburger Tor

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Die Länder Kaukasiens bringen sich mehr in die Öffentlichkeit Berlins ein. Vor ein paar Wochen marschierte die georgische Gemeinde demonstrierend gegen die russische Besetzung und den Krieg durch das Brandenburger Tor zu Angies Amtssitz.
Nun stellt sich das von der russischen Armee in die Steinzeit zurück gebombte Tschetschenien vor.

zuppi 2008

zuppi 2008

Kultur Veranstaltung der
Deutsch-Kaukasische Gesellschaft e. V. (Berlin)
via  epu –> direkter LINK

Meeting zum Tag der Unabhängigkeit Tschetscheniens 1991
Am
6. September 2008
Ort:
Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor
Zeit: 14 bis 16 Uhr

references:
La Russophobe
Westanbindung – kein Anschluss unter dieser Nummer

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September 6, 2008 at 11:30 am

Stop Deportation !

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Seit dem ich Musik höre, befinden sich auch Rap und HipHop in meiner Plattensammlung, Jams und Battles gehörten zum festen monatlichen Ausgehmodus. Die Arbeit von Deniz Bax von der Berliner HipHop-Fraktion in Kreuzberg habe ich bis Anfang des Milleniums auch aktiv unterstützt – die Abende in der Naunynritze gehörten zu meinen monatlichen Musikhighlights incl. Breakdance und Electric Boogie.
( Aktuell höre ich übrigens NMZS, Koljah&Co ganz gerne )  Nun habe ich mir den “Ground-Zero”-Battle-Track von Afrohesse angehört, und schon in den ersten 60 Sekunden geht es  homo- und frauenfeindlich zur Sache, also abschalten und im günstigsten Fall sind die Texte vergessen, sie sind so scheisse wie sie zu 90% in diesem Genre eben  leider sind – Testosteron, Gangmacker   meets Dumpfbackentum.

Nun habe ich bei BadBlog gelesen, dass dieser Afrohesse, der seit rund 20 Jahren im hessischen Teil Deutschlands lebt, seit 4 jahren im Untergrund illegal leben muss und seit ein paar Tagen in Abschiebehaft in Damstadt zubringt, täglich bedroht von der Ausschaffung in ein Land ist, das ihm fremd sein muss. Er ist hier aufgewachsen und hat wahrscheinlich die gleiche Grütze im Kopp, wie grosse Teile seiner Generation.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass mir die Ausschaffungspraxis schon seit je her gegen jeden politischen Strich geht, sie ist in der Regel zumindest unmenschlich. Unmenschlich ist auch die Eingrabung von Millionen Illegaler Menschen als “sans-papiers”, die den Bodensatz eines Lumpenproletariats bilden müssen, ohne Bürgerrechte und soziale Absicherung.

Ich kann mit den meisten Texten des Afrohesse nix anfangen – bis auf das  AFRO HESSE “SANS PAPIER” – Video, was ganz o.k. ist . Seine Ausschafffung finde ich total falsch und ich rufe auch zum Solikonzert im SO36 auf. Ich kenne von diesem Line-Up übrigens nur Tarek&Massimo. Anyway, stop deportation !

PS: Während ich mich mit diesem unsäglichen Ausschaffungsthema befasse, schlägt sich Tele in Berlin-Neukölln mit den NPD-Nazifrauen herum, was auch nicht besonders erhebend zu sein scheint.

PPS: Zur Abwechslung eine sehr schöne Geschichte aus New York in 1977 von Cem.

references:
stop deportation class !
Türkischer Rap in Deutschland

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September 5, 2008 at 8:07 pm

Afrika und Filmfestivals

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Afrika wird selten hilfreich von Popstars thematisiert,George Clooney hat sich in den letzten Jahren um die unhaltbare Situation in Darfur gekümmert und von Sir Bob Geldoffs globalen Afrikafestivals kann man halten,was man will.Auch Madonna hat mit ihrem neuen Film Afrika wieder in den Focus der Öffentlichkeit gebracht.Es ist ja nicht so,dass dieser Kontinent keine Anlässe zur Befassung böte. Der Völkermord in Darfur,der sozialistische Populist Mugabe in Harare und kürzlich die Bootsentführungen an der Küste Somalias bieten immer wieder Einsprengsel in der aktuellen Tagesberichterstattung. Zwei Filmfestivals gaben dem Thema Afrika einen Raum: Das Sahara Filmfestival in Dejla und das TRIBECA-Filmfestival in New York. Madonna stellt ihre Malawi-DokuI am because we are” dem internationalen Publikum vor und Javier Bardem schlägt auf dem diesjährigen Sahara Filmfestival ebenfalls ein Brücke zum angeblich vergessenen Kontinent. Das Saharafestival 2008 [V Festival Internacional de Cine del Sahara] ist in drei Sektionen untergliedert:

  • FISAHARA (Sahara International Film Festival)
  • Creation of a network of video shops, one in each of the camps
  • Workshops and audiovisual training courses

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April 27, 2008 at 1:51 pm

Beachtung von Sexismus

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Ganz dolle wird der Sexismus von studentischen Stellvertretern an den Unis wahrgenommen, Adrian berichtete unlängst auf seinem Blog über die Erstie-Kampagnen an der Potsdamer Uni.

Weniger Beachtung findet das sexistische Treiben der Istanbuler Staatsanwälte/Polizei gegen die Mitglieder des Homoverbandes LAMBDA in der Türkei. Also,an einem fehlendem Informationsfluss kann diese Wahrnehmungsdifferenz ja nicht wirklich fest gemacht werden. Möglicherweise habe ich auch die studentischen Sexismuskategorien einfach nicht so richtig verstanden und das, was mit LAMBDA momentan wieder geschieht, ist nur schnöde Staatsrepression oder eine folkloristische Besonderheit am Bosporus. Demnach wäre halt ein anderes AStA-Referat zuständig: Das für InterNat oder Kultur?

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April 21, 2008 at 5:38 pm