Raumzeit

et Philolog

Lebensgefühl von Einwandererkindern

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Lebensgefühl von Einwandererkindern
VON DENIZ YÜCEL

Das Trauma von Mölln

Mit dem Brand in Ludwigshafen war die Erinnerung sofort da: 90er-Jahre, Anschläge auf Häuser in Mölln und Solingen. Damals hieß es plötzlich auch für “Abiturtürken”: “die” gegen “uns”.

Deutsche Fachwerkidylle in Mölln. Foto: dpa

Weiterlesen ….

Quelle: © taz 10.02.2008

references:
Ralph Giordano: Offener Brief an den OB in Köln

Erdogan-Rede Köln 2008

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Horst-Eberhard Richter, …

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einer der massgeblichen Stichwortgeber der modernen, psychoanalytischen Familientherapie seit den 60iger Jahren in D-Land,meldet sich auch aus dem Ruhestand immer wieder zu Wort. Ich habe Horst-Eberhard Richter zuletzt vor ein paar Jahren auf einem ATTAC-Kongress in Berlin wieder getroffen, er wollte wohl diese neue soziale Bewegung in seinem Sinn unterstützen. Für mich war es eine Reminiszenz an die 80iger. Als einen gestandenen Individualisten in der linken Friedensbewegung habe ich ihn eigentlich immer wahrgenommen, seine Kriegsberichte hatten aber immer etwas von “nicht anders können- Mechanik” und unterschieden sich kaum von den Betrachtungen aus der Masse der NS-Tätergeneration. Nun hat sich nichtidentisches ein taz-Interview mit dem Psychoanalytiker vorgenommen,es geht um die Reinszenierung eines um die 20 Jahre alten Soldaten in der NS-Wehrmacht und seine heutigen rhetorischen Mittel, den Soldatenstatus garnicht mehr individualistisch sondern friedensbewegt-antiwestlich zu stilisieren: Horst-Eberhard Richter zwischen Mord und Krieg… Flakhelfer des Islamofaschismus.

PS: Und Wolfgang Benz von der TU-B kommt auch immer beschissener drauf. Na ja, die Emeritierung lässt ja auch nicht mehr lange auf sich warten – “Wolfgang Benz und die deutsche Wissenschaft”

references:
“Das geht ziemlich tief rein”

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November 9, 2007 at 3:45 pm

kurze Rede an Zettel

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Lieber Zettel ,

aus einer erwartbaren Glückwunschkarte hast Du wieder viel mehr gemacht als einen freundlichen Gruss. Dein Portrait des philologs und der Raumzeit werde ich als konkludente Beschreibung meiner Interessenslandschaften in mein “about “einbauen, habe Dank für die Mühe, die wohl aus einem positiven Impuls heraus zum Gemälde mutiert ist. Merci vielmals 😉

Deine offenen Fragen beantworte ich gerne.

damals. “Augenzuppler”, das hatte mir gefallen. Ich wußte und weiß nicht, wer oder was das ist, ein Augenzuppler. Aber es klang nett. Irgendwie folkloristisch und ironisch zugleich; ein wenig nach Karl Valentin. Aber “Philologisches Klo”? Mußte das sein?

Was ist also ein Augenzuppler?

Beatrix Kiddo (Uma Thurman) nimmt Elle Driver (Daryl Hannah) in Kill Bill II noch das zweite Auge aus der Augenhöhle heraus, die tobt wie vom Veitztanz betroffen durch den Trailerküchenraum und flucht unanständige Worte. Mein Kinosesselnachbar meinte:

” Haste gesehen, wie die der Alten das Auge herausgezuppelt hat? Unglaublich, dieser Tarantino und seine dramturgischen Einfälle. Einfach den Scheinwerfer ‘rausgezuppelt und das fiese Blondchen mit der Piratenaugenklappe tobt durch die Küche. Jetzt braucht sie zwei Augenklappen oder soll ‘se doch gleich ne Sonnebrille aufsetzen”

