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et Philolog

Archive for the ‘Identität’ Category

Ideologische Grenzgänge

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Damien widmet sich in einer neuen Serie dem linken Dekonstruktivismus: “Freundschaft als Lebensweise”. Wie Schwule, die nicht schwul sein wollen, ihr Heil im Islam suchen (Teil 1). Wer sich für intellektuelle Schleichwege (aus dem Judith Butler Phantasialand) totalitär verwirrter Hochschulabsolventen interessiert,wird Erkenntnisgewinne aus der Lektüre mit nehmen.Möglicherweise ist der Prozess einer Konversion vom Linksradikalismus zum Islamismus virtuell und  in vivo zu begleiten. UPDATE: Teil 2

PS: Der praktische Bezug ist antischwule Gewalt.

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October 30, 2008 at 11:39 pm

Forum Freiheit Berlin 2008

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Wenn sich Hochschullehrer,Ärzte,Journalisten,Gewerbetreibende,Angestellte,Studenten und viele andere mehr zum liberalen jour-fixe treffen,dann kann folgendes dabei heraus kommen:

Entschließung

Die Träger dieses Forums – eine Reihe entschieden freiheitlicher Institutionen stellen mit zunehmender Sorge fest, dass die wesentlichen Grundlagen einer freien Gesellschaft durch eine Vielzahl unterschiedlich motivierter politischer Eingriffe mehr und mehr ausgehöhlt werden. Der Angriff auf die Freiheit findet jeden Tag und zu jeder Stunde statt. Stück für Stück, Millimeter für Millimeter erodiert dabei die bürgerliche Freiheit und entsprechend wächst die Macht des Staates über die Bürger. Die Ursache für diesen Prozess:

„Ordnungspolitik“ ist für die meisten Politiker nur noch ein leeres Wort, so dass

– durch eine Vielzahl unterschiedlich motivierter politischer Eingriffe die kon-stitutiven Grundlagen einer freien Gesellschaft mehr und mehr ausgehöhlt werden.

– Das Wissen um die Wesen und die Existenzvoraussetzungen einer freien Ge-sellschaft schwindet

– Und damit die  Fähigkeit der Bürger, zu erkennen, was hier eigentlich vor sich geht.

Dieser schleichende Prozess unterminiert jeden Tag ein wenig mehr die Grundlagen unserer Freiheit und das, was von ihr abhängt: Wohlstand und Kultur.

Mit der aktuellen Finanzkrise scheint vollends ein skrupelloser Etatismus über unsere Gesellschaft hereinzubrechen, wie man ihn bis vor kurzem nicht für möglich gehalten hätte. Was einige für den „neuen Kapitalismus“ erklären, ist in Wirklichkeit nur der alte Sozialismus.

Wogegen wenden wir uns im Namen der persönlichen Freiheit?

1. Wir wenden uns gegen die Sozialisierung der Einkommensverwendung in Abschnitten: Steuern, Sozialabgaben und Gebühren lassen bei realistischer Rechnung in der Regel weniger als die Hälfte, in vielen Fällen nur noch ein Drittel vom Gesamtbrutto übrig. Der Bürger wird so mit seinem eigenen Geld vom Staat abhängig gemacht. Bis in den Monat Juli hinein arbeitet er für „andere“. So werden Kapitalbildung und Zukunftsvorsorge enorm erschwert. Der Weg zum freien Unternehmertum und zur Selbständigkeit wird verbarrikadiert. Da wir auch nicht mit Kindern ausreichend für die Zukunft vorsorgen, gefährden wir durch diese Fiskalpolitik unsere Prosperität und unsere Zukunft überhaupt.

2. Wir wenden uns dagegen, dass auch die elementare Freiheit, nach eigenem Gutdünken und Geschmack Verträge abzuschließen – ein liberales Urrecht – mehr und mehr eingeschränkt wird. Zuletzt durch ein missverständlich sogenanntes Antidiskriminierungsgesetz, das das staatliche Gleichbehandlungsgebot auf den Privatraum ausgedehnt hat, wo es fehl am Platz ist; denn es ist gerade Kern der privaten Freiheit, zusammenzuarbeiten mit wem man will, zu verkaufen an wen man will, zu vermieten an wen man will etc. Es offenbart sich hier ein primitiver Egalitarismus, gegen dessen Argumente offenbar die meisten Politiker hilflos sind und der die freie Gesellschaft im Kernbereich aushöhlt.

