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Zuppi,CockSparrer,Punk,Oi!

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Naaa,haben der Nicolaus und Knecht Ruprecht für anständig gefüllte Stiefel gesorgt???? Ich kann mich diesbezüglich jedenfalls nicht beklagen 😉    Meinen musikalischen Asselwurzeln werde ich demnächst auch wieder huldigen. Wenn ich im Februar 2009 in Berlin sein sollte, werde ich mir CockSparrer,Discharge und die Band mit dem Kanzlerkandidaten am Frontmikrofon nicht entgehen lassen. Mehr Infos? Klickt halt auf’s Bild!
Punk & Disorder 2009 Berlin

Berlin bietet aber auch schon zwischen den Jahren 2008 und 2009 punkige Freizeitbeschäftigung. Nicht ganz freiwillig – denn das Ruhrpottfestival “PunkImPott” (mySpace) gehörte zum runden Jubiläum ja eigentlich nach Oberhausen. Aber dort scheint das Kulturverständnis von Kim-Yong-Il oder Ayatollah Rüttgers den Ton anzugeben, wenn man diese Verbotsverfügung genauer studiert. So wird noch dieses Jahr Berlin-Weissensee eher unfreiwillig zum Gastgeber des zweitägigen Asselstelldicheins: Das 10. “PunkImPott” in “Die Halle” – hier habe ich letztmalig vor rund 12 Jahren verkehrt,es spielten dort Pantera,Downset u.v.a.m.: Dort habe ich den grössten “in door circle-pit” in den 90ern  erleben dürfen,der reichte von der Bühne bis zum Ausgang,herrlich. 48 Stunden Berlin mit Saufen und Krach im Winterchaos der Frontstadt für 38 lumpige € im Vorverkauf. Und ich freue mich ganz besonders old school auf ein Wiedersehen mit “Müllstation” aus Eisleben.

10 Jahre Punk im Pott

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December 6, 2008 at 1:23 pm

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Prawda

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bedeutet  die Wahrheit. In der neuen alten LINKEN wird die Schwarte von Kalle Marx wieder herumgereicht – das umtriebig gedeutete Finanzkapital spült dem Dietz-Verlag wieder neue Leser und der SED neue Interessenten zu. Einen eingängigen Merksatz dazu habe ich bei Zettel aufgelesen:

“Der Kapitalismus erzeugt Krisen, das ist wahr. Der Sozialismus ist eine einzige Krise”.

PS: Natürlich gehört Georgien zu Europa.
PPS: Antisemitische Feuchtgebiete in Berlin
PPPS: planet.x-berg war vorgestern,planet.olifani war gestern,planet.dissi ist heute und morgen

references:
Richard Herzinger: Kapitalismus ist für alle da!
Der Wind bläst Angie ins Gesicht

Souverän und verrückt – Die Konsumentensouveränität im Gesundheitswesen

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Das Gesundheitswesen wird stetig reformiert, in wie weit der Konsument von den Reformen profitiert, ist im Einzelfall zu entscheiden. Letzte Woche war ich auf einer Fortbildung über neue Trends in der ambulanten psychiatrischen Versorgung, ein Aspekt war die liberalisierte Beteiligung der Patienten an ihrer Gesundung über das trägerübergreifende “Persönliche Budget” (PB) in der post-stationären Phase.

Das neue Angebot

Das PB ist ein Angebot der Sozialgesetzgebung für Behinderte / Betroffene, sich die Hilfen nicht mehr als Sachleistung im Paket bei einem Träger abzuholen. Budgetnehmer und Leistungsträger – Sozialamt, Krankenkasse, Renten- und Arbeitslosenversicherungsträger – können eine Zielvereinbarung schliessen und das erforderliche Budget dafür festlegen.
Der Budgetnehmer tritt dann als souveräner Kunde auf den Markt und sucht sich die Leistungsanbieter selber aus – das können Hilfeeinrichtungen / Träger der sozialpsychiatrischen Versorgung sein, es können aber auch fachfremde Dienstleistungen eingekauft werden, die nicht auf erkrankte Zielgruppen spezialisiert sein müssen, z.B. Qi Gong, Fitness Studio, etc. .. Hauptkriterium ist: Die eingekaufte Leistung soll glaubhaft der Teilhabe und Wiedereingliederung des Menschen in das gesellschaftliche Leben dienlich sein.

