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Archive for the ‘Technikwissenschaft’ Category

Radiotip: Butzmannsche Soundbeams

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Transistorradio mit CassetteFrieder Butzmann: ‘Alethes Soundbeams’
Komposition und Regie: Frieder Butzmann (DLR Kultur 2006-51�09)
BR,Freitag 8.6.2007 20.30 Uhr, hör!spiel!art.mix

Foto: Oliver Barchewitz

Der Schall galt früher als körperlos,

die ersten Schallübertragungen durch elektromagnetische Wellen wurden als Materialisationen des Unsichtbaren betrachtet. In ‘Alethes Soundbeams’ werden diese Techniken benutzt, um auch andere körperlose Wesen zum Klingen und Sprechen zu bringen. ‘Die wunderbaren Begebenheiten des Grafen Alethes von Lindenstein’, 1817 publiziert von Friedrich Baron de la Motte-Fouqu�, ist ein Roman voller Geister und seltsamer Erscheinungen.

Alethes besteht so manches Abenteuer mit Gespenstern und muss sich aussergewöhnlichen Gefahren stellen. Frieder Butzmann führt diese Geisterbeschwörung akustisch weiter. Er kombiniert O-Töne von Friedh�fen aus aller Welt zu einem chilligen Soundstück. Auf den Wellen des Butzmannschen Soundbeams, der von feinem Humor gestreut und von klug dosierten, anspielungsreichen Zwischentexten reflektiert wird, kann man die Gedanken aufs angenehmste schweifen lassen, hinauf in einen Himmel voller Frequenzen. (Jochen Mei�ner in der Funkkorrespondenz, 8.9.2006)
Mit Lars Rudolph, Marina Behnke

Frieder Butzmann, geb. 1954 in Konstanz, lebt in Berlin. Komponist, Musiker, Hörspielautor. Kompositionen, Features, Hörspiele u.a. ‘Transatlantique’ (SFB/ZKM 1993), ‘Von Menschen und anderen Tieren’ (SWR 2006).

Im Studio:
Oona Leganovic, Journalistin und Technikhistorikerin
Julian Doepp, Moderation
Thema: Klänge aufräumen und einpacken

references:
Deutschlandradio Kultur   Erstausstrahlung in 2006

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May 27, 2007 at 6:01 pm

Klimawandel und „neuer Szientismus“

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Im „neuen Szientismus“ werden die Fakten immer so gewählt, dass sie Katastrophe und Untergang ergeben. In der Klimadebatte werden weder die wirklichen Inhalte der wissenschaftlichen Befunde noch die möglichen technischen Lösungen zur Kenntnis genommen. Von James Woudhuysen und Joe Kaplinsky in NOVO 87

references:

Klimawandel – eine weitere “Wahrheit” von anaximander

Zettels Oster-LobhudelEi (3): Lob des Klimawandels

Global Warming: “The biggest scam of modern times.” (Channel 4 Documentary)

Zettel meldet sich doch zu Wort: Umwelt-Bundesamt: Propaganda statt Wissenschaft

Klima,Presse,Szientismus aus novo-mag

Nur einer kann die Welt noch retten: Photosynthese Man!

Grün – moosig – allzeit bereit!

Photosynthese Man

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March 21, 2007 at 10:47 pm

Heinz Zemanek

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Heinz Zemanek
Heinz Zemanek

nachtstudio

Heinz Zemanek

Computerpionier

Heinz Zemanek wurde 1920 in Wien geboren und studierte an der TH Wien, wo er auch 1951 promovierte, sich 1958 habilitierte und 1964 den Titel eines Universitätsprofessors erhielt.

19.11.2006

   

Nach dem Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Wien und dem Versuch einer Firmengründung wurde er Hochschul-Assistent und wechselte dann zur Industrie: Direktor des Wiener IBM-Laboratoriums (1961-1976) und IBM-Fellow (1976-1985). Seit 1964 ist er Professor.

Das “Mailüfterl”
1950 begann er selbst den Bau einer Relaisrechenmaschine (URR1), und 1954 folgte die Entwicklung eines volltransistorisierten binär-dezimalen Rechenautomaten – des legendär gewordenen “Mailüfterl”. Die Hauptleistung des Wiener Laboratoriums ist die formale Definition der Programmiersprache PL/ 1. Eine IFIP-Arbeitstagung über “Formal Language Description Languages” hilft auf dem Wege zur Entwicklung der Definitionssprache VDL, in welcher dann auch die internationale Normierung von PL/1 durch ANSI erfolgt.