3. Wir wenden uns gegen eine Familienpolitik, die durch eine Unzahl von Übergriffen und Subventionen diese ursprünglichste Selbsthilfeeinheit einer Gesellschaft mehr und mehr zu einem Schatten ihrer selbst macht. Angeblich um sie zu „fördern“, wird die Familie mit Kindergeldern, Elterngeldern, Betreuungsgeldern, Begrüßungsgeldern etc. bald zu Tode „gefördert“. Hinzu kommt der Versuch des Staates, sie auch institutionell durch steuerfinanzierte Familienersatzeinrichtungen, durch Krippensozialismus, staatliche Ganztagsschulen etc. zu ersetzen. Die soziale Sicherung als Familienersatz tut ein übriges. 50 Prozent der Familienkosten sind bereits sozialisiert. Die Familie wird so zu einer staatsbezahlten Agentur zu Reproduktionszwecken. Die Wirkung zeigt sich z.B. in der demographischen Krise, die bald schon das Umlagesystem durch die Rebellion der Leistungsträger ins Wanken bringen wird.

4. Wir wenden uns gegen die Sozialisierung des Gesundheitswesens in Abschnitten, die sich mit erzwungenem Basistarif und zentralistischem Gesundheitsfonds weiter fortsetzt. Die private Krankenversicherung ist existentiell bedroht. Der angeblich freiberufliche, niedergelassene Arzt wird mehr und mehr zum Knecht einer kleinlichen und tyrannischen Bürokratie.

5. Wir wenden uns gegen eine Aufhebung der Privatsphäre durch Digitalisierung. Die Digitalisierung des Menschen stellt einen besonders schwerwiegenden Angriff auf die Freiheit des Einzelnen dar. Wir fordern deshalb die uneingeschränkte Verfügungshoheit des Bürgers über seine persönlichen Daten. Als Beispiel für die Fehlentwicklung nennen wir nur die lebenslang gültige sogenannte „Identifikationsnummer“, die das Arbeits- und Erwerbsleben eines jeden Bürgers und dessen individuelle wirtschaftliche Situation dem Zugriff der Steuerbehörden offen legt. Ein weiteres Beispiel ist die elektronische Gesundheitskarte oder die Sondervollmachten, die inzwischen Finanz- und Sozialbehörden bei der Überwachung persönlicher Konten haben. Als vorläufige Krönung: Das Scanning-Projekt der EU-Kommission auf Flughäfen.

6. Wir wenden uns gegen eine zunehmende Verbraucherbevormundung, die sich als Verbraucherschutzpolitik ausgibt und im einzelnen die Verantwortung für eigene Konsumentscheidungen und Lebensgewohnheiten abzunehmen trachtet: von überzogenen gesetzlichen Gewährleistungsfristen und vertraglichen Rücktrittsrechten bis hin zu einer pedantischen Antiraucherpolitik, die es vielerorts unmöglich macht, Rauchern noch Gasträume anzubieten. Hier wird der Babysitterstaat der Zukunft modelliert. Alkohol und dickmachende Lebensmittel sind vermutlich das nächste Objekt staatlichen Übergriffs.

7. Wir wenden uns gegen eine verfehlte Klimaschutzpolitik, die, von kaum begründbaren Prämissen und Prognosen ausgehend, das Weltklima von Deutschland aus zu steuern sucht und dabei auf Kosten-/Nutzenüberlegungen fast vollständig verzichtet.

8. Wir wenden uns gegen eine Europäische Union, die dies alles forciert und Europa anstelle von Pluralismus, Vielfalt, Wettbewerb, Nonzentralisation das Muster eines harmonisierten Einheitssuperwohlfahrtsstaates durchzusetzen sucht. Gerade die Vielfalt und der Wettbewerb sind das Europäische an Europa. Die derzeitige Europapolitik ist zum großen Teil nicht nur antiliberal, sondern auch antidemokratisch, indem sie die gewählten Parlamente der Völker ausschaltet und negative Volksabstimmungen über eine europäische „Verfassung“ ignoriert.

9. All diese Maßnahmen kulminieren in der übersteigert etatistischen Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, die, verursacht durch staatlich manipulierte Währungen, nun auch die Verstaatlichung der Banken und sogar (so fordern einige) der Industrie ins Auge fasst. Der Brandstifter wird hier zur Feuerwehr. Nicht „Gier“ und Managerversagen haben primär die gegenwärtige Finanzkrise verursacht, sondern die politisch manipulierten Zentralbanken.