Der Augenzuppler war zerebral geboren. Wie du siehst, lieber Zettel, liegst du mit deiner folkloristischen Annahme goldrichtig – auch wenn die Folklore eher der berliner Schnauze entliehen ist. Das war das einschneidende Ereignis zur Namensgebung: Eine Identifikation mit einem zufällig aufgeschnappten Kommentar über eine äusserst gewalttätigen Filmszene in 2004. Ob hierbei auch psychologische Projektionen eine Rolle spielten, bleibt wohl im dunkeln der Seele verborgen. Sicherlich hatte ich in den Jahren zuvor einige harte Streitdebatten auch mit blondierten PolitkaderInnen, aber Pei-Meis Augenrausreisstechnik wäre wohl eher ein unagemessenes Mittel der Konfliktlösung gewesen, aber hesitative, unbewusste Affekte sind ja nie endgültig ausschliessbar. Das wären dann aber wohl eher Themen für die Couch.

Als Zuppi sich zum Umzug und Neustart entschloß, trug der Link dorthin noch den Namen “philolog”; und so habe ich’s auch verlinkt. Dann wurde es zum Klo; nun ja. Soviel an Kritik. Der Rest ist ein Loblied.

Wie schon im Jubiläumsposting angedeutet, ist dieser Name meiner Erfahrungswelt um die Jahrtausendwende zu verdanken. “Philolog” – einige meiner besten Freunde sind Wörter – wäre wohl hinreichend gewesen, aber wie das so bei mir abläuft, kamen noch ganz andere Assoziationen und Referenzen mit ins Spiel:

Freie Software, ein möglichst barriere- und kostenfreies Internet sind meine vordringlichen Themen in dieser Zeit gewesen und mit Abstrichen sind sie noch bis heute auf meiner Agenda. Die Konferenzen beim “CCC” und bei “oekonux” in jener Zeit waren das Futter, um die Jahre danach – die “Bewegung” zerklüftete daraufhin in diverse, spezialisierte Cluster – besser überstehen zu können. Mit Annette Schlemm und Jörg Bergstedt verband mich in jener Zeit z.B. die Debatte um den entstehenden Text “Freie Menschen in freien Vereinbarungen”, meine letzte grossspurige Diskussion um emanzipatorische Ansätze (im Rahmen der “freie-software-bewegung”) jenseits von Parteigliederungen oder ATTAC. Das “Philosophische Klo” war ein philosphisches Forum von Annette Schlemm (es ist leider offline) und es hatte eine semantische Anspielung auf eine WG-Praxis in den 70igern/frühen 80igern, auf deren Klos Zeitungen, Bücher und Infomaterialien – es war noch die Zeit der analogen Printmedien – als Refugium einer umfassenden Bedürfnisbefriedigung und Bildungsvermittlung genutzt wurden. Ich habe die “Dialektik der Aufklärung” seiner Zeit erstmalig vollständig und in aller Seelenruhe über 2 Wochen auf dem Klo gelesen; Habermas und Luhmann dann aber doch lieber am Schreibtisch. Dieser Sinnzusammenhang dürfte meine Blogbezeichnung aus dem reinen, hygienischen Bedeutungsraum – der kulturell immer wieder eher negativ besetzt ist – etwas herausnehmen. 😉
Soviel erst einmal zu den zentralen, kritischen Punkten. Abschliessend verlinkt wird hier später.

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November 4, 2007 at 10:02 pm

Posted in Blogwelt, Egoshice

Mühsal der Erinnerungskultur

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Beim studieren des Artikels “Die neuen Barbaren: Warum weiss mein Neffe nicht, wer Anne Frank war?” der  kroatischen Schriftstellerin Dubravka Ugrei in der NZZ via anaximander , bin ich auf ein Grundproblem der Erinnerungskultur gestossen: Zeitzeugen sind eine wichtige Quelle der (näheren) Vergangenheit, aber was tut man, wenn die Erzählungen der Erlebnisgeneration nicht verstanden werden, weil die nachrückenden Generationen nicht im Wissen über deren wichtige Protagonisten, Gegner, technische Hilfsmittel und Regeln geschult oder wenigstens informiert worden sind. Eine beispielhafte Problembeschreibung gibt der Text von Ugrei für das Verständnis der Dissidenz im Kommunismus und deren Vergessen in den postkommunistischen Strukturen.