Wer die aktuelle Situation der psychiatrischen Versorgung kennt, kann erahnen: Diese Neuordnung beinhaltet Unwägbarkeiten und Chancen gleichermassen.

  • Die Leistungsanbieter werden einer unkalkulierbaren Konkurrenzsituation ausgesetzt – deren Angebote werden sachlich und personell nach einer Bedarfseinschätzung geplant und sie müssen bei Neueinrichtung vorfinanziert werden.
  • Die Patienten/Konsumenten müssen wissen, was ihnen auf dem Markt hilfreich ist und dies beim Leistungsträger auch formulieren und erfolgreich in eine Zielvereinbarung giessen, um die erforderlichen Geldmittel auch zu erhalten.
  • Die Leistungsträger müssen neue Verwaltungswege finden, um den neuen Gesetzen genüge zu tun.

In jedem Fall werden neue Erfahrungen für alle Beteiligten erzeugt und die Evaluierung der Ergebnisse wird hoffentlich deren Erfolg beschreiben. Die Beratung Betroffener zum PB soll kostenlos erfolgen.

Der liberale Grundgedanke des Gesetzgebers, die Selbständigkeit Behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen (unter diese Kategorie fallen i.d.R. hilfesuchende, psychisch Kranke) endlich einzurichten, ist längst überfällig – die Gesetzesnovellierung des SGB gibt es seit 2004, sie ist aber noch keine flächendeckende, bundesrepublikanische Praxis und die Modellversuche / Pilotprojekte gehen demnächst ihrem Ende zu.

Konsumentensouveränität

Der Begriff Konsumentensouveränität bezeichnet die Freiheit des Individuums zu entscheiden, wie seine Bedürfnisse gestillt werden. Daher ist die Konsumentensouveränität auch als das „Fundamentalprinzip der individuellen Bedürfnisbefriedigung“ bekannt.

Ein Eingriff in die Konsumentensouveränität findet z. B. bei staatlichen Krankenversicherungen, der Kfz-Haftpflichtversicherung, oder der Schulpflicht statt. Hierbei handelt es sich um meritorische bzw. demeritorische Güter. Zurückführen lässt sich das Leitbild der “Konsumentensouveränität” auf den klassischen Liberalismus des Adam Smith. Smith vertrat die Auffassung, dass der Verbraucher durch sein Nachfrageverhalten die Güterproduktion steuert. Dadurch wird erreicht, dass die Bedürfnisse des Verbrauchers optimal befriedigt werden.

Es geht auch um einen Paradigmenwechsel in der Leistungsverwaltung, der dem Betroffenen seine Eigenständigkeit und Souveränität zurück gibt. Psychisch erkrkankten Menschen wurde bisher i.d.R. die Fähigkeit abgesprochen oder zumindest bezweifelt, ihre Bedürfnisse richtig einschätzen zu können, zu wissen, was im Rahmen der Erkrankung förderlich oder hinderlich ist. Das PB hebt dieses Stigma einer psychischen Erkrankung nicht auf,es erlaubt aber mehr Entscheidungsfreiheit bei der Auswahl von hilfreichen Dienstleistungen. Verkrustete Kartelle im psychiatrischen Hilfesystem können so auch umgangen werden. Ein Beitrag zur Normalisierung der Lebensverhältnisse von Betroffenen ist über die neue Praxis möglich.

Die ambulante, psychiatrische Versorgung

Die sozialpsychiatrischen Hilfsangebote können i.d.R. als meritorische Güter aufgefasst werden, dort ist die Konsumentensouveräntität eingeschränkt – auf dem flachen Land kommen lange Wege als bedeutende Einschränkung hinzu. Es gibt zaghafte Ansatzpunkte, die Konsumentensouveränität durch Nutzerbeteiligung zu erhöhen, ein Ansatz wird in der 2005 in Berlin erschienen Broschüre “Beteiligung von Betroffenen in der psychosozialen Arbeit” dargestellt. Grundgedanke der Nutzerbeteiligung ist die Erkenntnis, der Betroffene ist bester Fachmann seiner Erkrankung und das Hilfesystem sollte seine Autonomie befördern (und keine Ersatzabhängigkeiten aufbauen), in Krisen aber auch zuverlässig und zeitnah zur Stelle sein. Bei Ersterkrankten würde ich diese Fachmann-These aber für fraglich halten – diese Menschen bauen ihren Erfahrungsschatz erst noch auf und sie sind auf grundlegende, professionelle Unterstützungen und die Selbsthilfe angewiesen. Den Zeitpunkt der Ablösung vom Hilfesystem bestimmt grundsätzlich immer der Betroffene – im Idealfall gemeinsam mit den Helfern.