Aus all dem ergibt sich, dass jetzt nichts so notwendig ist, wie die Aufklärung der Bürger über die tatsächlichen Kausalitäten und die richtigen Sinnzusammenhänge. Jede der beteiligten Institutionen wird in ihrem Bereich dafür Sorge tragen, den Großangriff des Etatismus abzuwehren und energisch und mutig für die zentralen freiheitlichen Gedanken von Eigentum, Wettbewerb, Familie und unabhängigem Unternehmertum einzutreten. Wir fordern mehr Netto, nicht weniger; aber weniger statt mehr Staat; weniger falsche Regulierung; dagegen ein Mehr an wahrhaftiger Information und im übrigen eine Rückgabe von Freiheit und Verantwortlichkeit und Mittel an die Bürger! Nur auf diese Weise können wir die Prosperität und Lebensfähigkeit unserer Gesellschaft auf Dauer sichern.

Der Liberalismus macht sich auf den Weg in das Bewusstsein der Gesellschaft.Er hinkt etwas hinterher,das mag am mangelnden Sendungsbewusstsein liberaler Individualisten liegen.Aber: Das Staffelholz ist ja nun doch noch aufgehoben worden.

references:
Ein Bericht von  A.F. Lichtschlag (ef-Hg.)
Vera Lengsfeld:Der Angriff auf die Freiheit

Knockin’ on heaven’s door

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Hier nun die angekündigte Joerg Haider Poll Auswertung:Joerg Haider:Todesfahrt auf Kärntens Landstrassen, für diese Auswertung wurden die Ergebnisse vom 20.10.2008 um 11:08:49 MEZ ausgewählt.

Der Landeshauptmann Kärntens wurde ja am Sonnabend der Klagenfurter  Erde übergeben,selbst Gusenbauer fand moderate Worte für den verunfallten Landesfürsten,die Lobhudeleien mag sich jeder selbst zusammen googeln,eine kritische Berichterstattung der Vorgänge um das Trauergeschehen  ist beim Lindwurm in aller Ausführlichkeit einsehbar – nicht alle Ureinwohner Kärntens haben den kolportierten Lady-Di Projektionen freien Lauf gelassen.

Für mich vereinte Haider alle Widerlichkeiten des Rechtskonservatismus der Krauts,die mich schon in meinen jungen Jahren in die Arme der Westlinken getrieben haben: :Relativierung des NS-Regimes, völkisches Gesummse und das Einschlagen auf alle Minderheiten in einer modernen Gesellschaft mit weit offenen Anschlussflanken zum Rechtsextremismus,in Deutschland ist das bisher z.B. dem SS-Burschen Schönhuber gelungen.

Ich habe ein paar Tage die Diskussionen in der Blog- und Medienwelt verfolgt und dann meine Haider-Poll zusammen gerotzt

– die WP-Designer haben mit PollDaddy punktgenau ein ansprechendes Poll-Tool zur Verfügung gestellt – ,

die gängigsten Haider-Klischees wurden zusammen gestellt und meine hartgesottenen Leser haben fleissig mit abgestimmt, danke dafür 😉

Die Auswertung

Mit Abstand am häufigsten wurde der Aussage ” Wer zu Lebzeiten auf die Rassismuskarte gesetzt hat,soll sich auch nach dem Ableben nicht über geharnischte Kritik des Lebenswerks beschweren” mit 26% zugestimmt. My personal fave.

An zweiter Stelle kam die vielleicht provokante Aussage “Who the fuck is Joerg Haider?” mit 15% bei den Lesern an,ob hier taktisch Unwissenheit vorgetäuscht oder tatsächlich vorhanden war,entzieht sich meiner Kenntnis.Iss aber irgendwie sympathisch,diese Ignoranz.

Gleichauf lagen die egalitär-humanitär wirkenden Statements  “Populisten polarisieren halt,das ist auch noch Meinungsfreiheit in der Demokratie” und “Man sollte zwischen Privat- und Politikerperson differenzieren” mit 13% der abgegeben Stimmen – hier wird populistischen Politikern eine nützliche demokratische Funktion zugeschrieben,der Slogan “Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen” zieht bei diesen Abstimmern sicherlich nicht.Im Zweifelsfall wird eben noch hinzu gemenschelt,bis dass der Dachstein wackelt. Ob dieser Populistenbonus auch für die linken Genossen von der populistischen Heilsfront  verteilt wird,wage ich zu bezweifeln. Ich lasse mich aber von der Generosität dieser Abstimmungsrackets gerne auch vom Gegenteil überzeugen. We will see.