 
   

Von 1971 bis 1974 war er IFIP-Präsident. Im Jahre 1977 wählte man ihn zum Ehrenmitglied der IFIP. 1970 war er an der Gründung der FIACC beteiligt, Vizevorsitzender 1970 bis 1972, Vorsitzender 1973 bis 1975.

 
   

Auszeichnungen
Er hat mehrere Bücher verfaßt und über 400 Aufsätze. Er besitzt zwei Ehrendoktorate, etliche Ehrenmitgliedschaften und Medaillen und ist Mitglied von vier Akademien.

 
     
 
   

Veröffentlichungen (Auswahl):

Weltmacht Computer. Weltreich der Information. Bechtle-Verlag, München 2002
 
Vom Mailüfterl zum Internet. Picus Verlag, Wien 2001
 
Das geistige Umfeld der Informationstechnik. Springer Verlag, Heidelberg 1992

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January 12, 2007 at 10:34 pm

Joseph Weizenbaum

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J W

Er wurde 1923 in Berlin geboren. 1935 floh die jüdische Familie nach Erlass der Rassengesetze durch die NS-Diktatur in die USA.Er studierte ab 1941 Mathematik an der Wayne University in Detroit/Michigan. Unterbrochen wurde das Studium durch den Kriegsdienst in der meteorologischen Abteilung der US-Luftwaffe. 1948 graduierte er in Detroit zum Bachelor of Science und 1950 zum Master of Science.

Bahnbrechender Forscher
An der Wayne University baute er 1948 einen der ersten digital arbeitenden Computer, bei dem alle Befehle und Rechenoperationen über binäre Zahlenreihen erfolgten. Fortan wurde er bundesweit für verschiedene Projekte aktiv.

1955-1963 arbeitete er für den Elektronikkonzern General Electric, wo er etwa Computersysteme für Bankgeschäfte entwarf und umsetzte. Zudem entwickelte er mit “SLIP” eine der frühen Programmiersprachen. 1963 wurde er als Associate Professor ans Laboratory für Computer Science am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge berufen. 1970 bis zur Emeritierung 1988 lehrte und forschte er dort als Professor für Computer Science. Parallel hierzu nahm er Lehraufträge in Harvard, Stanford, Hamburg und an der TU Berlin wahr. Nach der Emeritierung lehrte er 1997/1998 in Bremen als Gastprofessor für Informatik und Gesellschaft.

Grundlage des World Wide Web
Weizenbaum, der in den 60er Jahren zu den bahnbrechenden Forschern auf dem Gebiet der Informatik gehörte, stellte sich immer kritischere Fragen über die gesellschaftlichen Folgen der Fortschritte in der Computertechnik. Zur gleichen Zeit gehörte er zu den Wissenschaftlern, die mit den Militärs überlegten, wie Datenübermittlung im Falle der atomaren Zerstörung aller Kommunikationswege gewährleistet werden könnte. Das damals entwickelte ARPA-NET zur Kommunikation zwischen räumlich getrennten Rechnern wurde zu einer Grundlage des World Wide Web.

Seit den 70er Jahren trat der bisherige Pionier immer häufiger offen als Gegner einer allzu unbekümmerten Fortschrittsgläubigkeit hinsichtlich der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) auf. Konkret warnte er besonders vor der wachsenden Unübersichtlichkeit immer stärker vernetzter Computersysteme, was mit dem Aufkommen des WWW weiter verkompliziert wurde.

Gesellschaftskritiker
Er machte allerdings mehrfach deutlich, er verstehe sich nicht als Computerkritiker, sondern als Gesellschaftskritiker. Was ihn nämlich im Kern immer mehr bewegte, war die Frage nach der Wechselwirkung zwischen technologischer Entwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen.

ZDF nachtstudio vom 19.11.2006

Veröffentlichungen (Auswahl):

Wo sind sie, die Inseln der Vernunft im Cyberstrom? Auswege aus der programmierten Gesellschaft. Gem. mit Gunna Wendt. Herder Verlag, Freiburg 2006
 
Computermacht und Gesellschaft. Freie Reden. Suhrkamp, Frankfurt 2001 (3. Auflage)
 
Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2002
 
Wer erfindet die Computermythen? Der Fortschritt in den großen Irrtum. Herder Verlag, Freiburg 1994

references:

Zur Person wikipedia de   wikipedia en

ELIZA Spracherkennungssoftware

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January 12, 2007 at 10:31 pm