Ein runder Tisch

Eine konstruktive Debatte zwischen Profis und Erkrankten gibt es aus Berlin zu berichten. Dort wird monatlich vom paritätischen Wohlfahrtsverband (DPW) eine Fortbildung mit Betroffenen und Profis der psychosozialen Arbeit durchgeführt, federführend ist dort das Referat Psychiatrie, Queere Lebensweisen.

Dort werden Rechtsgrundlagen und die Verwaltungsabläufe vorgestellt, zwei Betroffene berichten ausführlich aus ihren eigenen Erfahrungen, wie das persönliche Budget bei ihnen funktioniert, resp. wo es substanziell auch hakt. Es gibt dort die Möglichkeit, eine Diskussion auf gleicher Augenhöhe zu führen und die antipsychiatrische Praxis fliesst auch mit ein, denn eine der dort anwesenden Betroffenen ist ehemalige Mitarbeiterin des Weglaufhauses “Villa Stöckle”, sie hat ihre Gedanken zum PB in einem mehrseitigen, lesenswerten Papier niedergelegt: Das Persönliche Budget – der Wettbewerb um die Klienten hat begonnen.

Ausblick

In welcher Form das alt hergebrachte Dreieck “LEISTUNGSERBRINGER – BÜRGER – LEISTUNGSTRÄGER” bei der Beantragung von Leistungen für psychisch Kranke aufgehoben oder verändert  wird, ist noch unklar – die Betroffenen mit der Leistungsverwaltung alleine zu lassen, ist auch eine Form der Ausgrenzung von Menschen, die so eine Leistungsbeantragung eben nicht oder noch nicht vollbringen können.
Immerhin wird Verrückten die Entscheidungsfreiheit immer wieder beschnitten oder zeitweilig ganz über gesetzliche Betreuungen abgenommen – auch wenn die Kriterien der Amtsgerichte immer mehr die Interessen der zu Betreuenden sehen können. Weit ausgeprägter dürfte allerdings die Stigmatisierung, Vereinsamung, Isolierung und der drohende soziale Abstieg psychisch Kranker sein. Hier kann das Persönliche Budget ein wichtiger Baustein zur Rückkehr oder zu einem Neuanfang werden, wenn die Bedürfnisse der Betroffenen im aufbauenden Prozess der Neuordnung auch vorkommen. Das kann mühsam sein, denn Verwaltungsmühlen mahlen langsam und nach eigenen Gesetzmässigkeiten. Das allein kann auch schon wieder verrückt machen.

references:
Das persönbliche Budget

“Über 20 Jahre Mauer,wir werden langsam sauer”

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So,oder so ähnlich ging in den goldenen Achtzigern ein kecker Spruch, der kurzfristig in Sichtweite der S-Bahn im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg zu lesen war. Heute wurde dem 47. Jahrestag der Errichtung des “antiimperialistischen Schutzwalls” – an dem 136 Rebublikflüchtige ihr Leben lassen mussten – in der Hauptstadt gedacht. Ich stell dann mal ‘ne Kerze ins Fenster. Ach nee, es müssen zwei sein,die andere ist für die Toten des jüngsten Georgienkriegs von Panzerkreuzer Putin.
Weisheit des Tages: Krieg ist Frieden,Frieden ist Krieg.

references:
“In der DDR ließ sich gut leben”