Mit 8% wurde die christlich versöhnliche Haltung  “Man muss die Toten ruhen lassen” propagiert, die Zäsur des Todes soll auch das Kriegsbeil begraben – der einst lebendigen  Person des Bedenkens und des Einwandes – sollen auf dem Weg zum “absoluten Wesen,das soviele Menschen verehren” posthum keine  Steine in den Weg gelegt werden. Für diejenigen, die an solche Bestimmungen glauben mögen, ist das ein nicht von der Hand zu weisender Versöhnungsauftrag. Atheisten und Agnostiker gehen aber dabei eher leer aus. Aber,man kann eben nicht alles haben.

Gleichauf mit dem christlichen Versöhnungsgedanken lagen die Abgrenzer mit dem Statement “Haider war doch kein Faschist sondern ein Rechtskonservativer”. Ein Versuch,den britischen und nordamerikanischen Konservatismusbegriff frei ins deutsche Feld zu übertragen. Ein Unterschied zur angelsächsischen Variante ist aber,dass die dortigen Konservativen sich nicht notorisch auf Hitlers Autobahn, den Reichsarbeitsdienst, das Mutterkreuz und die tolle Kameradschaft in Opis Waffen-SS und Wehrmacht beziehen müssen. Aber wen kümmern heute noch solche Kleinigkeiten? 8% fanden das Unterscheidungsargument bemerkenswert.

5% haben sich für die äusserst gemeine Verknüpfung entschieden “Natürlich war Haider ein Faschist,aber er war auch ein fescher Bursche”, Rechtsextremismus kann auch heimatverbunden-sexy daherkommen. Falcos Überlegung spielte dabei sicherlich eine grössere Rolle als das späte Outing des Landeshauptmanns als verklemmte Alpen-Schwuppe.

Gleichauf mit den Eingefangenen des gemeinen Kärntener Scharms liegen die dekonstruktivistischen, antikapitalistischen Schrammeln. Sie haben mit “Diese ganzen pathologisierenden Zuschreibungen – Alki, Raser, Homo – sind doch nur Konstruktionen,die das herrschende kapitalistische System stützen” den Bogen zum Grossen und Ganzen (kurz gesagt: zur Gesamtscheisse) entdecken können. Dieser ultimativen Systemfrage haben 5% einen Stellenwert einräumen wollen. Aber auch dem verschwörungstheoretischen Gedanken haben 5% mit “Insider der rechtsextremen Szene wissen: Der Mossad war’s” als nicht ganz unbedeutend eingestuft. israel als Feind des Friedens in der noch so kleinen Berghütte darf natürlich in dieser Kollektion nicht fehlen. Ach ja: Vergesst die 23!

Abgeschlagen mit 3%  kamen die Anhänger der Lehre vom industriellen-medialen Komplex “Es war bestimmt alles ganz anders,die Medien belügen uns sowieso” als Schlusslicht zu ihrem Recht.

Tja, Jörg.Du hast es also unfreiwillig geschafft und ich lasse mal die Wahl offen,mit welchem Interpreten des angemessenen Songs das Vorsprechen an der Himmelspforte begleitet wird.

Viel Diskussionsbedarf wird es ja bestimmt geben.

Bob Dylan – Knockin’ on heaven’s door Klick in der linken Seitenleiste ! Es werden ganze songs aus seinen Alben abgespielt,Zeit für eine kostenlose Überdosis BD?

Guns N’ Roses – Knockin on heaven’s door

Hier der Liedtext zum mitsingen

Knockin’ On Heaven’s Door

Mama, take this badge off of me
I can’t use it anymore.
It’s gettin’ dark, too dark for me to see
I feel like I’m knockin’ on heaven’s door.

Knock, knock, knockin’ on heaven’s door (4x)

Mama, put my guns in the ground
I can’t shoot them anymore.
That long black cloud is comin’ down
I feel like I’m knockin’ on heaven’s door.