… Im letzten Jahr hatte ich das Glück, zwei Monate lang an der Freien Universität von Berlin mit Studenten der Komparatistik zu arbeiten. Mir war freigestellt, Vorlesungen über jedes beliebige Thema zu halten. Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass sich meine Vorlesungen, da ich verstanden werden wollte, in eine Anhäufung von Fussnoten verwandelten. Meine Studenten – es waren junge weltoffene Menschen aus Brasilien, Serbien, Portugal, Deutschland, kurzum eine kleine internationale Gruppe – wussten zwar von Lacan, Derrida und iek, hatten aber bis dahin erstaunlich wenige Bücher gelesen. Ich erwähnte Czeslaw Milosz. Sie wussten nicht, wer das war. Ich erwähnte den Samisdat. Sie wussten nicht, was das war. Klar, dachte ich und machte mich daran, alles genauestens zu erläutern. Zunächst erzählte ich, dass man in der ehemaligen Sowjetunion ungestraft ein Manuskript in fünf Kopien tippen und verbreiten durfte, aber dann gelang es mir nicht, zu erklären, was Kohle- und Durchschlagpapier ist, geschweige denn wie überhaupt eine Schreibmaschine funktioniert! Die Schreibmaschinen befinden sich zurzeit im Limbus des Vergessens: In den Geschäften sind sie nicht mehr zu haben, in den Museen noch nicht zu finden. …

Historische Aufarbeitungsprojekte führen in fast allen Gesellschaften ein Schattendasein und erst beim Aufbruch chronischer Wunden ist die Verwunderung, das Entsetzen oder leider auch die Heuchelei in der Öffentlichkeit ganz gross. Das ist dann meistens der Zeitpunkt für Handlungen aus dem politischen Raum, der wissenschaftliche Begleitungen möglich oder auch unmöglich machen kann. Wenn aber die Bildungsinstututionen durch Auslassungen historischer Fakten eine systematische Verblödung ihrer Bevölkerungen betreiben, ist es an der Zeit zur beherzten Intervention.

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July 28, 2007 at 6:13 am

Jörg Heijkal: DDR, Vater und Feind

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“Vater und Feind” erzählt die Geschichte des Fotografen Jörg Hejkal, der 1961 als Sohn eines Offiziers des Ministeriums für Staatssicherheit geboren wurde.

 

 

Der Beruf des Vaters prägte schon früh das Verhältnis von Vater und Sohn. Während sich Fritz Heijkal ausschließlich den Werten des Sozialismus in der DDR verpflichtet fühlte, lehnte sein Sohn bereits als Jugendlicher jeglichen Zwang ab. In Jörgs Erzählungen, den Stasiakten des Vaters, Interviews mit Zeitzeugen und nachgestellten Szenen wird die Lebensgeschichte Jörgs in allen Facetten erfasst.

Im Alter von 17 Jahren fand Jörg im Kleiderschrank seiner Eltern Stellungnahmen, die sein Vater über ihn verfasst hatte. “Jörg hat nach unserer Meinung eine schnelle Auffassungsgabe und versteht logisch zu denken. Jörg weiß, wo er hingehört”, schrieb sein Vater 1978. Drei Jahre später notierte er bei seinen Bespitzelungen: “Mein Sohn weiß grundsätzlich nur allgemeine Fakten über meine Tätigkeit beim MfS, genaue Aufgabenstellungen, Befehle und Weisungen sind ihm nicht bekannt.” Der Fund solcher Aufzeichnungen wurde zum Auslöser für Jörgs ersten Fluchtversuch und die dramatischen Ereignisse der folgenden Jahre. Er gehörte 1984 zu den Teilnehmern an der spektakulären Flucht in den Westen über die US-Botschaft in Ostberlin. Seine Erlebnisse wirken bis heute nach und machten den Vater zum ärgsten Feind.