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August 13, 2008 at 9:59 pm

DAF

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Deutsch-Amerikanische-Freundschaft (D.A.F.) wurde diese Woche in Berlin nicht nur propagiert sondern auch praktisch demonstriert: Auf der Strasse des 17. Juni an der Siegessäule – umgangssprachlich die “Gold-Else ” benannt – sprach gestern Barak Obama, der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten als Privatmensch (ARD-Sondersendung:Rede dt.+eng./ Transcriptl).
Es kamen über 200 000 Menschen in den Tiergarten. Einige wollten sicherlich ihr Idol von einem anderen Amerika feiern – Obama steht für “CHANGE” in der US-Politik. Andere kamen,um einer typisch amerikanischen Wahlparty beizuwohnen – allerdings ohne den massenhaften Einsatz der obligaten Pappschilder. Selbst Angela Merkel hat sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen,den populären Senator aus Illinois in einem vertraulichen Gespräch vor seinem grossen Auftritt kennen zu lernen – je nachdem,wie sich das Personalkarussell demnächst dreht,hat frau ja noch einmal miteinander zu tun. Die Medien hatten sich auch einen ganz eigenen Zugang zu Obamas Berlinauftritt gebastelt,das aussenpolitische Profil des jung und smart wirkenden Kandidaten stand auf dem Prüfstand, die bedeutendsten US-Medien waren mit ihren Teams in Berlin,um über Obamas aussenpolitische Vorstellungsrunde möglichst nah berichten zu können. Deutschlands ARD schickte Ulrich Deppendorf – auch ihm kommt die Worte Iran+Atomprogramm nicht über die Lippen – und Hanni Hüsch in’s Rennen.

Für die Berliner war der Rückblick Obamas auf die Stadtgeschichte der letzten 63 Jahre – vom an Menschenleben verlustreichen Alliiertensieg über Nazideutschland,die Berlinblockade der SU,die Luftbrücke,den Mauerbau bis hin zum Mauerfall – eine höchst sensibel gelegte Geschichtsbetrachtung ermöglichte solche Anknüpfungspunkt, der die gemeinsamen Werte und Interessen der USA mit Europa und Deutschland hervorheben konnte. Das hätte Mc Cain von den Republikanern sicherlich kaum anders dargestellt. Ob er im Rahmen seines Wahlkampfes auch zu den Krauts zu Besuch kommt?

In der EU verschiebt sich das amerikafeindliche Klima zumindest auf Regierungsebene – die Einstellungen der EU-Bürger sprechen meist eine differenziertere Sprache mit Auftrag für mehr Bildung. In Italien führt Berlusconi als US-freundlicher MP die Regierungsgeschäfte,in Frankreich ist der Konservative Sarkozy an der Macht und Angela Merkel wuchert mit ihrem ausverhandelten Koaltionspfund um die Rückeroberung internationaler Glaubwürdigkeit – sie muss sich darum mit allerhand faulen Kompromissen in 2009 damit dem Wähler stellen.

Rayson hat sich die zentralen Forderungen Obamas an die Europäer angeschaut und stellt sie den Ideen und Illusionen des Obama “Fanclubs” gegenüber. Eine Versachlichung der Obamania scheint mehr als geboten,aus dem Angebot Obamas,einen partnerschaftlichen Umgang mit internationalen Organisationen und den Alliierten aufbauen zu wollen,ist nicht der Fehlschluss ableitbar,Obama würde vitale US-Interessen zur Disposition stellen – Obama ist eben nicht der Erdnussfarmer. Die von Obama beschworenen westlichen Werte werden schon bei der Austarierung der strategischen Energie- und Sicherheitsinteressen ihre ersten Grenzen erfahren, die BRD setzt auf Energielieferungsverträge mit den Russen,die USA sind mit den Golfstaaten im Energiegeschäft – an der Börse wird die Ressourcenverteilung aber letztendlich über den bezahlten Preis abgewickelt. Grössere Krisen können sich eigentlich weder die EU noch die USA leisten.

Die Herausforderung an die D.A.F. in den nächsten 12 Monaten ist sicherlich die Verständigung im Umgang mit dem Atomprogramm des Mullahregimes im Iran – Obama hat in Berlin unmissverständlich klargestellt,das er die Atombewaffnung der Mullahs nicht akzeptieren wird. Ob seine vorher geäusserte Verhandlungsbereitschaft mit dem Mullahregime seine internationale Unerfahrenheit manifestierte oder zum wahltaktischen Kalkül gehört – das vom iranischen Regime als Schwäche ausgelegt wurde – ist unklar. Die von Präsident Bush nach Teheran gesendeten Emissäre lassen aber darauf schliessen,das bereits bilateral verhandelt wird und es ist anzunehmen,dass diese Verhandlungen sich vom Katz-und Maus-Spiel mit der UNO und der EU deutlich unterscheiden werden. Im Gegensatz zur UNO/EU haben die USA die Bereitschaft und die Mittel,eine atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern. Ob Angie die Sonderwege ihres Aussenministers mit dem Iran weiter teilen wird,bleibt auch offen, die Ränkespiele zwischen Kanzleramt und Aussenministerium schwelen derzeitig auf niedrigem Level,der Wahlkampf 2009 wird hoffentlich für mehr Deutlichkeit sorgen.