Knock, knock, knockin’ on heaven’s door (4x)

Copyright ©1973 Ram’s Horn Music

references:
Jörg Haider: Mehr gibt’s eigentlich nicht zu sagen
Warum Schwule an ihrer Diskriminierung selbst schuld sind
Lady Jörg

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October 21, 2008 at 7:40 am

Der Haider iss tot

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Diese Nachricht habe ich gerade beim Lindwurm gelesen,ein Autounfall beendete das Leben des umstrittenen Politikers. Falco wurde in den Achtzigern ‘mal gefragt,was wohl die Österreicher an Haider gut finden würden und er antwortete: “Er iss ganz rechts aussen und er iss halt fesch”.  Na ja,ein Janker-Fascho weniger in der EU.

UPDATE: Der Lindwurm ist nicht nur vor Ort in Kärnten unterwegs, er hält den Rest der weiten Welt auch auf dem Laufenden: Sehr lesenswerte Einschätzungen aus Haiders kleinem Königreich: Der Haider-Mythos bröckelt bereitsHaiders letzte große Show.

Zettel setzt gegen wie auch immer gearteten antifaschistischen Geifer die Würde des Toten und seines Amtes:  Zitate des Tages: “Europaweit unbeliebt”. Wahrscheinlich kategorisiert er den Haider auch in die politische Ecke so vieler rechtskonservativer Politiker,die optimistisch am rechten Rand operieren.

Natürlich ist das rechtskonservative  Spektrum noch weitestgehend unter dem Schirm der Meinungsfreiheit anzusiedeln. Trotz allem empfand ich bei vielen Kampagnen Haiders mehr als Würgereize: Wer auf schwache Bevölkerungsteile mit rassistischen Parolen einschlagert und diese dann zum gesellschaftlichen Abschuss frei gibt,darf immer mit meiner entschlossenen Gegnerschaft rechnen. Da lege ich natürlich nicht auch noch Blumen auf die Grabesstelle und ein r.i.p. verkneife ich mir selbstverständlich auch. Solchen Leuten wünsche ich im höchsten Falle die Dämonen,die sie zu Lebzeiten mit entfesselt haben. Das ist doch wohl sowas von klar.

References:
184 Km/h
Jörg Haider = Lady Di Kärntens?
Jörg Haider:1950-2008

PS: Dahrendord meldet sich zurück

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October 11, 2008 at 11:39 am

Iran und der europäische Westen

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Ich weiss, dieser Wahnsinn mit den Mullahs wird schon fast langweilig:

  1. Ende September begeht die weltweite Fangemeinde des iranischen Mullahregimes seit 1979 den Jerusalemtag – in iranfreundlichen Kreisen auch ganz autochthon  als Al-Quds-Tag bekannt. Hauptforderung der Chomeinifreunde ist die Befreiung Jerusalems/des Nahen Osten von Juden und Christen. Auch Berlin bleibt von diesem “Feiertag” nicht verschont, am 27. September marschiert die antisemitische Internationale wieder durch Berlin-Charlottenburg. Das bleibt natürlich nicht ohne Widerspruch, eine Gegenkundgebung ist auf dem Breitscheidtplatz anberaumt.  Ein Bündnis mit  – man höre und staune – der Abgeordneten Evrim Baba von DIE LINKE im Abgeordnetenhaus Berlins.:In dieser Partei scheint es einige Menchen zu geben,die doch noch alle Tassen im Schrank haben.  Aber keine Angst, zu einem massenhaften Ausstand wie in Köln letztes Wochenende wird es in Berlin nicht kommen, der hiesige Antifaschismus hat enge Grenzen. Hier wie im Rest der Republik gedenkt man lieber der schon getöteten 6 Millionen Juden, der nächste Holocaust an Israelis wird dann sicherlich auch irgendwie von den Aufarbeitungsweltmeistern national bearbeitet. Bis dahin kriecht man den Mullahs gerne ganz tief in deren Rektum, wie es der Rest der EU halt auch gerne tut, das gehört zur doppelbödigen Staatsräson wohl dazu: Man ist verantwortlich solidarisch mit Israel und pflegt den kritischen Dialog mit seinen zukünftigen Vernichtern in Teheran. Gaaanz toll!
    27. September 2008 ab 13.00 Uhr auf dem Berliner Breitscheidplatz – AUFRUF

