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Archive for the ‘Religion’ Category

Gedanken zum Wochenende: WEF und der Papst

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  1. Das WEF ist ja für verschiedenste Zwecke nützlich: Die Elite der Welt kann sich informell in ansprechender Athmosphäre treffen, das Ambiente des Bergortes kann jeder in Thomas Manns Zauberberg trefflich nachlesen. In Zeiten der Krise ist der Austausch sehr wichtig. Nun hat sich die Schweiz seit je her als Hort der Freiheit und des Freigeistes inszeniert. Mit dieser Prahlerei war es aber dieses Jahr zum WEF vorbei. Um den chinesischen Staatschef nicht zu verärgern, wurden jegliche symbolische Anspielungen auf den Tibetkonflikt aus dem Strassenbild von Davos verbannt, von Protesten ebenfalls keine Spur. Vor 10 Jahren sorgte die Tibetsoli in der Schweiz für grosse Irritationen zwischen China und der Schweiz. In 2009 verneigt sich die schweizer Politik vor den Staatsführern totalitärer Regime und macht selber auf totalitär.  Meinungsfreiheit Adieu. HATTIP: WEF-Blog des Schweizer Fernsehens.  In England ging  es darauf  zu wie in Bagdad zur Zeiten von GW Bush junior;  der chinesiscbe  Präsident wurde an der Uni-Cambridge mit einen Schuh beworfen.
  2. Was ist aus der Rehabilitierung der Piusbruderschaft und dem antisemtischen Bischof aus England durch Benedikt XVI abzuleiten? Die Popen sollten sich aus politischen Fragestellungen heraushalten und sich nur um ihre Glaubensangelegenheiten kümmern. Und für die Piusbrüder gibt es bestimmt interessante Konferenzen, um sich über die Holocaustindustrie auszutauschen, der iranische Ministerpräsident lädt ja gerne auch die westliche Welt ein. Wenn der Katholizismus im 21. Jahrhhundert ein offenes Herz für Holocaustleugner und Antisemiten hat, müssen das die Katholiken unter sich ausfechten – einige kritische Wortmeldungen aus den Bischofsrängen gibt es ja bereits und es wird nun auch publizistisch von einem “Rechtsruck” durch Ratzinger  im Vatikan gemunkelt. Dieses ganze Harmonie- und  “wir haben uns alle so lieb” – Trallalla ist doch nur für die Tonne. Ich halte von dem ganzen Verein sowieso nichts.
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January 31, 2009 at 7:29 pm

WEF in Davos

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Mein letzter Besuch in dem wunderschönen Ort ist acht Jahre her. Ich war dort auf Einladung einer schweizer Umweltorganisation,die sich mehr Gehör bei der Hochfinanz und der  etablierten Politik versprach. Ich sollte die ganze Aktion am WEF dann  filmisch einfangen  – es kamen 45 Minuten Rohmaterial, eine kaputte Kamera und meine jaucheverseuchte Wintersportmontur dabei heraus. Die Sicherheitskräfte  identifizierten uns als  feindliche Alliens und der Wasserwerfer mit Kuhpissefüllung verjagte die publicitygeile Meute.

In 2009 geht es hochkarätig zu. Am Donnerstag Abend kam es beim WEF gegen Ende  einer Nahostdebatte mit Shimon Peres  zu einem Eklat, Erdogan verliess wütend das Podium. Der Moderator David Ignatius  habe ihn  in der Redezeit benachteiligt, so der indignierte  Erdogan. Der WEF Gründer Klaus  Schwab konnte die Situation auch nicht mehr retten, Wie es scheint, hat Erdogan mit diesem Auftritt in der Türkei offene Türen eingerannt:  Erdogan “Eroberer von Davos”, der Wortlaut der Streitdebatte zwischen Erdogan und Peres ist hier bei WELT-Obline abgelegt. Offensichtlich benutzen nicht nur durchgeknallte Mullahs aus dem Iran oder ewig gestrige Antiimperialisten den Nahostkonflikt, um sich international in Szene zu setzen. Die Türkei als Beitrittskandidat zur EU inszeniert sich unter Führung der AKP  als eurasischer Vermittlungsstern am Firmament einer islamistischen Front, die von der EU befördert wird, die USA sind da schon realistischer. Und dazu ist der AKP jedes Forum das Richtige. Ob vor gut einem Jahr in der Köln-Arena vor türkischen Migranten oder beim heurigen schweizer WEF. Welche Natter die EU mit der AKP an ihrerm Busen nährt, das darf nicht gedacht werden. Immerhin vertritt die EU als Agenda des Fortschritts in der Türkei die Schwächung des Militärs s , da wird der Islamismus  und  die zunehmende  Zurückdrängung des Säkularismus bereitwillig mit einberechnet. Erdogan mutiert immer mehr zur Figur eines Hugo Chavez in Europa. Öl hat er nicht als Verhandlungsmasse anzubieten, aber Herr über die Energiepipelines für Europa ist er schon.