Obama hat mit seiner Beehrung der Hauptstadt das politische Sommerloch um ein paar Stunden hinausgeschoben – alleine dafür gebührt ihm mein Dank. Was sich Individuen von Obamas Kandidatur erhoffen oder was sie befürchten,wird noch ausführlich zu diskutieren sein, Daniel hat einige Stimmen aus der Blogosphäre dazu eingefangen.

Ab heute wird thematisch wieder tiefer gestapelt: Lufhansastreik,hohe Gaspreise und auf welcher Autobahn wieder unaufmerksame KfZ-User den anderen Fahrbahnnutzern Schaden zugefügt haben, regieren das massenmediale Nachrichtengeschehen. It’s time for a change.

references:
What Germans Think of Barack Obama: Continuity We Can Believe In
Obama: Mehr deutsche Soldaten, weniger US Steuern

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July 25, 2008 at 10:39 pm

Loveparade 2008

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Das Strassenfest der Technokids war in Berlin schon in die Jahre gekommen,damals auf dem Ku-Damm waren die Aliens aus Kreuzberg und Mitte noch eine Novität,Ende der 90iger campierte schon die Jugend aus Schöna unter meinem Balkon in der Nähe der TU-Berlin:
Music geil,Stimmung geil,Berlin geil,alles super geil hier!
Dorfkids bekleidet mit Raumfahrerhosen,lila-grün-orangen Igelfrisuren und verrückten Sonnenbrillen liessen die Sau ‘raus,eroberten sich öffentliche Plätze und hatten in der Regel ein schönes – aber selten drogenfreies – Wochenende in der Frontstadt.

Die Berliner Provinzpolitiker setzten alles daran,dem durch das Demonstrationsrecht geschuldeten fröhlichen Treiben ein Ende zu setzen. Sie hattem nur noch den Müll auf der Strasse des 17. Juni,die Pisse im Tiergarten und das Ruhebedürfnis der Jodelschnepfe im Kopf,anstatt sich über 1 Mio zusäztliche Touristen zu freuen.
Mein letztes Erlebnis liegt zirka 8 Jahre zurück,im “Kasino” legten DJ’s und DJanes sehr gute Platten auf. Die Rückfahrt mit der S-Bahn ging bis Bahnhof Zoo,von dort bis zum Ernst-Reuter-Platz waren dutzende Sundsystems aufgebaut und man konnte tanzend seinen Heimweg auf für den Autoverkehr gesperrter Strasse gestalten.

Und nun in 2008 in Dortmund?
Das hier :

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July 20, 2008 at 9:29 am

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Symbolischer Antifaschismus und praktischer Antisemitismus in Berlin

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Vollstreckungsbeauftragte

Die Mitarbeiter der Dependence von Madame Tussauds in Berlin haben sich bei der Inszenierung der Hitler-Figur einige Mühe gegeben. Der GröfaZ wird sitzend an seinem spärlich ausgestatteten Sekretär im Bunker in Berlin ausgestellt,eine kleine Zeit zum Untergang steht noch aus,das 1000 jährige Reich geht nach 12 jahren bekanntlich seinem Ende zu.

Einer der ersten Besucher des Wachsfigurenkabinetts hat am Eröffnungstag einen Sicherheitsangestellten zur Seite geschubst und dem GröfaZ den Kopf abgerissen. Die Polizei handelt und die Presse begleitet die Verhaftung des antifaschistischen Kunstgrobians,der enthauptete GröfaZ ist aber nicht zu sehen. Pietät oder Geschäftsphilosophie ? UPDATE: DER BRÜLLER DES TAGES von Martin: Helden gesucht

Antisemitischer Newspeak

Seit einigen Jahren hat sich unter Antisemiten und Israelfeinden – wenn sie nicht gerade aus der NPD entsprangen – eine neue rhetorische Praxis gefestigt.Wenn der antisemitische Sprechort judenfrei ist,gibt es überhaupt keinen Grund,sich zu rechtfertigen.Sollten doch Juden im Sprechraum anwesend sein,wird auf vermeintliche Gefühlsduseleien der Rezipienten abgehoben,die aber nur intrapsychisch wertbar sein können.Ein neueres Konkretum diese Sprachregelung ist laut Liza nach einer Friedenskonferenz in Berlin zu bestaunen gewesen:

„Mit großer Bestürzung hat die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) Medienberichte aufgenommen, in denen im Zusammenhang mit ihrer Nahost-Konferenz vom vergangenen Mittwoch von Antisemitismus die Rede ist. Wir bedauern es außerordentlich, dass Äußerungen von Mohammad Laridjani, dem früheren iranischen Vizeaußenminister, auf dieser Konferenz die Gefühle einzelner israelischer Teilnehmer verletzt haben.“

Die HSFK ist kein antisemitischer Denktank,sie bedient mit ihrer Expertise die Dialogschiene des Aussenministeriums mit dem Iran. Und wenn die Columbia Uni den iranischen Ministerpräsidenten Ahmadindedjad qua free-speech freien Lauf lassen kann,wird das der in Hessen ansässigen Stiftung wohl ein Ansporn gewesen sein.

Da stören kritische Stimmen,die sich gegen die international behüteten Meinungsführer der Vernichtung Israels – das ist die iranische Staatsdoktrin seit der Machtübernahme der Mullahs in 1979 – aussprechen.Es ist eben schon ein paar Jahre,in denen Hessie James mit erlogenen jüdischen Vermächtnissen den Spendeskandal seiner Partei kaschieren konnte.Heute sollen Juden,Israelis und deren Freunde einfach nur die Fresse halten,wenn die Teutonen über ihre weitere Existenz Dialoge führen oder verhandeln.Ekelhaft!

references:
Der Führer ist tot, es lebe der Führer
Mann enthauptet Hitler in Berlin
Adolf, am Arsch!

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July 5, 2008 at 7:44 pm

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Middle East Quartett in Berlin

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Die Staatenbildung Palästinas ist ja Angie’s Vize eine besondere Herzensangelegenheit.Heute war die Politprominenz von Washington bis London,von der Westbank bis Jerusalem in Berlin versammelt. Steini konnte der internationalen Öffentlichkeit ein Paket von 170 Mio € (oder waren es doch US-$ ?) vorstellen.

Mit den international zusammen gestellten Mitteln soll die Polizei und staatliche Infrastruktur für einen palästinensischen Staat unterstützt werden- die EU hat schon seinerzeit dem Friedensnobelpreisträger Arafat Milliardenbeträge gewidmet und seine Witwe kauft sich heute noch gute Schuhe in Paris von dem Geld.Damit die aktuelle Initiative einleuchtender wirkt,schiebt der Bundeskanzler in spe “Steine” noch ein theologisches Rechtfertigungsbonmot hinterher,denn die Milliönchen sollen eine “Dividende” in das Staatssäckel der BRD zurückfliessen lassen. Und ich dachte schon,mit Möllemanns Fallschirmsprung sei solches Denken auch begraben worden.Aber wahrscheinlich war das mit der Dividende wieder nur idealistisch von Schröders ex-Kofferträger gemeint.Auf der nächsten “Aktionärsversammlung” werde ich ‘mal nachfragen,wie die Dividende denn komkret beschaffen sei.Die Mullahs in Iran kennen ihre Dividendenerwartung aus dem Unterstützungsprogramm der Hamas übrigens sehr genau: Israel soll von der Landkarte verschwinden,ein islamistischer,palästinenischer Staat soll dort entstehen,unter dem Protektorat der Atommacht Iran.

Aus Gaza regnet es zwar schon wieder Granaten auf Israel,aber das sind ja bestimmt wieder islamistische Einzeltäter,die den zeitweiligen Waffenstillstand (Link-Tipp) nit Israel nicht rechtzeitig mitgekriegt haben – d.h. konkret,sie sind nicht direkt von der Hamas beauftragt, sondern aus einem anderen iranischen Geldsäckel finanziert,da sind die Mullahs aus Teheran und Ghom ja immer kreativ. Mehr Infos zu Arafats Traum gibt es hier beim Aussenministerium zu lesen.