    Am gleichen Tag findet in Greiz eine Nazikundgebung statt. Unter dem Motto “
    Mehr Förderung für unsere Deutschen Kinder“ wird eine Mahnwache der NPD gegenüber der Greizer Asylbewerber -unterkunft  am Fußgängertunnel abgehalten.  Ein Schelm,der etwas böses dabei denkt. Die AFA-Greiz ruft zu Gegenaktivitäten auf.
  2. Bei seiner Rede an der New Yorker Columbia Uni hat der iranische Ministerpräsident kürzlich das Vorhandensein von Homosexuellen im Iran kategorisch abgestritten – und die dekonstruktivistische Gender- und Cultural Studies-Fraktion pflichtet ihm schon seit Jahren in dieser Leugnung bei,weil Homosexualität angeblich ein rein westlicher Export in den angeblich homofreien Rest der Welt darstellt. Ein Quäntchen Wahrheit steckt schon in Achmadinedschads Behauptung: Homos, die sich im Iran als solche outen oder geoutet werden, leben tatsächlich nicht lange, denn sie müssen mit der Todesstrafe am Galgen rechnen. Da muten die Emanzipationsforderungen der westlichen Homos schon fast luxuriös an. Nun hat sich Farhang –  ein homosexueller Blogger aus dem vorgeblich homofreien Teheran gemeldet. Er beschreibt die aktuelle Lage in der islamischen Republik: “We don’t exist!” – An Interview with Farhang, Gay Blogger and Activist from Tehran. (LINKTIPP)
    Warum erinnern mich diese Darstellungen nur immer an die 50/60ger Jahre im piefigen Westen des vorigen Jahrhunderts – kurz nach Rosa Winkel,Totschuften und Gaskammer?  Bis auf Auspeitschen und Hängen von Staatswegen –  in Familien war man damals auch im Westen  nicht so zimperlich mit den abtrünnig orientierten Familienteilen – waren das damals ähnliche gesellschaftliche Wellen der Ignoranz und Feindseligkeit.
    Den ganzen aktuellen Rest könnt ihr dann bei den Kollegen von GayWest nachlesen. Sie haben immer wieder Einwände gegen allzu optimistische Abwiegler, die den Westen – bei zugegegeben Fortschritten –  heute schon als von Homophobie und Diskriminierung freien Raum mit Absolution belegen wollen.
    Darauf ein beherztes “Stößchen” 😉

references:
1973:Als Chomeini den heiligen Krieg gegen Israel ausrief
Matthias Küntzel: Adolf Ahmadinejad vor den UN
Denounce Iran UN Speech
Neue Übersetzungsprobleme ?
Achmadinedschad vor der UNO-Vollversammlung

Written by admin

September 25, 2008 at 12:08 am

Köln stellt sich quer,versteht aber nur die Hälfte des Problems

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Dieses Wochenende ist breite Staatsantifa am Rhein gefragt, vom Roncalliplatz am Dom bis zum Gürzenich können sich Antifaschisten über die am Heumarkt anberaumte Antiislamisierungs-Konferenz der Rechtsextremisten von pro Köln informieren – wer proKöln noch nicht kannte,kennt sie spätestens heute –  Update: Die proKöln Demo ist von der Polizei abgesagt worden. Das nicht einmal 100 Aktivisten zählende Häufchen der Bürgerbewegung proKöln hat zum grossen Stelldichein der europäischen Rechtsextremen an den Rhein geladen, vorgeblich 1500 Konferenzteilnehmer werden erwartet: FPÖ/BPÖ, Vlaams Belang, Lega Nord, BNP bis hin zu Le Pen (der kommt aber nicht)  sind zu einer Konferenz gegen die Islamisierung Europas eingeladen worden, das rechtsextreme Lager bis zu den Stiefelnazis ist nach Köln aufgebrochen- den Konferenzort werden sie aber nur schwer erreichen, ein breites Bündnis heisst die Rechten eben nicht gerade willkommen in der Domstadt. Ob der kleine rechtspopulistische Kölner Haufen in der Lage ist, die europäischen Rechtsextremisten mit dem Moscheethema in seiner Masse nach Köln zu mobiliseren,ist allerdings fraglich – dafür erscheint proKöln als zu unbedeutende Kraft und in anderen europäischen Ländern ist die xenophobe Moscheekarte politisch auch schon ausgespielt. Die “Köln bleibt bunt” Szene scheuchen sie aber schon auf und die Kölner Innenstadt befindet sich dieses Wochenende im Ausnahmezustand, proKöln (mit 4,3 % im Stadtparlament) kann sich wieder als Opfer des Systems bei seinen Anhängern verkaufen.