references:
Erdogan, Ahmadinedschad…und Eko Fresh
Die Frage, Herr Erdogan

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January 30, 2009 at 1:04 am

have a nice weekend

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Am Freitag haben mich die Bazillen endgültig erlegt, ich hüte das Krankenbett und bekomme mal wieder viel zu viel Fernsehen mit: Der ehemalige Kofferträger des Gasmanns aus dem Bundeskanzleramt bemüht sich im mittleren Osten um Frieden – und meint nur die Aufrechterhaltung eines Status Quo, der die jahrelangen Raketenbeschüsse der Hamas auf Israel in seinem zynischen, sozialdemokratischen Friedenshirn als diplomatisches Ziel unbeirrt mit auf seiner Agenda behält. Ein Grund mehr, der Sozialdemokratie die Regierungsverantwortung im September aus der Hand zu nehmen.

Die “deutsche Strasse” gibt sich wie immer mehrheitlich friedensbesoffen, ihre antiwestlichen Gemeinsamkeiten mit der “islamistischen Strasse” treffen sich punktgenau im Feindbild auf Israel – dem Mullahregime in Teheran muss darüber das Herz im Busen hüpfen, islamistischer Terror lohnt sich also nicht nur in Gaza oder Südlibanon.

In Berlin haben sich heute Nachmittag einige Tausend Freunde Israels zusammengefunden, um für Israels Recht auf Selbstverteidigung zu demonstrieren (Fotos) – in Frankfurt am Main waren es weit über Eintausend. In einigen Städten werden israelfahnentragende Bürger von Islamisten, Linken und Polizei gleichermassen als Provokation eingestuft. Eine fragwürdige Übung, die sich seit Jahren zum Ritual der Exekutive bei antisemitischen Aufmärschen verdichtet: Sind wir nicht alle ein bischen Chomeini?

Die Verantwortung der Mullahs aus Teheran für die beklagenswerte Lage der Bewohner des Gazastreifens kann nicht oft genug herausgestellt werden. Hamas hat mit ihrer Agenda der Vernichtung Israels ganz Gaza in Geiselhaft genommen. Es scheint mir  höchst unvernünftig, dass sich die Araber über Jahrzehnte von ideologischen Extremisten am Nasenring durch die Zeitgeschichte ziehen lassen, zunächst von den panarabischen Nationalsozialisten (Muslimbrüder, PLO , PFLP) und nun von den Islamisten der Hamas. Äquidistanz ist dabei die falsche politische Strategie, sie spielt nur dem Kalkül der Mullahs zur Vorherrschaft auf der islamistischen Strasse in die Hände, die mit der A-Bombe eine ganz neue Wucht gegen die Demokratien und den Westen aufbauen. Wer sich gegen dieses Ansinnen nicht verwahrt, hat doch nicht mehr alle Tassen im Schränkchen.

references:
Die islamistische Strasse in Duisburg (Video)
Lila: Leseproben
A-Team: Solidarnosc
A-Team: Bestimmen Islamisten polizeiliches Handeln?
anaximander: Europa hat den Judenhass reimportiert
dissi: frieden durch kalifat
Zettel: Der alte Nahost-Konflikt ist Geschichte. Der Gaza-Krieg macht die neuen Fronten deutlich. Bericht über drei aktuelle Analysen

Written by admin

January 11, 2009 at 8:03 pm

“Ich halte mich da heraus”

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Wie Zuppi dem Weihnachtsgedöns entkam – und dann doch wieder nicht

Mir war und ist dieses Jahr überhaupt nicht weihnachtlich zu Mute. Das hat nichts depressives oder misanthropisches, sondern ich verspüre nichts Aussergewöhnliches in dieser Saison: Kein Beschenkungswahn, habe auch nichts gut zu machen und alte Kontakte mag ich auch nicht reaktivieren. Dienstlich habe ich mit allerlei individualpsychologischen Referenzen zum Weihnachtsfest zu tun – ich arbeite seit 1992 immer in dieser Zeit. Wenn saisonale Probleme auftauchen, werden Lösungsstrategien erarbeitet, wer keine Probleme damit hat, mag sich an dieser Zeit uneingeschränkt erfreuen. (Ich knobel übrigens noch an einer Retro auf die Weihnachtlichkeiten in meinen erlebten siebziger Jahren, mal sehen,ob das etwas wird)

Heute habe ich mich nach meinem Dienst und den Lindgren-Filmchen ( ein Pippi Langstrumpf- oder Michel-Film kommt ja immer in dieser Zeit)  erst einmal hingelegt und geschlafen. Es sollte ein chilliger Abend werden, ohne viel Mache und Tue.  Nach dem Abendbrot klingelt ein Nachbar aus dem Nebenaufgang und schildert sein krisenhaftes Geschehen: Der georderte Weihnachtsmann  habe ihn hängen lassen, die  Lütten warten schon seit Stunden auf den Gesichtspelzträger in Rot-Weiss. Die aus Aachen angereisten Grosseltern beklagten die Dienstleistungswüste Ostdeutschland, die Gattin bezweifelt keifig das Organisationstalent ihres Angetrauten. Kurzum, der Mann wirkte geradezu panisch, weil der Haussegen mächtig zu wackeln begann. In früheren Zeiten hätte ich dem Mann ein “selbst Schuld,wenn Du auf diesen ganzen wir-haben-uns-ja-alle-so-lieb-Scheiss abfährst” entgegen gerotzt und die Korridortüre zuknallen lassen. Wieder ein Mitmensch, der mir niemals mehr mit absurden Anliegen auf die Nerven gehen wird.