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June 24, 2008 at 9:24 pm

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Flaggenparade

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Sie werden wieder heraus gehängt,die schwarz-rot-goldenen Bundesfahnen,es ist wieder EM,ganz eifrige Fussballfans begegneten mir sogar schon mit den deutschen Emblemfarben auf ihren Wangen in freier Wildbahn hier im Bezirk. Es gibt ganze Fan-Sets mit Fahne,Hawaikette und Farbstift in der richtigen Farbenreihenfolge – nicht das möglicherweise noch aus Unachtsamkeit für Belgien oder irgendeine Bananenrepublik Werbung gemacht wird.

Auf Antifademos war es eine zeitlang modern,Israelfahnen den Trägern der Reichskriegsflaggen entgegen zu halten,die schäumten dann vor Wut.das war dann irgendwie provokant und nett. Höchst unnett war aber die Kloppe von den Israelfeinden in der eigenen Antifademo,das habe ich ein paar Mal miterlebt,seitdem besuche ich keine Antifademos mehr:Wenn man sich ausrechnen muss,ob man entweder von den Nazis oder den Linken als Freund Israels verbal oder tätlich angegangen wird.Den rechten wie den linken Israelhassern scheinen tote Juden (als Wunsch- oder Erinnerungsprojektion) die Liebsten zu sein.Wie schade für die Linke,von den Rechten ist eh nichts anderes zu erwarten.

In Berlin Reinickendorf gab es eine ganz andere Flaggenauseinandersetzung.Die dortige sehr robuste Bezirksbürgermeisterin – ein Muttityp wie aus Egons Gartenlaube entsprungen – weigert sich nämlich standhaft,die Regenbogenfahne (ohne PACE-Besudelung) aus Anlass des Berliner CSD vor ihrem Amtssitz zu hissen,obwohl die BVV das schon längst beschlossen hat. Der letzte Stand der Dinge soll sein:Es gibt keinen freien Fahnenmast für die Flagge der Homos,GayWest bittet um Spenden für die bekennende nicht-Schwulen-Mutti Frau Wanjura,um einen neuen Mast im Norden Berlins aufzustellen.Ich lege schon einmal 10€ in den Hut.

Die grüne Jugend verfügt über einen heterogen zusammengesetzten Jugendverband.
Einige Ungestüme dieser Parteigliederung haben kürzlich in Bonn auf eine Deutschlandflagge uriniert,der Akt der Besudelung wurde auf Foto gebannt und im Internet veröffentlicht – die BLÖDZEITUNG mal wieder. Nun ist das Geschrei gross und die Spekulationen wachsen ins Kraut – waren das etwa Nazis,um den GRÜNEN Schaden zuzufügen? Die Fake-Debatte dazu gibt es bei Julia. Bis zu Joschka Fischers Einsichten in die Realpolitik ist es wohl noch ein gewisser Weg für die antinationalen Missetäter. Aber gemach,eine stabile Demokratie kann solchen Symbolismus verkraften,wie Christian Hannover in seinem Beitrag den Louis Rose über die USA nicht ohne Hoffnung referieren lässt.

Ich persönlich fuhr vor ein paar Tagen mit einem Bekannten im Auto mit,an der Fahrerseite hatte er eine Deutschlandfahnenstock aus Plastik in die Scheibe gesteckt.Beim einsteigen in das Automobil wedelte das gute Stück im sonnigen Wind,beim aussteigen nach 30 Minuten Fahrt war sie verschwunden.Es war ein Werbegeschenk einer grossen Berliner Tageszeitung,er wollte sich dort über die schlechte Qualität beschweren.Ich hatte den Eindruck,das Fähnlein ist einfach weggeflogen,weil es schlecht am Fahnenstock befestigt war.Ein Freund aber meinte,beide Annahmen seien komplett falsch,”die iss bestimmt jeklaut worden”,es gebe solche Leute,die das als Sport betreiben,vor allem in der Frontstadt.

references:
Fahnenappell und Urinstinkte

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June 6, 2008 at 11:33 pm

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Florian Havemann liest Lawrence Sterne

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Leben und Ansichten von Tristram Shandy,Gentleman.” Die Reihe “Ich,die DDR und ein Buch” lässt “Protagonisten” der DDR-Zeit in Lesungen und Diskussionen zu Wort kommen,um die Zwischentöne des Lebens in der DDR auszuloten.In einer moderierten Podiumsdiskussion stellt eine bekannte Persönlichkeit das Buch vor, das sie/ihn zur DDR-Zeit besonders geprägt hat.
SSterne ShandyNeben der Bekanntmachung des mir sehr am Herzen liegenden Buches von Sterne wird sicherlich einiges aus der Befindlichkeit des DDR-68igers Florian Havemann abfallen und die Begegnung dürfte etwas positiver ausgehen als auf dem unsäglichen 68iger-Kongress der PDS-Jugend vor ein paar Wochen hier in Berlin,die mir eine massive Migräneattacke einbrachte.