Aufhänger für pro Köln war der längst beschlossene Moscheebau in Köln Ehrenfeld – ein Grossbauprojekt der DITIB, die dem türkische Staat seinen Zugriff auf die in Deutschland lebenden Türken auf religiöser Basis sichert. In Deutschland sind ca 150 Moscheebauten abgeschlossen, getragen werden diese über diverse Moscheebauvereine, die zum Teil äusserst bedenkliche politische Hintergründe haben. Z.B. die MHP, die mit den Grauen Wölfen einen rechtsextremen Schlägerhaufen auch in Deutschland betreibt, der dissidente Türken bedroht und auch mit der NPD beste Kontakte pflegt. Gleichzeitig ruft die MHP ihre Mitglieder und Sympathisanten auf,sich mit ihren islamistischen und nationalistischen Positionen in der hiesigen politischen Zivilgesellschaft  einzubringen. Eine ähnliche Strategie verfolgt Tariq Ramadan,der auch gerne in den linken Zusammenhängen als Platzhalter islamischer Integration in Europa abgefeiert wird. Protagonisten dieser schleichenden Islamisierungsstrategie gilt es zu erkennen und zu bekämpfen. Keine relevante gesellschaftliche Gruppe sollte solche Schariah-U-Boote auch noch mit aufbauen.

Den Aspekt der politischen Einflussnahme von zur Zeit Regep Erdogans Islampartei über die DITIB blenden Antirassisten oder Multikultiprotagonisten gerne aus. Sie tun so, als ginge es bei den Protesten gegen die Moscheebauprojekte nur um Ausländerhass und Antiislamismus. Hier verpennt auch die ausländerfreundliche Mitte bewusst einen Konflikt, der den Rechtsextremen immer mehr Köpfe in die Hände spielen wird. Die Kölner CDU-Fraktion hat sich auch vor diesem Hintergrund gegen das Ehrenfelder Moscheebauprojekt ausgesprochen – die Statdverwaltung war aber in ihrem Genehmigungsverfahren schneller als die regionalen Parteigrössen.

Es ist aber auch unverkennbar, dass die nicht vorhandene Integrationspolitk der Parteien und gesellschaftlichen Gruppen seit den 60er Jahren erst den Boden für die heute vordergründig religiös aufgeladenen Debatten bereitet haben – ich bezweifel stark,dass die Religionsausübung das Hauptproblem der Migranten ist. Sie trifft die hohe Arbeitslosigkeit mindestens genauso stark wie die Eingeborenen und strukturelle Benachteiligungen im Zugang zu Bildungseinrichtungen und Jobs lassen sich nicht mit Koranlesungen oder Gebeten lösen. Schäubles Islamkonferenz ist nur die Spitze der Peinlichkeit deutscher Integrationspolitk.

In einem säkularen,aufgeklärten Staat die Integration von Migranten über die Religion anzupacken, zementiert religiöse Rackets, die nicht in die Zukunft sondern rückwärts gewendet sind, die Opium für’s Volk in einer sonst kalten Welt bereit halten. Anstatt die Migranten an den Segnungen einer modernen Gesellschaft teilhaben zu lassen,werden sie religiösen Ideologen überantwortet. Das ist reaktionär und leider nicht nur die Domäne der Konservativen.

Wer die Migranten erst einmal auf Gottes befohlene Ränge verwiesen hat,wird längerfristig den Eingeborenen dieses Projekt auch nicht verwehren wollen. Ob sich das in Form von Betschwester Glorias Katholizismusphantasien oder im Zwangsdienst zum Sobotnik der Sozialisten ausformt, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Freiheit oder Emanzipation haben beide ethische Wellen jedenfalls nicht im Angebot, zu allerletzt natürlich die Kartoffelnasen von proKöln.