Mir gingen dieses Mal ganz andere Gedanken durch den Kopf: Der ältere Bub bringt regelmässig den Müll ‘runter – er missachtet aber genau wie ich immer die Regeln der Mülltrennung. Die Kleine Tochter rennt immer mit einem völlig zerfetzten Teddybären durch die Gegend, den sie nie aus der Hand gibt. Die Gattin ist eine toughe Berliner Grossstadtblondine mit Durchsetzungsvermögen und der Mann betreibt mit dem Charme eines Rheinländers eine Imbissstube in der City, ich esse etwa einmal im Monat eine Currywurst oder einen Schaschlickspiess bei ihm und ich lebe immer noch.

Mmmhhh, ach ja, ich habe eine Ausrüstung in Rot-Weiss, meine schwarzen Botten liegen im Keller. Einen Sack für die Geschenke kann der Vater beisteuern, auf eine Rute wird nach kurzer aber heftiger ideologischer Debatte auch verzichtet – ich hassse dieses Unterdrückungsmittel seit frühester Kindheit –  und ich trage neben einem weissen Bart, Zipfelmütze und Anti-SARS-Mundschutz natürlich meine Sonnenbrille. Im Kopfhörer wird ein Album der Backyard Babies etwas lauter abgespielt.

Ich brülle einen in etwa vereinbarten Text zu den ungeduldigen Kids, übergebe die Präsente. Der Grossvater ist schon besoffen, stört sich aber sichtlich an meinem unkonventionellen Auftritt, Oma schaut nur verdutzt mit grossen Augen auf die Erscheinung, die als Weihnachtsmann in das zerklüftete Familienidyll eingebrochen ist. Die wasserstoffblondierte Gattin ist weiterhin nicht vom Organisationstalent ihres Ehemannes überzeugt. Die Kinder freuen sich über die nun endlich ausgepackten Präsente. Die Weihnachtsbaumspitze hängt irgendwie schief.

Frohes Fest.

references:
Eine Frage der “Zeit”. Ein paar Happen Philosophie
Merry Christmas your arse, I pray God it’s our last
Weihnachten in Franken….
Die Weihnachtsfeiertage…

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December 24, 2008 at 11:12 pm

Die Bibel

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Während sich in Deutschland neurasthenische, drogensüchtige Laienschauspieler mit der grossen Christenschwarte ein Zubrot verdient haben, gibt es in der britischen Comedy die ultimative Vorstellung der bedeutenden Geschichtensammlung des Abendlandes: Ricky Gervais – der ein wenig von Dave Allens Humor abbekommen hat – wird von Michael Kastner vorgestellt. Ganz grosses Kino 😉

PS: mmmatze public hearing train experience

Written by admin

November 23, 2008 at 10:23 am

Posted in Egoshice, Religion

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Ideologische Grenzgänge

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Damien widmet sich in einer neuen Serie dem linken Dekonstruktivismus: “Freundschaft als Lebensweise”. Wie Schwule, die nicht schwul sein wollen, ihr Heil im Islam suchen (Teil 1). Wer sich für intellektuelle Schleichwege (aus dem Judith Butler Phantasialand) totalitär verwirrter Hochschulabsolventen interessiert,wird Erkenntnisgewinne aus der Lektüre mit nehmen.Möglicherweise ist der Prozess einer Konversion vom Linksradikalismus zum Islamismus virtuell und  in vivo zu begleiten. UPDATE: Teil 2

PS: Der praktische Bezug ist antischwule Gewalt.

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October 30, 2008 at 11:39 pm

Blick in den Eso-Sumpf

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Martin M. denkt wiederholt sehr lesenswert auf seinem Blog über Magie nach. Bei ihm bin auch auf zwei Texte von Hans Schmid über Aleister Crowley gestossen – dessen berühntestes Überbleibsel ein nach ihm benanntes Tarotkartenspiel sein dürfte. Für mich als Beauftragter für die “Gralshüter ewiger Wahrheiten” steckt noch mehr hinter dieser Crowley-Figur: Eine  Sehnucht nach modenen Erlöser- oder Jesusfiguren (und deren Gegenspieler) fördert(e) nämlich so einige Talente zu Tage – z.B. diesen “Schwarzmagier” Crowley samt seiner Epigonen.

Der böseste Mann von der Welt: Aleister Crowley und die Schrecken der Magie

  1. Geheime Meister, Scarlet Women und die Goldene Dämmerung – Crowley wird Magier
  2. Vom Religionsgründer zum Bürgerschreck

Written by admin

October 10, 2008 at 12:02 am