ORT:
Egon Erwin Kisch Bibliothek
Frankfurter Allee 149, Berlin-Lichtenberg
26.06.2008
19:00 Uhr, 1 EURO Eintritt
Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene
Voranmeldung erbeten bei Frau Mroseck, Tel. 030-5556719

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June 2, 2008 at 10:25 am

Schattenbericht 2007

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Die Berliner Zustände 2007, ein Schattenbericht über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus erscheint heute zum zweiten Mal. Ein PDF des Schattenberichtes (PDF 3,3 MB) ist ab sofort auf den Webseiten der beteiligten Projekte einzusehen. Wer nur mal eine Leseprobe (die ersten 9 Seiten) haben möchte, schaut am besten hier (pdf, 440 kB). Für die Presse wurde ein kurzes Handout zusammen gestellt (pdf, 63 kB). Heute fand auch ein Fachgespräch mit VertreterInnen aller beteiligter Projekte – www.apabiz.de | www.turnitdown.de | www.whatwecando.de – um 19:00 Uhr im (braunen) Haus der Demokratie,Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin statt. Die Moderation hatte der Journalist Toralf Staud.
apabiz e.V. – antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. , lausitzer str. 10, 10999 berlin

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May 28, 2008 at 11:25 pm

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Die Mauer ist weg

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Mauer Fragmet Potsdamer PlatzDie Berliner-Mauer ist natürlich nicht zu lieben. Für die einen war sie die hässliche Fratze des SU-Kommunismus, für die anderen ein Antifaschistischer Schutzwall und für die nach 1989 Geborenen ist sie ungelebte Gechichte. Aber darum geht es bei dem vorliegenden Husarenstück des Umweltministeriums auch garnicht. Der Potsdamer Platz ist ein Rosinenstück auf dem Berliner Immobilienmarkt. Vor der Wende war er eine Brache im Grenzgebiet des Todesstreifens und ich habe seinerzeit dort auf dem Krempelmarkt meinen Bedarf an alltäglichen Gütern (Klamotten, skandalöse Kopfbedeckungen, Musik und Rauchwaren) regelmässig gedeckt. Das Bundes Umwelt Ministerium ist Bauträger der in Rede stehenden Parzelle.

Die Frage,was mit den nun nicht mehr benötigten Grenzbefestigung geschehen solle,wurde politisch mit Abreissen beantwortet. Der privaten Initiative ist es zu verdanken,dass noch Teile dieser Jahrzehnte währenden Berliner Realität zumindest in Fragmenten auch der Nachwelt zugänglich bleiben. Die East-Side-Gallery und die restlichen 5 Mauerteile am Potsdamer Platz sind Produkte dieses Engagements. Geschichtsbewusstsein hat das Bundes Umwelt Ministerium nicht bewiesen: Am heiligen Karfreitag 2007 wurden die 5 verbliebenen Mauerteile in einer Nacht und Nebel Aktion vom Potsdamer Platz an einen unbekannten Ort verschafft. Der Legionär der Erinnerungskultur für die Berliner Mauer Herr Stahnke (er kämpft seit 1990 für den Erhalt von Mauerfragmenten am Potsdamer Platz, Artikel 2003) war heute mehr als überrascht von dieser unschönen Praxis.

Ob die GRÜNEN mit ihrem Projekt “Berliner Mauerweg” als Radlervergügen eine breite Interessentengemeinde für die Realität der Mauer tatsächlich erreichen,bleibt abzuwarten,besser als nur Abreissen ist dieses Konzept aber schon. Das gilt auch für das flickenteppichartige Gedenkstättenkonzept “Die Berliner Mauer“. Aber was im Hause des Problemministers Gabriel abgeht,ist mehr als besorgniserregend.

references: Die Mauer aus den Köpfen von defector

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April 7, 2007 at 9:20 am

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