PS:

Political Streetlife:In Köln waren heute um die 40 000 Leute unterwegs, in Berlin ist die Friedensbewegung mit 2500 (Link) angetreten (Link) und in Hamburg kamen 100 zur Kundgebung zum Hungerstreik im Iran .

references:

  1. Islamkritik und »antimuslimischer Rassismus«
  2. Köln in Bewegung – Grüne in Bewegung
  3. Islam und deutscher Antifaschismus
  4. Debatte bei Spin.de
  5. Gut, daß wir verglichen haben
  6. Broder, Alter.
  7. „Köln war überschattet von zügelloser Gewalt“
  8. Volksfrontspektakel am Rhein
  9. Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!
  10. … ein Verbrechen?
  11. Von gelb zu braun
  12. Anti-Antis
  13. Daniel Leon Schickora
  14. Liegt Köln in Weimar?
  15. Kölner Verhältnisse
  16. Religion pervetiert den Verstand
  17. Der Rechtsstaat begibt sich in Geiselhaft
  18. “Freiheit die ich meine!”/Anmerkungen zu den Ereignissen in Köln
  19. YouTube-Eindrücke von Islamgegnern und deren Gegnern
  20. Tollerantes Kölle
  21. GEGEN DEN BAU EINES 2. TELL-STÜBCHENS IN KÖLN!
  22. Nach Köln: Was ist der Unterschied zwischen Rechts- und Linksextremen?
  23. Soldatenglück auf linker Friedensdemo in Berlin
  24. Bye bye Demonstrationsfreiheit?
  25. Pro Trottel + “Ein Sieg der Stadt Köln” + Forumsdisko
  26. Antiislamisierungskongress — Demolog- und beurteilung
  27. [Köln] Mehrere Tausend auf Antifa Demo
  28. Rassistischer Kongress in Köln – wer ist alles dabei?
  29. Antinazi-Blog
  30. PHÖNIX: Der Streit um die Kölner Moschee

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September 20, 2008 at 1:42 pm

Wenn Jugendliche zu viel schnackseln

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Die Inszenierung des Gedenkens um 9/11 hat mich für ein paar Tage verstummen lassen, aber nun ist es genug mit der Ruhe hier.
Für den SPIEGEL geht ein neues Gespenst in Berlin-Marzahn herum, dort soll es Jugendliche geben, die nur an Sex denken. Nein, sie denken nicht nur an Sex, sie praktizieren den auch schon in frühen Altersstufen, mit bis zu 5 Partnern an einem einzigen Wochenende, wenn man den Interviewaussagen dieses “Schockvideos” für die Anhänger der Lehre vom sittenlosen, aussterbenden deutschen Volk glauben soll.  Es ist die Rede von “sexueller Verwahrlosung” der Jugendlichen,  die schon im Kindergartenalter beginnt und in Ehelosigkeit und Beziehungsstörungen ihr Ende finden soll – und somit wieder Therapiebedarf generiert und das Gerede von Fachleuten auf den Plan ruft.
Wo der SPIEGEL nicht überall seine Sorgenfalten ausbildet. Sollen die Kinder nun wieder Petzi-Bücher anschauen müssen und dem Internet so lange wie möglich entfernt bleiben oder gar stundenlang nur mit ihren Alten vor’m Monitor herum hocken?

Oder ist es nicht einfach so, wie schon 1995 im Film “Kids” (Videotrailers) beschrieben, dass es urbane Jugendkulturen gibt, die nach selbst gewählten Regeln funktionieren, weil das Erwachsenenleben schon genug an Langweiligkeit und Ödnis verspricht? Auch beim Film “Kids” wurde der Zeigefinger gegenüber der New Yorker Jugend erhoben: Mit promiskuitiven Partnern schläft man nämlich im Zeitalter von AIDS zumindest nicht ohne Kondom, sonst gibt es zur Strafe HIV – und weil 13 Jährige von Sex eh noch keine Ahnung haben, sollen sie sich diese Erfahrung besser für später (wann immer das sein soll) aufheben. Eine goldene Erziehungsregel, die erst in den sechziger Jahren in den westlichen Ländern kippte und seit einigen Jahren dort auch wieder hervorgekramt wird.
Ob sexuelle Verwahrlosung oder HIV an die Wand geschrieben wird, ist eine ethische Stilfrage. Die Lustfeindlichkeit, fragwürdigen Rollenzuschreibungen und Angstbesetzung (post-) moderner Medienpädagogik ist aber eine armselige Konstante. Im Kino hätte ich mir in meiner Jugendzeit so einen scheiss nicht angesehen, im Internetzeitalter ist das Thema immerhin einen Blogeintrag wert.

PS: Interessanter sind vielleicht diese  Themen
Blankertz bei Dol2day von Rayson + Berliner Schulgesetz
The Sneaky F*cker Theory via  SteffenH
(Schul-)Freie Kinder – (Staats-)Freie Menschen! von DDH via paxx.blog

Written by admin

September 13, 2008 at 12:09 pm