Am Ende des Films begleitet die Autorin Susanne Jäger Jörg bei einem Besuch seiner Eltern in Halle. Das merkwürdige Zusammentreffen von Vater, Mutter und Sohn im Wohnzimmer macht deutlich, dass die Vergangenheit der DDR noch längst nicht aufgearbeitet ist und bis heute das Privatleben vieler Menschen eindringlich prägt.

Dokumentation von Susanne Jäger (2006)

Sendetermine: Do, 22.02.07, 21.00 Uhr und Sa, 03.03.07, 12.45 Uhr

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March 3, 2007 at 1:27 pm

Antideutsche Kommunisten durch die Brille der FAZ

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Aus der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ Nr 8 R vom 25. Februar 2007,

bei nada gemopst.

LINKER SPALTPILZ
Für Marx – aber auch für Amerika, den Irak-Krieg, Israel – „Die Antideutschen“ passen in keine Schublade. Und ihr Einfluss wächst

(Markus Wehner)

Sie nennen sich Kommunisten. Sie hassen Deutschland. George Bush ist ihnen ein Mann des Friedens. Der Feind ist der „Islam-Faschismus“. Über alles andere aber geht: die uneingeschränkte Solidarität mit Israel. Seit Jahren mischen die „Anti-Deutschen“ die linksradikale Szene auf. Denn sie sprengen alle Klischees, die es über Linke gibt. In kleinen Zirkeln diskutieren sie über schwierige Texte. Sie mischen sich aber auch in antifaschistische Demos, ziehen plötzlich die israelische Fahne hervor und die „Stars and Stripes“ der Vereinigten Staaten. Da gibt es schon mal Prügel von der Traditionslinken.
Doch die „Anti-Deutschen“ haben Zulauf. Mehrere tausend junge Leute, in der Mehrzahl zwischen 16 und 30 Jahre alt, zählen sich zu der lose vernetzten Bewegung. Es sind Kinder des Bildungsbürgertums, Schüler und Studenten, die im Netz kommunizieren.
Tobias ist einer von ihnen. Der 23 Jahre alte Schüler, der gerade sein Abitur nachmacht, stammt aus Leipzig, wo es eine große linksradikale Szene gibt. Mit 17 schloss er sich einer Antifagruppe gegen Rechtsradikale an, damals verteidigte man ein alternatives Kulturzentrum mit Steinen gegen „die Rechten“. Dann wurde er Mitglied in einer „Antinationalen Gruppe“, die sich später „Antideutsche kommunistische Gruppe“ nannte.
In Leipzig dominieren die Anti- Deutschen schon seit Jahren die linksradikale Szenerie – Hunderte Anhänger zählen sie. Im Kulturzentrum Conne Island in Leipzig-Connewitz ist das Tragen eines Palästinensertuches verboten. Denn der schwarz-weiße PLO-Schal ist das Zeichen einer Kampforganisation, die Israel vernichten will – und damit ein Symbol der Feinde.
Der Kampf gegen den angeblich allgegenwärtigen Antisemitismus ist das ideologische Herzstück der „Anti-Deutschen“. „Wir müssen alles tun, damit Auschwitz nie wieder passiert“, sagt Tobias, der eigentlich anders heißt. Ist denn Auschwitz wieder möglich? „Klar“, sagt der junge Mann, „das sehen wir doch an den ständigen Angriffen auf Israel.“ Im Nationalsozialismus seien die Juden für alles Böse verantwortlich gemacht worden, heute seien es Israel und Amerika. Der Irak-Krieg sei der einzige Weg gewesen, das menschenverachtende Regime von Saddam Hussein zu stürzen.
Einer, der seit Jahren die theoretische Kost für Tobias und seine Gesinnungsgenossen liefert, ist Justus Wertmüller. Der 43 Jahre alte Mann aus dem Berliner Bezirk Kreuzberg ist ein Veteran der antideutschen Denkschule, einer von acht Redakteuren der Zeitschrift „Bahamas“, dem wichtigsten Impulsgeber der Szene. Einst war Wertmüller Mitglied im Kommunistischen Bund. Eine Minderheit der Organisation legte sich 1990 auf eine antideutsche Linie fest. Die Mehrheit bescheinigte den Abtrünnigen, sie sollten ihr Programm doch auf den Bahamas verwirklichen – das sei der „hinreichend entfernte und klimatisch bekömmliche Ort“. So entstand der Name der Zeitschrift, heute Leitorgan der härtesten Anti-Deutschen-Fraktion.
Entstanden sind die Anti-Deutschen aus der Wiedervereinigung, dem Schockerlebnis der Linksradikalen. Als der ostdeutsche „Pöbel“ geschrieen habe: „Wir sind das Volk!“, sei es ihm kalt den Rücken heruntergelaufen, erinnert sich Wertmüller. Hier habe sich gezeigt, wie bedingungslos sich die Deutschen dem Staatszweck unterwürfen. Als rechtsradikale Jugendliche in Ostdeutschland Ausländer angriffen, sahen viele „Anti-Deutsche“ ein Viertes Reich heraufziehen. „Deutschland von der Karte streichen, Polen muss bis Frankreich reichen“ oder „Stalingrad war wunderbar, Nazi-Opa blieb gleich da“ – solche Slogans bestimmten damals ihre Auftritte.
Der Kampf gegen die „Rechten“ ist heute in den Hintergrund getreten. Gerade die Ökologie- und die Friedensbewegung geißeln die Anti-Deutschen als deutschtümelnd und undemokratisch. Wie 1991 hunderttausend Leute „mit primitiven Mitteln“ in Berlin dazu gebracht worden seien, gegen den ersten Golfkrieg zu demonstrieren, sei erschreckend gewesen, sagt Wertmüller. Wieder einmal hätten die Deutschen nicht begriffen, wie viele Menschen sei einem leidvollen Schicksal auslieferten. Damals fanden Linke es zum ersten Mal richtig, Bomben auf den Irak zu werfen – zur Verteidigung Israels. Die Solidarität der Anti-Deutschen mit Amerika ergibt sich fast zwangsläufig – als dem angeblich einzig wahren Freund Israels. Der 11. September 2001 ist den Anti-Deutschen der bisher größte antisemitische Anschlag nach dem Holocaust, ein faschistisches Massaker. „Es gibt kein deutsches Menschenrecht, Israel zu kritisieren“, sagt Wertmüller, der nicht ohne Stolz berichtet, dass seine Redaktion im vergangenen Jahr eine große Solidaritätsdemo für Israel in Berlin angeschoben habe.
Zum Hauptgegner der Anti-Deutschen ist in den vergangenen Jahren der Islam geworden. „Fanta statt Fatwa, Sherry statt Scharia“ lautet die Pop-Formel. Doch auch Theoretiker Wertmüller sieht hier „noch eine echte Front“. Bisher fehle der Beweis für die Behauptung, dass es einen friedlichen Islam gebe. Vielmehr sei die „Welteroberungsreligion“ auf Unterdrückung, Knechtung und einen hanebüchenen Antiintellektualismus gegründet. Gleichsam als Kronzeuge für die eigene Sicht ist auf der Titelseite der jüngsten Nummer von „Bahamas“ Papst Benedikt XVI. zu sehen. In seinen Händen hält er Bücher von Kant und Adorno.
Ist das alles nur versponnen?
Der Einfluss der antideutschen Denkschule wächst jedenfalls, an Unis, bei linken Gruppen. Auch bei der PDS/Linkspartei gibt es eine große proisraelische Minderheit. Der Verfassungsschutz hält die antideutsche Szene für ideologisch verfestigt und beobachtet wachsenden Einfluss. So sind die „Anti-Deutschen“ gerade als Spaltpilz der linksradikalen Bewegung erfolgreich. Ihr Erfolgsrezept ist dabei so einfach wie zuverlässig: Brandmarkte die Linke früher ihre Gegner als „Faschisten“, so nutzen die Anti-Deutschen den Totschlagbegriff des „Antisemiten“. Das zieht in Deutschland fast immer.

references: Was heißt antideutsch?  &  Sehenswert

Written by admin

February 24, 2007 at 6:04 pm